Mixology: Magazin fur Barkultur

Cocktail-Wettbewerbe für Profis und Nicht-Profis?

Bars & Menschen 20.2.2008 22 comments

Der Mixology-Abonnent und Cocktailblogger Christian Niefanger von den Cocktailwelten beschwert sich heute in einem Beitrag, dass Wettbewerbe wie Amarula African Cocktails 2008 nicht für Hobby-Bartender geöffnet würden.

In den Kommentaren zu seinem Beitrag habe ich mich für Mixology als Mit-Ausrichter des angesprochenen Wettbewerbs dazu geäußert.

 

Link:

http://cocktailwelt.blogspot.com

 

Text: Helmut Adam

22 comments

  1. Partyboy

    @ Fraa Rauscher; Ja ich bins^^ (wir haben uns sogar schon einmal kurz getroffen im Paolos 🙂 )

    Ich danke euch nochmals ALLEN für die Kommentare und die Diskussion (die ich zwar erwartet habe) aber nicht in solchem Umfang! Es war nur ein allgemeiner Gedanke von mir. Wut oder Ärger kam wegen der Nichtteilnahme nie auf 🙂

    Und: Unverhoft kommt oft! Sagen wir es so: Mein Chef hat mir ein Angebot gemacht das ich nicht abschlagen kann und vielleicht klappts dann auch mit der Bar 😀

    Grüße von den Cocktailwelten , Christian

  2. Philipp

    Dann lasse ich jedem seine Meinung. Denn die Form per email zu disskutieren widerstrebt mir noch mehr als diese Kommentare. Schließlich lesen dann lediglich 2 Personen. An einer solchen Diskussion sollte jeder teilhaben dürfen.

  3. Helmut

    @ Christian:

    Das ist jetzt wirklich mein letzter Kommentar in der Angelegenheit:

    Nein, es geht eben nicht nur um die Qualität der Drinks.

    Ich habe in meinem Kommentar die Wettbewerbszielsetzung dargelegt und Jörg in seinem die Interessen des Unternehmens, das den Wettbewerb finanziert.
    Wenn ihr dem nicht folgen könnt, kann ich daraus nur folgern, daß es schlicht auf mangelnder Branchenkenntnis eurerseits beruht. Diese mache ich euch zwar nicht zum Vorwurf, werde aber auch nicht weiter auf das Anliegen, wie es von euch vorgetragen wird, eingehen.

  4. Mike Triobar

    @Verleger-Helmut
    vielleicht habe ich ja nicht das richtige Benehmen?
    Das mag sein, jedoch arbeite ich an mir,
    vielleicht mag die Gruppe der Leser der 3.Kategorie
    jedoch schon eine sehr grosse sein.
    Man sollte auf Veraenderungen immer gefasst sein –
    etwas was so manches Barmagazin (jedoch ihr nicht) vergessen hat.

    merke:
    don’t bite the hand that feeds.
    {~je mehr Abos desto besser 😉 }

    Ciao Mike aus der Triobar

  5. Helmut

    @ Triomike:

    Zuerst einmal: uns bei Mixology ist jeder Leser und Abonnent wichtig, egal was sein beruflicher Hintergrund ist.

    Die Leser der dritten Kategorie sind überdies eine spannende Gruppe und wir bekommen von ihr ein tolles Feedback. Ob es ein Mechaniker ist wie Christian (hab ich doch richtig gelesen?), der an einem Wettbewerb teilnehmen will oder der Wirtschaftsjournalist, der unsere Rechtschreibfehler und Bartender-Stilistik kritisiert.

    Wir versuchen auf jedes Anliegen zu reagieren und zu zu hören. Ich bestehe aber auf einer bestimmten Form des Umgangs, gerade wenn die Kritik öffentlich im Netz geäußert wird.

