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Paul Pelzer gewinnt die Made in GSA Competition 2020

Erstmals geht der Gesamtsieg beim Cocktailwettbewerb Made in GSA Competition nach Köln: Paul Pelzer aus der Suderman Bar überzeugte die Jury mit einem innovativen, komplexen Drink, der das Zeug zu einem Topseller hat. Der zweite Platz ging an Dominik Oswald aus Wien, Platz drei holte Linda Le nach Bamberg.

Nach einer überzeugenden Performance in der Kölner Monkey Bar und mit einem hervorragenden Rezept holt Paul Pelzer (Suderman Bar) den Gesamtsieg bei der mittlerweile achten Made in GSA Competition an den Rhein. Nachdem die Jury aus Marie Rausch (Rotkehlchen, Münster), Sigrid Schot (Hammond Bar, Wien) und Thomas Huhn (Les Trois Rois, Basel) sich zunächst ausgiebig Zeit für Bewertung und Diskussion genommen hatte, fiel die Entscheidung für den 22-jährigen Pelzer letztlich aber einhellig.

Mit Gin, Rye Whiskey, Wermut und Bitters zum Sieg

Mit seinem Drink traf der bekannte Nachwuchsbartender die Zielsetzung der Made in GSA Competition ins Schwarze: die Verwendung hochwertiger heimischer Zutaten in einem zeitgemäßen, komplexen Cocktail, gepaart mit einer stimmigen Story hinter dem Drink. Sein Cocktail »Zusammenkunft« bringt die beiden Standards Negroni und Manhattan zusammen, und zwar mit Stork Club Rye, Wild Child Gin, Belsazar Riesling Vermouth, Kakuzo Cherry Bitter und Appenzeller Alpenbitter. »Wir haben auch dieses Jahr wieder zahlreiche innovative, hochwertige Cocktails gesehen. Paul stach dabei mit seinem klassischen Drink besonders hervor, hat aber ebenso mit seiner authentischen Präsentation gepunktet«, meint Juror Huhn. Damit geht der Preis nicht nur nach Köln, sondern auch zum ersten Mal an einen Lokalmatador des jeweiligen Austragungsortes.

Großes Lob gab es aber auch für die weiteren Podiums-Drinks und ihre Entwickler: Platz zwei geht nach Wien zu Dominik Oswald (Hammond Bar) für seine Rezeptur »Nur Du allein«, Rang drei holt sich Linda Le mit ihrer »Spielwiese« in den Bamberger Kawenzmann.

Der Siegerdrink „Zusammenkunft“ besteht aus 2,5 cl Wild Child Gin, 1,5 cl Stork Club Straight Rye Whiskey, 1 cl Appenzeller Alpenbitter, 2,5 cl Belsazar Riesling Vermouth und 2,5 cl Kakuzo Cherry Bitter

Für den Sieger geht es in die Champagne

Oswald erhielt von der Jury zudem die Würdigung in der Sonderkategorie »Gin, Wacholder & Steinhäger«, die zweite Sonderkategorie »Limonade, Saft & Filler« entschied Julian Hoy aus der Stuttgarter Wolfram Bar mit dem Longdrink »Home« für sich.

Paul Pelzer nimmt einen besonderen Preis für die Zukunft mit nach Hause: Wenn die Lage es wieder erlaubt, wird er zu einer einzigartigen Reise in die Champagne aufbrechen, um bei einem mehrtägigen Aufenthalt bei einem renommierten Haus in alle Details der Champagner-Herstellung einzutauchen – inklusive Treffen mit dem Kellermeister, einer Raritätenverkostung und einem »Praktikum« in der Produktion. Für Platz zwei gibt es eine Reise zum Bar Convent Berlin, Linda Le wiederum darf sich durch ihren dritten Platz über eine hochwertige Hausbar-Ausstattung mit der handgefertigten Glas-Serie »Marlène« von Zwiesel 1872 freuen. Für seinen Gewinn der Sonderkategorie darf Julian Hoy eine in Deutschland sonst nicht erhältliche »Bartender Leather Roll« samt Bartools vom englischen Hersteller »Bonzer« mit nach Schwaben nehmen.

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Made in GSA Competition als Signal für die Community

Beteiligt hatten sich an der Made in GSA Competition im Krisenjahr 2020 über 80 Bartender und Bartenderinnen aus den deutschsprachigen Ländern. Nachdem der ursprüngliche, traditionell im Mai liegende Termin aufgrund der Corona-Pandemie nicht eingehalten werden konnte, wurde die Competition mit Ablauf der Bewerbungsphase für die Kandidaten Ende März zunächst auf Pause-Modus gestellt und ein Nachholtermin angekündigt. Als sich abzeichnete, dass eine Durchführung Ende des Sommers unter allen behördlichen Auflagen möglich sein würde, gab es im Juli eine zweite Bewerbungsphase mit erneuter, reger Beteiligung.

»Wir freuen uns über die Maßen, dass es uns gelungen ist, die Competition am geplanten Ort und unter vergleichsweise normalen Umständen durchzuführen«, sagt MIXOLOGY-Chefredakteur Nils Wrage. »Im Extremfall hätten wir auch erwogen, den Wettbewerb lediglich mit den Finalisten und der Jury als eine Art ›Geisterspiel‹ über die Bühne zu bringen. Aber es war uns wichtig, das Event mit Gästen auch als positives Zeichen für die Bar-Community und unsere Teilnehmer veranstalten zu können.«

v.l.n.r.: Die Jurorinnen Marie Rausch und Sigrid Schot (nicht im Bild Thomas Huhn), Paul Pelzer, MIXOLOGY-Chefredakteur Nils Wrage

Angenehme Stimmung trotz begrenzter Gästezahl

Aufgrund der Größe der Location, der Monkey Bar im 25hours Hotel Köln, konnten neben den Finalisten, der Jury und dem Team von MIXOLOGY rund 30 Gäste aus dem Pool der diesjährigen Partner live beim Finale dabei sein. »Das ist zwar ein kleineres Publikum als sonst, aber letztlich konnten wir allen Partnern, die gern vor Ort sein wollten, auch einen Platz anbieten und – wenn natürlich auch mit Beachtung der Abstandsregeln – Made in GSA wie gewohnt zu einem kleinen Forum für direktes, produktives Networking machen«, erklärt Wrage. »Ganz besonders freut uns natürlich, dass die räumlichen Gegebenheiten es unseren Finalistinnen und Finalisten ermöglicht haben, zumindest ihre Präsentation ohne eine Maske abhalten zu können.«

Die nächste, neunte Auflage der Made in GSA Competition planen die MIXOLOGY-Redaktion und der Meininger Verlag für Mai 2021.

Credits

Foto: Scott Redinger-Libolt

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