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Raphaela Schub gewinnt The Bartenders Society von Saint James – im Zoom-Call

Die Coronakrise verhinderte die Austragung des deutschen Finales in Berlin. Aber bei Saint James wurde man kreativ und ließ die sechs Finalisten kurzerhand in einem Zoom-Call gegeneinander antreten. Am Ende gewann Raphaela Schub aus dem Botanic District in Hamburg.

The Bartenders Society trifft sich bei Zoom

Soll heißen: teilweise nicht möglich war. Im Hause des Rhum-Agricole-Herstellers aus Martinique reagierte man nämlich rasch und trug das Finale kurzerhand per Zoom aus. Und so versammelten sich am Tag des eigentlichen Finales, dem 20. April, die sechs Finalisten Ella Lappalainen (Booze Bar, Berlin), Sebastian Bauer (Gelbes Haus, Nürnberg), Thang Viet Trinh (Twist Bar, Dresden), Raphaela „Ela“ Schub (Botanic District, Hamburg), Cedric Golze-Schlieper (Rosebud Bar, Köln) und Jennifer Hoerstel (Al Camino Bar im Schloss Elmau, Krün) vor ihren Bildschirmen zuhause.

Ebenfalls zugeschaltet wurden die drei Juroren: Die beiden Mack Spirits Brand Activation Manager Jana Kellner und Merlin Braun sowie Côme van Wassenhove, Sales Manager von La Martiniquaise. Während erstere die Final-Drinks kurzerhand auch als Pre-Batch von den Finalisten zugeschickt bekommen hatten, wurde letzterer aus Frankreich zugeschaltet.

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Acht Minuten Zeit für die Präsentation

Und dann konnte es losgehen. Die Austragungs-Konditionen waren die gleichen: Nach zwei Minuten Vorbereitungszeit hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer acht Minuten Zeit, ihren Drink zu mixen und zu präsentieren. Am Ende konnte das Paket von Raphaela Schub am meisten überzeugen. Sie gewann mit ihrem Drink Persian Pansy dieses erste, digitale Finale der Saint James Competition – und hat sich damit für das auf das kommende Jahr verschobene Finale qualifiziert.

Inspiriert von den Küchen der Welt

Wie aber hat es sich angefühlt, den Wettbewerb zu Hause vor dem eigenen Bildschirm auszutragen? Anders als bei einem „echten“ vor Ort? „Das kann ich nicht genau sagen, denn The Bartenders Society war meine erste Competition überhaupt“, grinst Ela Schub. „Vermutlich unterscheidet sich das nicht viel. Ich war jedenfalls extrem aufgeregt.“

Inspiriert wurde ihr Drink vom Hamburger Isemarkt, wo sie die 27-jährige Bartenderin gerne alle möglichen Früchte und Gewürze für Experimente einpackt. „Für mich war klar, dass ich etwas mit dem Saint James XO machen wollte, auch Safran sollte vorkommen. Ziel war es, den metallischen Geschmack von Safran mit den leicht grasigen Noten des Rums zu kombinieren. Ich hatte dabei die persische Küche im Sinn.“ Somit griff ihr Persian Pansy auch perfekt das Motto der diesjährigen The Bartenders Society auf, nämlich die Vielfalt von Street Food aus allen Ecken der Welt als Inspiration für Cocktailkreationen aufzugreifen.

Persian Pansy

Zutaten

6 cl Saint James XO
2,2cl Safran-Sanddornhonig-Sirup
2 Barlöffel frische Granatapfel
1 frische Passionsfucht
1 Dash Absinth
Zimt, gemahlen

Raphaela Schub gewinnt mit ihrem Persian Pansy

Platz Zwei und Drei nach Köln und Nürnberg

Platz Zwei ging an Cedric Golze-Schlieper aus Köln, während Sebastian Bauer den dritten Platz nach Nürnberg holte. Und auch wenn das Gefühl eines echten Tresens nicht ersetzt werden kann, war die digitale Finale eine gelungene Variante, darin waren sich alle einig. Wir wünschen Raphaela Schub jedenfalls, dass sie sich für das internationale Finale in Paris nicht wieder vor dem Bildschirm setzen muss …

Credits

Foto: Saint James

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