Inventur am 7. Oktober 2018

News 7.10.2018

Es ist der Tag der MIXOLOGY BAR AWARDS: Heute Abend krönen wir die Besten der Besten. Vorher schauen wir auf die News der Woche. Denn wie üblich gibt es in der Woche vor dem BCB wichtige News aus London. Und in Kapstadt nimmt der Gin-Hype eine neue Ausprägung an.

Kommen Sie, kommen Sie! Es ist ein besonderer Sonntag – nur noch wenige Stunden, dann werden in Berlin die zwölften MIXOLOGY BAR AWARDS vergeben. Und morgen startet er dann, der Bar Convent Berlin, die vielleicht weltweit wichtigste Fachmesse für die hochwertige Bar- und Spirituosenbranche. Haben Sie schon Pläne für morgen Abend? Wie wäre es im Anschluss an den Messtrubel sonst mit einem Abstecher zum Thomas Henry Bar Circus & New Years Eve (Offenlegung: Featured Partner)? Im legendären Festsaal Kreuzberg steht dort die ganze Nacht lang das gemeinsame Feiern der internationalen Bar-Community im Fokus. Sehen wir uns dort? Oder auf den Awards? Oder beim BCB? Wir sind da und freuen uns auf Sie!

Die frischgebackene Beste Bar der Welt schließt bald

Es ist eine eigenartige Konstellation seit Mittwoch Abend: Da nämlich wurden in London, wie jedes Jahr im Rahmen der London Cocktail Week, die „World’s 50 Best Bars“ (W50BB) prämiert. Und dort gibt es nicht nur eine neue angeblich beste Bar der Welt, nein, diese wird es auch nicht mehr lange geben. Denn just einen Tag vor der Zeremonie gab Ryan Chetiyawardana, der Kopf hinter dem Dandelyan, bekannt, dass die von ihm entwickelte und betreute Bar im Mondrian Hotel demnächst schließen werde.

Zu diesem Zeitpunkt war die Wahl natürlich längst abgeschlossen, so dass die Macher des W50BB-Formates nun in der kuriosen Situation stecken, dass es den Gewinner ihrer diesjährigen Ausgabe bald nicht mehr geben wird. Der Titelverteidiger, die American Bar im Savoy Hotel, rutschte dabei vom Thron auf den zweiten Rang ab. Wie gewohnt taucht die deutschsprachige Szene nur randständig auf, die beiden Dauerbrenner Buck&Breck (Berlin) und Schumann’s (München) tummeln sich in den Vierzigerplätzen. Aber: Der deutsche Philipp Bischoff, früher u.a. im Le Lion und der Berliner Amano Bar tätig, konnte „seine“ Manhattan Bar im The Regent Singapore auf einen sensationellen dritten Platz manövrieren. MIXOLOGY gratuliert allen Preisträgern der Liste, die nach wie vor durch die britisch-nordamerikanische Szene dominiert wird.

Übernachtung + eigener Gin? Auf nach Kapstadt!

Das Radisson Red Hotel in der südafrikanischen Metropole Kapstadt bieten seinen durstigen Gästen neuerdings ein besonderes, leicht exzentrisches Schmankerl: Denn wer sich nicht mit einer schnöden, großen Gin-Auswahl begnügen mag, die man mittlerweile in zahllosen Bars findet, der kann dort einen Schritt weitergehen.

So haben Gäste der dortigen OuiBar & Ktchn nun die Möglichkeit, aus vorgefertigten Einzel-Destillaten einen ganz persönlichen Gin nach individuellem Gusto zu blenden und sich anschließend einen Drink mit „ihrem“ Gin zubereiten zu lassen. Dazu kommen ein hauseigenes Tonic und, für die gemütlicheren Trinker, zwei Gin-Qualitäten, die das Hotel fertig anbietet. Man muss also nicht unbedingt zum Produzenten werden, sondern kann auch in der Bar des Radisson Red tun, was man eben in einer Bar tun möchte: Entspannen und einen Drink genießen.

Die flüssigen Top 40 der US-Bars: Läuft beim Old Fashioned

Top 40 – bei diesem Begriff schaudert jeder Musikliebhaber. Bedeuten doch die wöchentlich erscheinenden Charts vor allem Mainstream und Beliebigkeit. Gleichzeitig sind Charts dennoch ein interessantes Instrument, um Tendenzen und Konstanten zu ermitteln.

Grund genug für die Kollegen von PunchDrink, unter 40 der führenden US-Bars eine Umfrage durchzuführen, und zwar nach den beiden populärsten Drinks jeder Bar – jeweils der beliebteste von der Karte und jener, der am häufigsten abseits des Menüs geordert wird. Und dort gibt es einen ganz klaren Anführer der flüssigen US-Hitparade: den Old Fashioned. Damit scheint – zumindest in Nordamerika und wesentlich stärker als beispielsweise in Deutschland – einer der großen Bartender-Identifikationsdrinks mittlerweile wirklich bei den Konsumenten angekommen zu sein. Ein schönes Signal, dass die Bar-Renaissance eben eindeutig kein One-Hit-Wonder ist!

Neuer Auktionsrekord bei Scotch Whisky

Rekorde sind immer wieder unterhaltsam, und die Single-Malt-Welt hält diese in netter Regelmäßigkeit bereit. So auch wieder am Mittwoch: Während in Deutschland wegen des Feiertags die Läden geschlossen blieben, wurde in Edinburgh ein ganz besonderes Geschäft abgewickelt. Bei Bonham’s, einem Auktionshaus mit großer Scotch-Expertise, kam eine Flasche des The Macallan Valerio Adami 1926 unter den Hammer und erzielte die bislang weltweite Rekordsumme von rund 1,1 Millionen US-$ für eine einzelne Flasche Whisky.

Von dem 60-jährigen Single Malt (destilliert 1926, auf die Flasche gefüllt 1986) wurden seinerzeit überhaupt nur 12 Flaschen lanciert. Ihren Namen hat die Abfüllung vom Künstler Valerio Adami, der die Etikettengestaltung übernommen hatte. Wie viele Flaschen aus der Serie derzeit noch existieren, ist nicht bekannt. Erst im Frühling war ein weiteres Exemplar der Adami-Reihe zusammen mit einer anderen 1926er-Füllung für ca. 1,2 Millionen versteigert worden. Und wir sind bereits jetzt sicher: Lange wird auch die nun gesetzte neue Bestmarke nicht halten.

Photo credit: Shutterstock

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