Inventur am 3. März 2019

News 3.3.2019

Ein Blackout hatten wir alle schon einmal. Was Berliner Spitzenköche bei einem Blackout Dinner vorhaben, verraten wir Ihnen in dieser Inventur. Darin blicken wir unter anderem auch nach Neukölln auf die mit einem Michelin Stern ausgezeichnete Coda Bar, nach Kentucky, wo der Turkey Dew sich umtreibt und nach Hamburg, wo Disaronno zu Borco zurückgekehrt ist.

Auf der Suche nach einem Sonntagsausflug? „Underground Architecture“, die Dauerausstellung der Berlinischen Galerie, wäre sehr zu empfehlen. Dort sind die Berliner U-Bahnhöfe 1953 bis1994, die Inseln des Berliner U-Bahnnetzes, in einer Dauerausstellung bis zum 20. Mai 2019 zu sehen. Sofern nicht gerade wieder gestreikt wird, prägen die Berliner U-Bahnhöfe der Nachkriegs- und Postmoderne unseren Alltag. Wenn Sie lieber zuhause bleiben und lesen möchten, können wir Zigarrenliebhabern den Blog from the Origen empfehlen. Schauen Sie rein und verfolgen Sie den Herstellungsprozess von Zigarren in der Dominikanischen Republik mit täglich neuen Einblicken rund um die traditionelle Handwerkskunst, atemberaubende Landschaft und Menschen, die diesem Beruf nachgehen. Nun aber eine schöne Auszeit mit unserer Inventur.

Berliner Spitzenköche mit einem Blackout für das Dinner

Beim Blackout Dinner kochen Berliner Spitzenköche der Hauptstadt ohne Elektrizität und setzen damit ein Zeichen für den Klimaschutz. Wenn die Lichter am 27. März 2019 im Rahmen des Earth Day und der Earth Hour ausgehen, dann ist dies der Startschuss für einen Abend voller Überraschungen und Besonderheiten. Die Restaurants Horváth, Herz & Niere, Lode und Stjin, Nobelhart & Schmutzig sowie Mrs. Robinson’s kochen im Schlackekeller ohne Strom. Ihre Speisen werden am Grill zubereitet, verköstigt wird bei Kerzenlicht. Das Blackout Dinner startet um 19 Uhr. Tickets dafür werden seit 1. März verkauft. Vorreiter in Sachen Blackout in der Küche ist ein Lokal in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Natürlich, Kopenhagen! Die Idee dazu entstand durch einen zufälligen Stromausfall im Amass, das im Folgejahr absichtlich zum Kochen ohne Strom lud und den Chefkoch-Kreis internationalisiert hat. Die Berliner Gastronomen organisieren für den 27. März 2019 die erste Berliner Auflage. Wir bleiben an dieser Stelle in der Küche und setzen fort mit dem druckfrischen Guide Michelin.

Michelin: Sterne über Neukölln

„Die Küche gibt den Takt vor, die Bar findet sich in den Rhythmus ein. Im Vordergrund aber steht das Dessert, Cocktails sind der Tanzpartner dazu“, so die Einleitung unserer Vorstellung des mutigen Konzeptes der Coda Bar in Neukölln auf MIXOLOGY ONLINE vor nicht mal drei Jahren. Das Konzept des Betreiberquartetts hat auf sich aufmerksam gemacht, und die Betreiber haben nun allen Grund zum Feiern. Seit dieser Woche ist die Coda Dessert Dining & Bar, in der Patissier René Frank auf weißen Zucker, Weizenmehl, Laktose und Fett verzichtet, stolze Trägerin eines Sterns im neuen Guide Michelin. In der Neuköllner Dessertschmiede leuchtet ab sofort einer von derzeit 27 Michelin-Sternen in Berlin. Ein Drei-Sterne-Haus hingegen gibt es in der deutschen Bundeshauptstadt noch immer nicht.

Weit entfernt vom Sterneregen: Der Turkey Dew

Laut Punch Magazine scheint in den USA eine neue Strömung salonfähig zu werden. Der Turkey Dew breitet sich aus. In der Allianz dieser Formation, um nicht Cocktail sagen zu müssen: Kentuckys Wild Turkey Bourbon und das US-kultige Mountain Dew des Pepsi-Konzerns. In Kentucky geboren, ist diese Mischung, die gerade in Pop-Up-Events und Challenges kultiviert wird, nicht unbekannt. Zumal sie meanwhile sogar als „Highball“-Ausgabe und mit weiteren Zutaten auf Barkarten auftaucht. In der Klasse eines Penicillin Cocktails wird der Turkey Dew wohl nie landen. Darüber ist sich auch Josh Seaburg, Bartender der Norfolk Bar in Virginia und Mitbegründer der Turkey Dew-Welle, im Klaren, meint aber: „It’s never going to not be funny to me“. Tja, Geschmäcker und Ohrfeigen sind bekanntlich grundverschieden. Aber ob man zum Spaßhaben wirklich Mountain Dew mit anständigem Bourbon verpanschen muss?

