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Seredipity_Wikipedia

Serendipity Cocktail von Colin Field

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Serendipität, ein Wort, das den Umstand einer ungewollten glücklichen Fügung beschreibt, deren Ergebnis so schön ist,dass man es kaum besser hätte planen können. Nachdem ein Whisky mit dem Namen mittlerweile ausverkauft ist, beschäftigen wir uns mit dem Cocktail – ganz ohne Whisky.
Colin Field ist einer der wenigen Barmänner, die auch in fortgeschrittenem Alter noch regelmäßig hinter dem Tresen stehen. Der gebürtige Engländer ist Gastgeber in der geschichtsträchtigen Bar Hemingway des Hotel Ritz in Paris, in der schon Marlene Dietrich, Coco Chanel und Charlie Chaplin ihre Cocktails genossen. Dies allerdings bevor Field seine Zelte in Paris aufschlug.
Die glückliche Fügung
Selten ist die Geschichte eines Cocktails exakter und schöner Beschrieben als die des Serendipiti Cocktails. Benannt zu Ehren von Jean-Louis Constanza, seines Zeichens Sportler, erfolgreicher Geschäftsmann, Genießer und langjähriger Stammgast von Colin Field an der Bar des Ritz Carlton. Eines Abends, als Field und sein Team an einem neuen Cocktail arbeiteten, war eben auch Constanza zu Gast und man servierte ihm diesen Drink um seine Meinung zu hören. Seine Reaktion war eben der Ausruf „Serendipity“, und er erklärte, dass dies bedeutet, etwas gefunden zu haben, nach dem man überhaupt nicht gesucht hat.
Und wenn man eine solch einfache Erklärung für die Namensgebung eines Cocktails und dazu noch einen solch wohlklingenden Namen gefunden hat, dann nimmt man dies dankend an. Vor allem wenn man sonst, wie Field selbst berichtet, oftmals bis zu drei Wochen über den perfekten Namen für eine neue Kreation grübelt.
Die perfekte Begleitung
Colin Field sieht in diesem Drink seine Liebe zu Frankreich erklärt, vor allem an die Normandie, aus der sowohl der Calvados als auch der von ihm verwendete Apfelsaft stammen. Die Normandie ist berühmt für ihre Äpfel und die daraus gewonnenen Produkte, neben Saft und Calvados vor allem Cidre, die etwas aromatischere Schwester des englischen Cider. „Wer an dem Drink riecht, erkennt die Äpfel, aber auch die erdigen Töne des Calvados. Es ist Frankreich im Glas mit den besten Produkten, die Frankreich zu bieten hat“, erklärt Field das Profil seines Cocktails. „Ein wenig spritzig und leicht erfrischend, der perfekte Cocktail, um den Frühling in Paris zu genießen.“
Und er muss es wissen, schließlich nennt er die Stadt der Liebe bereits seit über 30 Jahren seine Heimat.
Seine Art Cocktails zu kreieren beschreibt Fiel dabei beinahe als puristisch.Während andere Bartender gern Klassiker mit einem persönlichen Twist servieren, orientiert er sich lieber an den originalen Rezepten und versucht stattdessen eigene Kreationen zu erschaffen. Dabei folgt er dem Prinzip, mit möglichst wenigen Zutaten auszukommen, diese sollten aber die bestmögliche Qualität haben.
Prinzipien, die sich auch im Serendipity Cocktail erkennen lassen und ihn zu einem tollen Drink für den Abend machen. Möglicherweise ein Drink, bei dem man nicht wusste, dass man ihn gesucht hat, bis man ihn probiert. Eben Serendipität.
 

Serendipity

Zutaten

1 Zweig Minze
1 cl Calvados
2 cl Apfelsaft (nach Möglichkeit klar)
7 cl Champagner

Credits

Foto: The Three Sons of Serendipity von ‪Amir Chosrau‬, 12-13 Jh.

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