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Bestseller von der Karte: der Sayonara Forever

Margot Lecarpentier arbeitet in ihrer Pariser Bar Combat gerne und häufig mit japanischen Produkten. Sake und Shōchū finden immer wieder Eingang in ihre Drinks. Exemplarisch steht dafür der Cocktail „Sayonara Forever“, der in ihrer Bar im Viertel Belleville rasch zum Publikumsliebling wurde.

Shōchū ist für viele immer noch eine fremde Welt. Kein Wunder. Ganze 53 Rohstoffe dürfen für die japanische Nationalspirituose verwendet werden. Drei verschiedene Arten von Koji-Pilzen – weiß, gelb und schwarz – schieben diesen wiederum aromatisch in eine jeweils eigenständige Richtung, von floral bis umami. Dann darf der Schnaps auch noch von 23 bis 43 % Vol. eingestellt werden.

Das könnte natürlich auch eine Formel für Beliebigkeit sein. Und tatsächlich gibt es auch sehr geschmacksneutrale Shōchūs, die erahnen lassen, woher sich die nicht sehr schmeichelhaft verwendete Bezeichnung japanischer Vodka ableitet. Aber vielmehr eröffnen diese Regularien ein breites Spektrum, und wer wiederum japanische Detail- und Produktversessenheit kennt, weiß, dass dieses auf meist hohem Niveau ausgeübt wird.

Sayonara Forever

Zutaten

2 cl Grapefruitsaft
2 cl Birnenshrub (mit Essig auf der Basis von Douglasienknospen)
2 cl Noilly Prat
3 cl Shōchū
1 Dash Absinth
Soda on top

Shōchū-Liebe in Paris

Margot Lecarpentier hat in ihrer Paris Bar Combat schon lange eine Vorliebe für japanische Produkte und Aromen. „Franzosen stehen aktuell auf Shōchū, Sake und Aperitifs. Ich vermixe gerne Sake und Whisky, aber einer unserer Bestseller ist der Sayonara Forever mit Shōchū“, so die Pariserin, die in der Normandie aufwuchs und 2019 zur einflussreichsten Bartenderin des Landes gewählt wurde. „Die Idee kam mir bei einem Aufenthalt in Japan. Ich wollte all die Aromen verarbeiten, die mir begegnet sind, dieses Saure, Scharfe und Süße gleichzeitig.“

Für ihren Drink verwendet sie Shōchū, Grapefruitsaft, Noilly Prat, Birnenshrub auf der Basis von selbst gemachtem Essig aus Douglasienknospen, etwas Absinth und Soda. „Der Birnenshrub funktioniert wie Samt in Kombination mit der Würze und Frische des Essigs“, beschreibt Margot Lecarpentier. „Der Geschmack des Drinks insgesamt ist minzig-herbal, sauer und fruchtig gleichzeitig. Shōchū ist ein sehr sensibles Produkt und muss sehr genau verarbeitet werden. Drinks damit müssen sehr genau ausbalanciert sein, damit sein subtiler Geschmack nicht verloren geht.“

Eine unglaublich vielseitige Kategorie

Aber welche Shōchū-Variante – siehe oben erwähnte Geschmacksvielfalt – verwendet die Französin nun für ihren Sayonara Forever? „Einen ziemlich trockenen und fruchtigen Shōchū auf der Basis von Süßkartoffeln“, so die Barbetreiberin, die während des Corona-Lockdown mit Do-It-Yourself-Ratschlägen sehr aktiv auf Instagram gewesen war und laut eigenen Worten insgesamt auch gut durch die Corona-Krise gekommen ist. „Es gibt eine schier unendliche Geschmacks-Bandbreite an Shōchūs. Ich hatte schon welche, die wie Mezcal geschmeckt haben, andere wie Rum oder Fruchtliköre. Es ist eine extrem vielseitige Kategorie.“

Und wer eines Tages in Paris sein sollte, sollte sich von dieser Vielseitigkeit auch im Combat überzeugen.

Credits

Foto: Christophe Meireis

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