TOP

Bar ist elementar: Tobias Lindner gewinnt die Made in GSA Competition 2021

Es war ein spannendes Finale mit vielen hochwertigen Rezepturen und hervorragenden Performances. Am Ende ging der erste Platz an Tobias Lindner aus Stuttgart. Der Bartender aus dem „Jigger & Spoon“ überzeugte durch seinen Cocktail „Der Goldene Apfel“ sowie durch einen souveränen Gesamtauftritt. MIXOLOGY Online mit einem ersten Nachbericht des Wettbewerbes auf Schloss Elmau.

Wir haben einen Nachfolger für Paul Pelzer, der im letzten Jahr die „Made in GSA Competition“ für sich entschieden hatte: Der Gewinner 2021 heißt Tobias Lindner aus Stuttgart. Mit seinem Drink „Der Goldene Apfel“ überzeugte der Bartender aus dem Jigger & Spoon die Jury am meisten. „Es war ein knappes Rennen, aber Tobias hatte letztlich die Nase vorne. Der Drink ist hervorragend balanciert, die Performance war auf den Punkt und die Idee von GSA perfekt eingebunden“, begründete Jury-Mitglied Gerhard Tsai (Tür 7, Wien) die Wahl.

Der Gewinnerdrink besteht aus Humbel Quittenbrand, Gilka Kaiserkümmel,  Companion Aperitivo Amalfi, The Seventh Sense Falernum sowie Koegler Verjus. Mit diesem kraftvollen Shortdrink setzte der Bartender aber nicht nur das regionale Konzept des GSA-Wettbewerbs perfekt in einem Cocktail um, sondern brach in seiner Präsentation auch eine Lanze für Barkultur an sich. „Einerseits feiert der Goldene Apfel die Protagonisten der Barszene, auf der anderen Seite soll er in Erinnerung rufen, welche Relevanz die Bar als Ort für uns alle hat, ob vor oder hinter dem Tresen: Bar ist elementar“, so Tobias Lindner, der sogar Sticker mit dem eben jenem Motto angefertigt hatte.

Siegerdrink 2021: Der goldene Apfel
Der Siegerdrink „Der Goldene Apfel“ besteht aus 2 cl Humbel No.12 Quittenbrand 2018, 2 cl Gilka Kaiserkümmel, 2 cl Companion Aperitivo Amalfi Lemon, 1,5 cl The Seventh Sense Falernum und 2,5 cl Koegler Verjus

Auch bärenstarke Plätze Zwei und Drei

Während der Gesamtsieg an einen wettbewerbserfahrenen Bartender ging, landete mit Robin Lühert aus Göttingen ein „Rookie“ auf dem zweiten Platz: Es war die erste Teilnahme des Bartenders bei einem Wettbewerb überhaupt. Und sowohl der Auftritt wie auch das Abschneiden machen mit Sicherheit Lust auf mehr, denn der Göttinger aus dem Café Esprit überzeugte durch Lockerheit und Souveränität. In seinem Drink „D-A-CH“ übersetzte Lühert sehr präzise den Geschmack einer Schwarzwälder Kirschtorte ins Glas. Für dieses Vorhaben griff er zu Hardenberg Dreikorn, Burschik Dry Vernouth, Humbel Kirsch Hochstamm, Mozart Dark Chocalate sowie Schwarzwald Maraschino.

Der dritte Platz wiederum geht nach Berlin: Laura Driftmann gelang in ihrem „Kümmelgetümmel“ mit der Kombination aus Gilka Kaiserkümmel, Gin, Quittennektar sowie Verjus ebenfalls ein aromatischer Drink, mit dessen Geschichte die Barchefin des Orania in Berlin ihre alte ostwestfälische Heimat mit ihrer Wahlheimat Berlin verband.

Auch Sonderkategorien überzeugen

Auch in den beiden Sonderkategorien waren die Sieger bald gefunden. „Der Flaneur“ heißt die Kreation von Wladimir Reichert aus dem Baseler Werk 8, der als Basis ebenfalls zu Humbel Quittenbrand griff und diesen mit fassgelagertem Essig, Genepi und Schweizer Schaumwein kombinierte. Mit einer sicheren Performance und Wortgewandheit sicherte er sich die Kategorie „Brände & Geiste“.

Die Sonderkategorie „Limonade, Saft & Filler“, die mittlerweile zu einer festen Größe des Made in GSA-Wettbewerbs geworden ist, geht nach Wien: David „Dave“ Saremba aus der Josef Bar gefiel mit seinem „Leiwand is“, in dem der Wiener Wermut von Burschick mit den norddeutschen Partnern Nordcraft und Königin der Hanse Marzipanlikör sowie fritz Rhabarberschorle eine komplexe wie süffige Symbiose im Highball-Glas einging.

v.l.n.r.: MIXOLOGY-Chefredakteur Nils Wrage, Gerhard Tsai, Gesamtsieger Tobias Lindner, Marie Rausch und Thomas Huhn

Familiäre Stimmung auf Schloss Elmau

„Die Qualität der Drinks war ingesamt sehr hoch“, stellte Marie Rausch fest, die zum zweiten Mal als Jurorin fungierte. Letztlich wird bei einem Wettbewerb aber immer auch die Gesamtperformance bewertet, das persönliche Auftreten sowie die handwerkliche Technik zählen ebenso zu den Bewertungskriterien wie die Rezeptur des Cocktails an sich. Und hier hatten die Gewinner:innen allesamt ein komplettes Paket zu bieten.

Nichtsdestotrotz war es der erwartet „familiäre“ Wettbewerb auf Schloss Elmau. Aufgrund der Coronabestimmungen konnten nur die Finalist:innen selbst sowie ein kleines Team von MIXOLOGY vor Ort sein, was zu einem hohen Austausch innerhalb der Gruppe führte, die nicht zuletzt das Angebot des Luxusressorts in Anspruch nahm und nach dem Finale gemeinsam in den Pool am Dach des Hauses sprang. Für viele war die malerische Kulisse in den Bayerischen Alpen auch eine Belohnung nach einem beruflich harten Jahr, das Spuren hinterlassen hat. Weswegen wir nochmal mit den Worten des Siegers Tobias Lindner bei seiner Präsentation schließen wollen: Bar ist elementar!

Made in GSA Competition 2021:

  1. Platz: Tobias Lindner – „Der Goldene Apfel“
  2. Platz: Robin Lühert – „D-A-CH“
  3. Platz: Laura Driftmann – „Kümmelgetümmel“

Sonderkategorie „Brände & Geiste“ – Wladimir Reichert: „Der Flaneur“

Sonderkategorie „Limonade, Saft & Filler“ – Dave Saremba – „Leiwand is“

Robin Lühert aus Göttingen sicherte sich mit seinem „D-A-CH“ Platz Zwei
An dritter Stelle landete Laura Driftmann mit ihrem „Kümmelgetümmel“
Wladimir Reichert holte mit seinem „Der Flaneur“ den Preis der Sonderkategorie „Brände & Geiste“ nach Basel
Die Sonderkategorie „Limonade, Saft & Filler“ ging nach Wien: Dave Saremba und sein Highball „Leiwand is“
Credits

Foto: Lukas Müller

Kommentieren

Datenschutz
Wir, Meininger Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würden gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht uns aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl:
Datenschutz
Länderflagge Deutsch
Wir, Meininger Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würden gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht uns aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl: