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Die erste „Sake Week Berlin“ nimmt sich einiges vor

Am 1. Oktober ist „World Sake Day“. Das mag nicht jede:r wissen, aber um dies zu ändern, bekommt das japanische Nationalgetränk nun eine eigene, vollständige Veranstaltungswoche. Vom 1. – 7. Oktober findet in Berlin die erste „Sake Week Berlin“ statt. Wir haben uns mit den Organisatoren unterhalten.

„Ich habe Sake für mich erst vor etwa fünf Jahren entdeckt. Zuerst habe ich es häufiger probiert und erstmal nicht so richtig verstanden, aber durch persönliche Gespräche mit Enthusiatsten wie Arnd Heissen, Bastian Schwithal oder Richie Hawtin bin ich immer tiefer eingestiegen“, erklärt Alexander van Hessen gleich vorneweg. „Mich fasziniert die Geschichte dahinter und vor allem die Wertschätzung gegenüber dem Produkt, die man von Beginn der Herstellung bis zum Konsum spüren kann.“

Alexander Van Hessen ist eigentlich bekannt als Initiator der „Berlin Food Week“. Dieses vor Jahren gestartete Festival rund um zeitgenössische Kulinarik und Ernährungsfragen hat seinen Ursprung in der Hauptstadt, hat aber seine Fühler mittlerweile in den Rest des Landes ausgestreckt. Diese Reichweite will der umtriebige, selbsternannte „Vernetzer“ van Hessen nun auch für jenes japanische Produkt erreichen, in das er sich vor Jahren verliebt hat.

Worten auch Taten folgen lassen

Denn die Folge seiner erwachten Passion für Sake war die Gründung des Vereins Sake Embassy e.V. – und wer van Hessen kennt, der weiß, dass es nicht bei einem gut gemeinten Eintrag im Vereinsregister bleibt, sondern dass Worten auch Taten folgen. Im letzten Jahr gab es bereits erste Veranstaltungen rund um das Thema Sake, darunter auch in der Japanischen Botschaft in Berlin.

2021 geht es nun aber richtig los. „Bei Sake denken viele noch an hochprozentigen oder warmen Alkohol, der sich vor allem zum Kochen eignet. Dass es sich bei Sake mit seinen mehr als 500 Aromen um ein höchst komplexes und bekömmliches Getränk mit vielen positiven Effekten und herausragender Brautradition handelt, ist vielen gänzlich unbekannt. Dies wollen wir ändern und alle herzlich zum Probieren und Mitmachen einladen“, so van Hessen.

Berlin Sake Week findet real und digital statt

Geschafft werden soll das durch ein ambitioniertes Programm, dass sich von Restaurants über Workshops und Ausflügen bis zu Bars und – das ist für ein Festival dieser Machart tatsächlich etwas ungewöhnlich – in private Haushalte erstreckt, wo Sake-Enthusiasten das Produkt in Private Sessions zugänglich machen; darunter auch van Hessen selbst.

An allen Tagen der Veranstaltungswoche bis einschließlich 7. Oktober können Interessierte Wissenswertes über Sake lernen und diesen sowohl real als auch online erfahren, etwa durch eine virtuelle Begehung der Tanaka Brauerei in Miyagi. Teilnehmende Bars vor Ort sind wiederum das Bonvivant, die Goldfisch Bar, das Orania.Berlin sowie die relativ neu eröffnete Lost my Voice Bar.

So ist für jeden was geboten, ob man nun einfach ein paar Getränke und Produkte probieren möchte, oder doch tiefer in die Materie einsteigen will. Das hoch gehandelte Mimi Ferments beispielsweise lädt zu einer Magical Koji Tour ein, Köche wie Steffen Henssler zeigen eine Kombination von Sake und Sushi auf der Höhe der Zeit.

Es geht nicht nur um das Konsumieren

Die Sake Week Berlin, das zeigt das Programm (zu dem nochmal dieser Link führt) möchte auf diese Weise das Thema Sake ganzheitlich näher bringen. Wie aber erklärt Alexander van Hessen anderen, die noch nie in ihrem Leben Sake getrunken haben, dass sie das jetzt unbedingt tun sollten?

„Viele Restaurants und Shops bieten mittlerweile Tastings und gute Beratung an. Hier hat sich gerade in jüngster Vergangenheit sehr viel getan. Sake enthält ca. 15–20% Vol. und ist im Gegensatz zu Wein nicht so säurereich. Ebenso sind keine Schwefel oder Sulfite wie selbst bei teuren Weinen enthalten. Zudem eignet er sich mit seinen Umami-Noten als perfekte Essensbegleitung. Und wer Champagner mag, sollte unbedingt mal Sparkling Sake probieren!“

Und weiß somit auch, wo es dazu Gelegenheit gibt …

Credits

Foto: Sake Embassy e.V.

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