Ein Portrait. MIXOLOGY ONLINE im Gespräch mit Heinrich Luig.

Porträts 27.8.2012

In der ehemaligen deutschen Hauptstadt des Rum gibt es seit einigen Jahren einen Außenposten moderner Barkultur. Heinrich Luig betreut in Flensburg die Heinrich’s Bar und beantwortete MIXOLOGY ONLINE Fragen zu seinem gastronomischen Werdegang und seiner Heimat.

Wie kamst Du das erste Mal mit der Welt der Bars in Berührung?

Das ist gar nicht so einfach. Ich bin quasi in einer Bar/Tanzlokal aufgewachsen. Ich bin bereits als kleines Kind mit dem Laufrad umhergedüst und lernte dort auch das Fahrradfahren. Aber so richtig stand ich mit 13 Jahren das erste Mal neben meiner Mutter hinter der Bar und schnupperte die aufregende Barluft. Mit 16 Jahren habe ich dann die Cocktailbar entdeckt. Die Wunderkerzen und das Lachen in den Augen der Gäste haben mich schon sehr fasziniert. Klassiker wie Pina Colada, Golden Cadillac, und Caipirinha waren 1998 der Renner.

Was ist Dein beruflicher Werdegang als Barmann?

Für was interessierst Du Dich außerhalb der Arbeit hinter der Bar? Hast Du Hobbys?

Ich gehe gern schwimmen und fahre super gerne Mountainbike durch unsere kleinen Wälder. Außerdem gehe ich gerne gut Essen.

Was ist Dein Lieblings-Cocktail?

Rum Old Fashioned, Daiquiri, Whiskey Sour und Mojito.

Was ist Deine Lieblingsbar?

Ich bin gern bei Kollegen in verschiedenen Städten in Deutschland von daher ist es schwer zu sagen, wo ich am liebsten bin. Ich fühle mich da wohl, wo es gute Drinks gibt und kompetentes Personal arbeitet.

Was ist Dein Lieblings-Club/Dive Bar/Kneipe?

Ein ganz kleiner Club in Flensburg namens Study Lounge.

Hast Du Vorbilder im Barbereich, wenn ja welche?

Jeder, der das alte Handwerk beherrscht und aus verschieden Zutaten Drinks zaubern kann.

Von welchen Bartendern würdest Du Dir blind einen Cocktail mixen lassen?

Da gibt es viele, unter anderem: Marcus Wolff, Sascha Thieben, Bastian Drews, David Wiedemann, Bollinger Baumann, Mario Kappes, Jörg Meyer, Steffen Lohr, Markus Heinze, Damen wie Christina Schneider, Fancy Betty und noch viele mehr.

In welcher Situation würdest Du eine Bar sofort verlassen?

Wenn ich mitbekomme, dass ich nicht willkommen bin.

Was steht in Deinem Traum-Speed-Rack?

Worauf hast Du Dich spezialisiert, was kannst Du besonders gut an der Bar?

Ich bin ein guter Gastgeber und verstehe die Gäste mit Witz und Spaß zu unterhalten. Außerdem versuche ich immer für meine Gäste tolle Eigenkreationen zu entwerfen, womit ich sie dann überrasche. Zudem bin ich recht flexibel in meiner Arbeitsweise.

Was sind die Herausforderungen für einen Barbetreiber in Flensburg?

Man sollte sich die Selbstständigkeit nicht zu leicht vorstellen – wenn man es dann doch wagt, muss man nur noch durchhalten. Der Flensburger kommt eben nicht gleich, es dauert ein wenig. Wenn es ihm dann aber gefällt, muss man ihn halten. Der Flensburger vergibt in der Regel nur ganz wenige Chancen.

Wo siehst Du Dich in 10 Jahren?

An der Bar … wo sonst!

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