"Die Bar die es nicht gibt" geht an den Start. Eine Speak Easy Cocktailbar tourt durch Deutschland.

Veranstaltungen 30.8.2011 3 comments

Die Bar die es nicht gibt“ öffnet ihre Pforten vom 4. bis 27. September in 16 deutschen Städten für die Barflys in Deutschland. An den unterschiedlichsten Orten, dort wo es niemand erwartet, soll ein Barerlebnis der Extraklasse entstehen. Moritz Niederstrasser wird bei seinem Roadtrip durch Deutschland von einem Kamerateam begleitet, um einen Film von Bartendern für Bartendern entstehen zu lassen.

Der Bartender Moritz Niederstrasser wird mit „Die Bar die es nicht gibt“ eine klassische Bar für eine Nacht in den unterschiedlichsten Farben und Formen an Orten entstehen lassen, an denen niemand diese erwarten würde. Zusammen mit einem renommierten Bartender der jeweiligen Stadt versucht er gehobene Cocktailkultur aus ihren örtlichen Zwängen zu befreien. Es sind bekannte Größen der deutschen Barlandschaft wie beispielsweise Arnd Henning Heissen und Mohammad Nazzal mit von der Partie.

Die Bar zieht dabei von Süd nach Nord, beginnen wird die Tour am 4. September 2011 in München. Sie macht dabei halt in 16 Städten, von den Metropolen bis hin zu deren kleinen Geschwistern. So hat das ganze Land die Gelegenheit „Die Bar die es nicht gibt“ kennenzulernen. Die Aktion steht unter dem Motto „Speak Easy 2011“, wobei Niederstrasser die Zeit und die Anmutung der Prohibition in das Jahr 2011 transportieren will.

Niederstrasser, offenbar ein kreativer Kopf, hatte die Idee „wie viele andere aus einer Laune heraus“. Auf die Frage, wie der Name zustande kam, hat er auch eine Anekdote parat: „Damals arbeitete ich in der JFK’s Bar & Lounge in Frankfurt. Ich erzählte meinem damaligen Praktikanten aus der Schweiz von einer meiner coolen Ideen und darauf meinte er: ja, der Moritz erzählt schon wieder von dieser Bar, die es nicht gibt.“

Anhand der Berliner Station der reisenden Bar soll nun ein bisschen genauer auf den Gedanken und die Umsetzung eingegangen werden. Pro Spot wird eine bekannte Größe aus der dortigen Stadt, in diesem Fall Arnd Henning Heissen von der Curtain Bar im Ritz Carlton Hotel Berlin, gemeinsam mit Niederstrasser hinter dem Tresen stehen.

Das Neue ist dabei, dass man nicht gemeinsam in der Bar des Hosts mixen wird, sondern an einem andern Ort, wo klassische Cocktails eher nicht zu Hause sind. In diesem Fall ist es die Soju Bar des Kimchi Princess in Kreuzberg, einem Club-Restaurant mit angeschlossenem schmalen Take-Away-Schlauch im koreanischen Stil.

Ein Austausch der Kulturen

Laut Heissen soll „ein Austausch der Kulturen“ mit diesem Event einhergehen: „Wir wollen dem dortigen Partyvolk die Cocktailkultur zeigen, aber auch Stammgästen aus meiner Bar, die sonst nie dort hingehen würden, diesen tollen Ort näher bringen.“ Wer wäre dafür besser geeignet als Herr Heissen, der vor seinem derzeitigen Arbeit im Ritz Carlton, in der Shochu Bar gearbeitet hat und daher den Umgang mit der japanischen Spirituose Shochu sehr gut kennt. „Für diesen Abend habe ich mir einen Signature Drink mit Shochu, Kirschblütenvodka, frischer Zitrone und grünem Apfel überlegt.“ Mit diesem Drink will er auf die Besonderheiten der Location eingehen.

Diese oder ganz anderen Varianten, aber mit der gleichen Herangehensweise, sind auch für die anderen Städte auf der Tour geplant. Es sollen auf jeden Fall Orte sein, die ein gewisses Geheimnis in sich tragen. Niederstrasser sieht die ganze Aktion in der Barszene verwurzelt und nutzt in erster Linie Sozial Media, um sie bekannt zu machen. Die Gäste der „Bar die es nicht gibt“ müssen sich auch selbst erkundigen, wo genau welches Event ist, was Elemente einer Schnitzeljagd für den Außenstehenden mit sich bringt, aber genau dies soll den den Reiz ausmachen.

Präsentiert wird die ganze Veranstaltungsreihe von der Vodkamarke Ketel One von Drinkgigant Diageo, die damit wahrscheinlich auf dem deutschen Markt an Bekanntheit gewinnen will, da bisher ihr Hauptmarkt in den USA liegt. Auf die Frage, ob es sich bei dieser Idee um eine kommerzielle Idee handle, sagt Niederstrasser: „So etwas finanziert sich nicht von alleine und deshalb hab ich mir Sponsoren mit an Bord geholt, die diese Idee gut finden. Aber für mich ist es ein Nullgeschäft.“

Alles wird auf Film festgehalten

Der Roadtrip, der Bar wird begleitet von den Kameras der famefarbrik aus Mannheim, die bisher eher durch Musikvideos von sich reden nachten. Im Jahr 2010 gewannen sie gemeinsam mit Sido den Echo für das beste Musikvideo. Laut Niederstrasser soll es sich dabei um eine Dokumentation von Bartendern für Bartender handeln. Diese soll dann auf Barmessen der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Man darf also gespannt sein.

Die Redaktion von MIXOLOGY ONLINE wünscht Moritz Niederstrasser jedenfalls sehr viel Erfolg auf seiner Reise durch Deutschland und bei der „Eröffnung seiner Bar“. Er sieht diesem Ereignis auch schon vergnüglich entgegen und hofft auf Nachahmer aus dem Ausland, die auf diesen Zug aufspringen. „Ich freu mich schon mit dem Sprinter durch Deutschland zu touren und meine Kollegen zu treffen.“ Wir sind gespannt auf die Umsetzung und sind neugierig darauf „Die Bar die es nicht gibt“ erst einmal selbst kennenzulernen und hoffen, dass es sich nicht nur um vordergründiges Marketing handelt.

 

Weitere Informationen: facebook.com

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