Italienischer Lifestyle: DiSaronno zurück bei Borco

Unter dem Slogan „Italian Lifestyle“ lancierte die Hamburger Borco-Marken-Import die Disaronno Gastronomie-Promotion bereits vor langer Zeit und zeichnete insgesamt zehn Jahre lang bis 2010 für die Distribution von DiSaronno verantwortlich. Danach wanderte der italienische Superstar unter den Likören in die Hände weiterer Vertriebspartner. Auch Campari Deutschland und Kammer-Kirsch verantworteten den Vertrieb des in 160 Ländern weltweit erhältlichen Likör der italienischen Familie Reina. Nun kehrt Disaronno nach Hause zurück und hat Tia Maria mit im Gepäck. Das Familienunternehmen Borco hat am Freitag, 1. März 2019, die Distribution des weltweit beliebtesten und am häufigsten konsumierten italienischen Likörs Disaronno in Deutschland erneut übernommen. Auch der Kaffeelikör Tia Maria reiht sich seither in das Borco-Portfolio. „Dass Disaronno in unser Portfolio in Deutschland zurückkehrt und zusammen mit Tia Maria nun unsere Likör-Range bereichert, bedeutet für uns eine Herzensangelegenheit“, sagt Dr. Tina Ingwersen-Matthiesen, geschäftsführende Gesellschafterin und Teil der Borco-Inhaberfamilie Matthiesen. Mit der Aufnahme dieser beiden italienischen Marken baut das hanseatische Spirituosenunternehmen sein Angebot im Bereich Premium-Liköre entscheidend aus.

Mit einem Kebekuss den Richtigen finden?

Die deutsche Schauspielerin und Komödiantin Carolin Kebekus ist Namensgeberin eines neuen Likörs aus dem Hause Gaffel. „Kebekuss“ heißt der kölsche Pflaumen-Birnen-Likör, den die Brauerei in Zusammenarbeit mit Kebekus entwickelt hat. „Seit Jahren arbeiten wir freundschaftlich zusammen“, sagt Thomas Deloy von Gaffel. Daher habe die Idee bzw. der Name zu einem gemeinsamen Produkt mit Kebekus auf der Hand gelegen. Die Spirituose kombiniert Rheinland-Pflaumen mit Birne und hat milde 15% Vol., der aus Gaffel Kölsch zweifach destilliert worden ist. Die Rezeptur wurde von Gaffel zusammen mit Carolin Kebekus entwickelt, von der Auswahl der Früchte bis zur geschmacklichen Abstimmung. Die erste Charge wurde bereits im Januar in 0,7 Liter-Flaschen abgefüllt, ist im Kölner Handel und der Gastronomie sowie bundesweit im Internet erhältlich. Und wird wahrscheinlich an den noch übrigens Tagen der Karnevalssaison für ein paar anständig verstimme Mägen und Gedächtnisse sorgen.

Bar Symposium Cologne 2019 streckt seine Fühler aus

Anknüpfend an den Erfolg des Vorjahres findet am 6. und 7. Mai 2019 das zweite Bar Symposium Cologne im Kölner Harbour Club statt. Der Fokus dieses Branchentreffens liegt auf Inspiration, Weiterbildung und Netzwerken. „Darauf bauen wir auf und wollen mehr Gastronomen aus dem direkten Einzugsbereich ansprechen“, erklärt Spirits-Barchef Dominik Mohr, der die Branchenveranstaltung zusammen mit Spirits-Inhaber Dominique Simon und Felix Engels, Geschäftsführer der Suderman Bar, ins Leben gerufen hat. Vorträge und Diskussionsrunden zu speziellen Themen werden auf der Hauptbühne stattfinden. Der Themenblock „Ethics“ beispielsweise geht der Frage nach, wie Unternehmer ihr Handeln zu mehr Nachhaltigkeit im ökologischen Kontext sowie im Personalbereich modernisieren können. Konzeptbühnen bieten Raum für zehn spannende Gastronomiekonzepte. Weitere Informationen zum Ablauf, den Öffnungszeiten und den Konzeptbühnen sowie Tickets sind unter barsymposium.com erhältlich.

Zum Ausklang dieses Sonntagnachmittags greifen wir noch in die Filmschublade. Sie erinnern sich bestimmt an den grünen, geheimnisvollen Code zu Beginn eines jeden Matrix-Filmes. Dessen Geheimnis ist gelüftet: Die mysteriöse Zahlen- und Buchstaben-Sequenz basiert auf einer Reihe von japanischen Sushi-Rezepten und stammt von Produktionsdesigner Simon Whiteley. Zum Abschluss dürfen wir Ihnen noch einen zeitnahen Termin mitgeben: Die internationale Venuez 19, eine Branchenveranstaltung mit Fokus auf Hospitality, findet von 17. bis 19. März 2019 im belgischen Antwerpen statt.

Photo credit: Shutterstock

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