Inventur am 29. Juli 2018

News 29.7.2018

Einen wunderbaren Sonntag allerseits! Ganz schön warm da draußen, hm? Deswegen werden auch die Bierflaschen knapp und die Champagner-Ernte ist in Gefahr. Außerdem beschäftigt uns heute: die Restaurant-Playlist eines Profis und der Trend, Whiskey gegen Vodka einzutauschen.

Lust auf ein Eis? Oder doch eher einen kalten Longdrink? Brandstifter hat aus diesen beiden Sommer-Must-Haves eins gemacht: Die auf 999 Stück limitierte Sommeredition Gin Tonic Eis ist in Zusammenarbeit mit der Eisschmiede Schleckdruff und Thomas Henry entstanden und derzeit online und in einigen ausgewählten Kiosken Berlins erhältlich. Dank der hohen Nachfrage des 11,5-prozentigen Drinks am Stiel denkt das Unternehmen allerdings darüber nach, die Produktion fortzuführen. Wir schlecken mal gemächlich und sehen uns an, was in der Barwelt sonst so alles los ist.

Bierflaschen werden knapp

In jedem Sommer werden die Flaschen weniger, in dieser Saison ist die Knappheit laut dem Deutschen Brauerbund allerdings „ausgeprägter als in anderen Jahren“. Der hofft nun, dass Verbraucher ihr Leergut möglichst schnell zurück in den Handel bringen. Warum aber ist es 2018 eigentlich so extrem?

Der Chef des Bundesverbandes des Deutschen Getränkefachgroßhandels erklärte der Frankfurter Allgemeinen, dass diesen Sommer verschiedene Aspekte zusammenkämen: gutes Wetter, die Fußball-Weltmeisterschaft, ein Fachkräftemangel bei Speditionen und der zunehmende Sortieraufwand. Schätzungen zufolge, so die FAZ, seien mittlerweile mehr als 100 verschiedene Bierflaschen im Umlauf, die alle sortiert und zurück in die jeweiligen Brauereien gebracht werden müssen.

Champagner-Ernte in Gefahr

Eine weitere Sommerwoche wie diese und die Champagner-Ernte sei ruiniert. Das äußerte Moët-Hennessy kürzlich gegenüber Imbibe. „Wenn wir im August ein bisschen mehr Wasser abbekommen, läuft noch alles nach Plan für eine perfekte Ernte“, hieß es aus dem berühmten Champagner-Haus.

Temperaturen über 35 Grad würden die Trauben zu süß werden lassen, bevor sie überhaupt bereit seien, geerntet zu werden, bestätigte Moët & Chandon. Eine Balance aus Säure und Zucker sei von Nöten. Wir drücken Daumen für ein paar Schauer! Hier geht’s zum aktuellen Wetterbericht für Reims.

Restaurant-Playlist vom Profi

“I love your food, I respect you and I love this restaurant, but I hate the music.“ Genervt von den Playlists in seinem japanischen Lieblingsrestaurant in Manhattan, fertigte der Komponist Ryuichi Sakamoto seine eigenen an und erklärte der New York Times, was wir beim Essen hören sollten: unauffällige, atmosphärische Sounds. Keine kopflosen Mixes aus brasilianischem Pop und altem amerikanischen Folk.

Die Musik im „Kajitsu“ sei ihm nicht zu laut gewesen – eher zu „gedankenlos“. Sakamoto wollte für seine Kurator-Dienste kein Geld. Allein die Aussicht, sich während des Essens wohler zu fühlen, sei ihm genug gewesen. Jazz, findet der Komponist im Übrigen viel zu stereotypisch für Restaurants. Eine von Sakamoto zusammengestellte Playlist gibt es hier zu hören.

Tausche Whiskey gegen Vodka

Bartender in den USA verwenden im Moment statt Rye und Bourbon vermehrt Vodka. Das liege daran, berichtet Punch, dass eine neue Reihe Vodkas eine Komplexität und Vielfalt aufweisen würde, wie man sie bisher nur von Whiskeys gewohnt gewesen sei.

Die geruchlosen, farblosen und oftmals geschmacklosen Zeiten der klaren Spirituose seien vorüber. Was ehemals nur als zu versteckende Basis diente, kann jetzt die Hauptrolle übernehmen. Warum nicht also „Remember The Maine“, „Run Forest Run“ oder „To Casimir“ mit Vodka anstelle des Whiskeys ausprobieren? Rezepte dazu finden sich hier.

Photo credit: Shutterstock

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