Bar am Steinplatz

Inventur am 13. Mai

News 13.5.2018

Einen wunderbaren Sonntag allerseits! Wir erkundigen uns heute, wie viel Alkohol man wirklich trinken darf, freuen uns auf klare Genuss-Vorstellungen in der Berliner Bar am Steinplatz und fragen uns, wo denn eigentlich Deutschland bei der Bier-WM war. Außerdem sind wir gespannt auf den ersten „italienischen“ Starbucks.

Eine gefühlte Volksweisheit lautet, ein Glas Rotwein am Tag sei gesund. Er soll vor bestimmten Krankheiten schützen und das Herz-Kreislauf-System in Schwung halten. Zwei Alkoholfoscher sagen dazu: Kein Glas Wein ist immer besser als ein Glas Wein. Das Problem beim Alkoholkonsum sei, dass sich die Leber erst melden würde, wenn es eigentlich schon zu spät ist. In einem Interview mit dem Zeit-Magazin verrieten die beiden Experten, wie viel man wirklich trinken darf und warum Akademiker, insbesondere junge Frauen, am meisten in Gefahr sind. Hiermit haben wir die ernüchternden Nachrichten aus dem Weg und widmen uns den weiteren Entwicklungen der Woche.

Minimalismus in der Bar am Steinplatz

Zehn Cocktails, alle farblos und klar und ein jeder im gleichen Glas serviert. Die Bar am Steinplatz in Berlin hat eine neue Karte und eine klare Vorstellung von Genuss: Man empfindet ihn eher, wenn man nicht von der Optik abgelenkt wird. „Der visuelle Eindruck gibt keinen Hinweis mehr darauf, was den Gast erwartet. Dadurch bekommen Geruchs- und Geschmackssinn mehr Raum und Autonomie“, erklärt Barchef Christian Gentemann seine neuen Kreationen. Namen tragen die Drinks ebenfalls keine. Stattdessen sollen sich Gäste anhand der Zutaten eine Vorstellung davon machen, was sie erwartet: „Jasminblüte – Bergamotte – Shiso – Tequila“ etwa, oder „Rote Beete – Ananas – Minze – Doppelwacholder“. Nun denn!

Deutschland bei der Bier-WM

Beim World Beer Cup 2018 in Nashville vergangene Woche gewann Deutschland neun Medaillen. Die USA bekamen 242. Tatsächlich musste man auf der Gewinnerliste erstmal gründlich suchen, um überhaupt nicht-amerikanische Brauereien zu finden. Für den FAZ-Bierblog „Reinheitsgebot“ war das ein Grund, mit Jurorin Andrea Kalrait darüber zu sprechen, ob die Vereinigten Staaten wirklich so gut sind. Oder könnte es daran liegen, dass das amerikanische Bier keine Anreise hinter sich hat? Dazu meint Kalrait, dass sowohl Dauer als auch die Art der Lagerung während des Transports bekanntlich eine Rolle spielen, denn viele Stile müssten einfach frisch sein. Allerdings würden beim europäischen Wettbewerb European Beer Star auch viele Amerikaner ihre Produkte einreichen und die Ergebnisse seien trotzdem etwas ausgewogener. Außerdem sagt die Expertin: „Man muss schon sagen, die Amerikaner werden immer besser, sie bekommen auch zunehmend die langfristige Qualität hin.“

Starbucks wagt sich nach Italien

Ein Espresso am Tresen (also ohne Tischservice!) darf in Italien nicht mehr als rund einen Euro kosten. Die Kommunen legen einen Maximalpreis fest, denn Kaffee ist Kulturgut und geschützt. Ob Starbucks von diesem Gesetz schon mal gehört hat? Die Coffee-Shop-Kette wird nämlich im September ihr erstes Café in Mailand, nahe des Doms, eröffnen. Das verkündete Howard Schultz auf der Mailänder Messe „Seed&Chips“. Der Starbucks-Gründer versicherte, das Unternehmen käme „mit Demut und Respekt“ nach Italien und erzählte, dass seine Idee für Starbucks während eines Mailand-Besuchs 1983 entstanden war. Deswegen freue er sich besonders auf das Opening. Filialen in Italien waren allerdings schon vor zwei Jahren erstmals im Gespräch und damals, aus nachvollziehbaren Gründen, auf starke Kritik gestoßen. Man muss also abwarten, ob das Unterfangen von Erfolg gekrönt sein wird oder ob Starbucks in Italien das gleiche Ende nimmt wie McDonald’s in Bolivien.

„Pssst“: Bartender stimmen ihre Gäste leise

In der New Yorker Bar Burp Castle sagen Bartender „schhhh“, wenn es zu laut wird. Lifehacker Australia zufolge ist das ein bewährtes Konzept, denn der Bartender sei schließlich die einzige Person in der Bar, der alle Gäste Folge leisten müssten. „Während der Besitzer die Regeln festlegen kann, ist es der Bartender, der die Entscheidungen vor Ort trifft.“ Deswegen sei auch er der Einzige, der die Autorität besitzt, die Lautstärke festzulegen. Das „Psst“ klinge übrigens nicht unfreundlich oder scheltend, sondern wirke wie ein „notwendiger Check“ und könne selbstverständlich auch durch eine Glocke oder ein Signalwort ersetzt werden. Und natürlich sei das Konzept nicht jeder Bar zuträglich, manche würden schließlich davon leben, dass man auch mal grölen darf.

Photo credit: Shutterstock

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