Ein Mule geht immer. Aber welche Mule-Varianten tragen die Hauptlast?

Trends & Innovation 27.8.2013 2 comments

Nur wenige Cocktails haben in der jüngeren Vergangenheit einen solchen Hype erlebt wie der Mule. Allen voran der Moscow Mule. Die würzige Schärfe der Ingwerlimonade in Kombination mit Spirituose und anderen aromagebenden Komponenten ist der Erfrischungscocktail im Sommer, hat aber auch in den kälteren Monaten seine Liebhaber. Mittlerweile gibt es viele Varianten und Abwandlungen. Wir wollen versuchen uns einen Überblick zu verschaffen.

Die Geschichten um den Moscow Mule sind vielfältig. Die gängigste Variante erzählt die Verbindung von jähem Erfolg von Vodka und der bis dato nicht funktionierenden Limonade Ginger Beer. In den 1940er Jahren sollte die Verbindung beider Komponenten in einem Cocktail zu schnellem Ruhm verhelfen. Während Vodka einen seitdem ununterbrochenen Siegeszug hinlegt verschwand das Ginger Beer irgendwann aus dem Bewusstsein der Menschen und damit aus den Regalen. Die leichte Ingwerschärfe ist erst in den letzten Jahren wieder beliebt geworden und hat sich in Bars und den Köpfen der Menschen festsetzen können.

 

Hingucker als verkaufsförderndes Mittel

In vielen Bars wird der Mule im auffälligen Kupferbecher serviert. Russian Standard und Thomas Henry nutzen diesen zum Beispiel als Werbemittel, um ihren „Russian Mule“ zu promoten. Neben dem russischen Vodka und der Ingwerlimonade braucht es lediglich einen Schuss frischen Limettensaft und ein wenig Gurke, um den perfekten Drink zu kreieren.

Aber auch ohne den Kupferbecher funktioniert der Drink. Im Highballglas mit Gurkenstreifen und Limette ist er ebenso ein Selbstläufer wenn einmal verkauft.

Wie immer wenn etwas erfolgreich ist, gibt es Alternativen und Abwandlungen. Die bekannteste Version dürfte der Gin Gin Mule sein. Gin und Minze bohren das Aromenspektrum gekonnt auf. Die Besitzerin des New Yorker Pegu Club, Audrey Saunders, hat diesen Cocktail erfunden und dank Internet und sozialen Medien fand er schnell Verbreitung.

Eine weitere Alternative die unter vielen Namen zu finden ist, ist die einfache Variante mit Gin statt Vodka. Von MIXOLOGY ONLINE im letzten Jahr als Munich Mule präsentiert, ist er eine berechtigte Variante, kann in Sachen Beliebtheit der Vodkakomposition aber nicht das Wässerchen reichen.

 

Welche Alternativen habt ihr noch

Nun ist mit Moscow, Gin Gin, Munich oder Russian Mule das Feld noch nicht gänzlich erschlossen. Begibt man sich in den Weiten des Internets auf die Suche, findet man schnell einen Midtown Mule, der die Aromen von Kardamom mit einbindet.

Dass allein das Wörtchen Mule helfen könnte einen Drink zu pushen, sieht man am Beispiel des Marrakesh Mule. Die fruchtige Variante mit Rum und Ingwerlikör, aufgefüllt mit Minztee klingt durchaus schmackhaft, ist aber vom Grundgerüst des Moscow Mule sehr weit entfernt.

Aber da der Drink immer geht und Spaß macht, wollen wir es wissen. Bietet ihr Twists zum Moscow Mule an? Oder seid ihr an anderer Stelle über eine interessante Variante gestolpert? Schickt uns eure Rezepte oder Infos zu besonderen Varianten an marco@mixology.eu.

 

Bildquelle: aboutpixel.de / 0110 | Grau auf Blau (2) © Steve_ohne_S

2 comments

  1. Andreas

    Naja demnach müsste der Dark ’n Stormy ja auch ne „Mule Variante“ sein!?
    Und der geht sowieso IMMER!

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