Mancino Wermut. Aperitif auf Italienisch.

Sonstiges 26.9.2012 3 comments

Ein neuer Wermut aus Italien, versucht im Gebiet der großen Namen zu wildern. In den Sorten Bianco, Secco und Rosso sucht man seinen Platz am Markt. Entwickler Giancarlo Mancino kann dabei auf Erfahrung als Bartender zurückgreifen. Ein Vorteil?

Aperitife sind italienisches Lebensgefühl. Eine oftmals grundlegende Komponente der Before-Dinner-Drinks ist Wermut. Mit mindestens 15 % Vol. ist die weinbasierte Zutat fester Bestandteil jeder Bar. Dies erkannte auch Bartender und Bar Consultant Giancarlo Mancino. Für ihn lag der Schritt seinen eigenen Wermut zu produzieren auf der Hand. „Aperitifs versetzen einen in gute Stimmung und bilden den Auftakt für den Rest der Nacht. Wenn man einen guten Tag hatte, will man ihn damit bereichern. An einem schlechten Tag muntert ein guter Drink auf“, so der gebürtige Italiener Mancino. Die Umsetzung seiner Idee ist Mancino Vermouth. Hergestellt in der kleinen Gemeinde Canelli Asti im italienischen Piemont, bereichern die Sorten Bianco, Secco und Rosso die Bar.

 

Mancino Bianco Ambrato

Mit einem Alkoholgehalt von 16 %, und „natürlichen Inhaltsstoffen“ präsentiert sich der Bianco Ambrato mit hellgoldener Farbe. Im Geruch sehr floral, insbesondere mit dem Duft von Rosen, ist der erste Eindruck sehr positiv. Auch im Geschmack setzt sich die florale Note fort. Hinzu gesellt sich eine starke, an Sirup und Bonbons erinnernde Süße mit leichtem Aroma von Steinobst. Im angenehmen Nachhall bleibt eine milde Bitterkeit zurück.

Auch im ausgemixten Martini mit Tanqueray Ten bleibt die Süße deutlich vorhanden. Florale Noten machen ihn zu einem erfrischenden Drink ohne anspruchsvolle Tiefe. Für Liebhaber des Dry Martini befand man Redaktionsintern den trockenen Mancino als wunderbaren Partner für Gin.

 

Mancino Secco

Secco, Italienisch für trocken, ist mit 18 % Vol. der gehaltvollste Vertreter des Mancino-Trios. In der Nase präsentiert er sich ebenfalls sehr floral mit dem angenehmen Duft von Veilchen. Zudem sind Zitrone und typische Weinsäure im milden Geruch auszumachen. Ein Eindruck, der sich im Mund fortsetzt. Mit leichtem Prickeln an der Zungenspitze harmonieren Säure, Süße und Bitterkeit in ausgewogenem Verhältnis. Der typische Wermutgeschmack bleibt nebst wohldosierter bitterer Noten lange im Mundraum zurück, ohne künstlich oder mit Kräuter überladen zu wirken.

Ein Wermut, der durchaus pur genossen werden kann, aber seine Stärken auch im Martini unter Beweis stellt. Die Wacholdernoten des Tanqueray Ten und Mancino Secco bilden eine komplexe, ausbalancierte Einheit und kommen gut zur Geltung, ohne sich gegenseitig zu beeinträchtigen. Ein Martini Cocktail mit Martini Bianco wirkt hingegen schlichtweg eindimensionaler und flacher.

 

Mancino Rosso Amaranto

Kräftiges Rotbraun und ein Alkoholgehalt von 16 % zeichnen den Rosso Amaranto aus. Wie in allen drei Mancinos, sind auch hier natürliche Zutaten verarbeitet. Zudem findet sich die Verwendung von Karamell auf dem Etikett wieder. Ein Aroma, das neben dem leichten Duft von Zedernholz den kräftig würzigen Geruch bereichert. Auch im Mundraum ist der starke Auftakt von Bitterkeit und Würze gut ausbalanciert und flankiert von Karamellnoten und dem Aroma schwarzer Beeren. Eine Komplexität, die redaktionsintern überzeugt.

Auch im Klassiker Negroni begeistert der rote Wermut. Etwas lieblich und weniger würzig als mit Carpano Classico, dafür spannender und komplexer präsentiert sich der rote Aperitif. Das Verhältnis von Süße, Säure und Bitterkeit harmoniert mit dem Tanqueray Ten und Campari. Schokoladennoten sind herauszuschmecken. Ein begeisternder, süffiger Auftakt für die Nacht.

Und so zeigt sich einmal mehr, dass Erfahrung und Wissen um die Bedürfnisse der Bartender zur Entwicklung neuer Produkte einen Löwenanteil beitragen. Mit ansprechender Aufmachung und gutem Handling ein sehr gelungenes Produkt, welches am Stand von Giancarlo Mancino auf dem Bar Convent Berlin 2012 begutachtet werden kann.

 

Weitere Informationen: mancinovermouth.com

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