    Die dritte Gruppe wächst, aber sie macht nach wie vor nur einen Bruchteil unserer Leser aus. Ich denke aber, daß wir ihr gerade mit unserer neuen Internetseite eine gute Schnittstelle und Plattform bieten, weil sie sehr belesen und internetaffin ist

    Nenn mir außerdem einen Verleger, der wie wir sofort schriftlich auf die Kritik seiner Leser in dieser Form reagiert.

    Danke auch für deine Belehrung, daß jede Firma ein tragfähiges Geschäftsmodell (Abos etc.) benötigt. Diese Lektion muss in der Tat jedes Unternehmen lernen.

    Deine Triobar hat ja auch eine gewisse Metamorphose hinter sich, richtig? Man hat sich, wenn ich das richtig sehen kann, von der anfangs lautstark postulierten Industrieferne mittlerweile verabschiedet. Lange Zeit war sie ja ohnehin eher virtueller Natur (natürlich mit ungebrochen starker Online-Präsenz ;).

    Also, freuen wir uns über die Macht der Veränderung. Prosit!

  6. Arnoldo

    Wieso darf ich ein von mir gemaltes Bild nicht im Frankfurter Modernen Kunst Museum oder in der Schirn? Dafür gibt es Richtlinien, dass man vorher um ausstellen zu dürfen, eine Abschlussprüfung auf eine Fachhochschule besitzt.
    Heißt dies nun, dass eine Amateur Maler ein schlechter Maler ist? Nein allerdings ist es nun einmal so, dass es besser ist eine Ausbildung oder eine gewisse Berufserfahrung nachweisen zu können, da man sonst sehr nach Gefühl geht, und mit der Erfahrung auch das nötige Wissen und Verständnis mit dem Umgang der Spiritouosen oder Farben.
    Dass man nicht auf einem Architekturwettbewerb als Laie mit macht wird eigentlich auch aktzeptiert oder?
    Es ist auch sehr schade, dass hier wieder einmal er Barmann nur auf seine Drinks reduziert wird.
    Für einen Barmann ist es eine schöne Beigabe zu seinem Beruf und eine Art und Weise von Entertainment für seine Gäste. Wenn man zum Beispiel Wochen oder Monate vorher seine Eigenkreation zum Probieren vorstellt und diese von diesen Moment an mitfiebern. Wenn man am Ende gewinnt freuen auch die Gäste sich mit Dir. Durch das präsentieren des Drinkes fragt natürlich ein Gast was Amarula ist. In diesen Moment spätestens muss sich der Barmann mit der Spiritouose auseinander setzen um sich nicht zu blamieren. Auf dieser Art und Weise ist es auch eine Art und Weise von Weiterbildung. Der Gast, sollte ihm oder ihr der Drink schmecken, wird auf das Produkt Amarula auferksam. Ein Hobbybarkeeper kann dies leider nicht. Ein Diskobarkeeper dem sein Beruf egal ließt Mixology nicht und wird auch nicht an einem solchen Wettbewerb teilnehmen, da man normalerweise von allen Medien und Wettbewerben in unserer Branchen über Mund zu Mund Propaganda erfährt. Sollte ein Barmann oder Barmaid aus der Eckkneipe wo nur Bier gezapft wird, an einem solchen Wettbewerb interessiert sein ist es warscheinlich, dass er oder sie eine gewisse Leidenschaft für dieses Thema hegt und irgendwann in einer Bar landen wird. Daher langfristig gesehen auch ernst zu nehmen.
    Alles in allem ist es in unserem Beruf wichtig, dass der Gast zufrieden ist. Dass man diesen fachgerecht beraten und aucb aus einem Stoffel einen Genießer zu machen, auch wenn es nur ein Abend ist. Die Wettbewerbe sind ein Beibrot und Marketing für uns und ein Art und Weise unsere Kreativität Deutschlandweit zu präsentieren oder andere Kollegen zu inspirieren. Wenn ein bekannt Barkeeper dessen Bar dafür bekannt ist für guten Service und gute Drinks freue ich mich wenn dieser gewinnt. Wenn allerdings jemand Branchenfremd einen Wettbewerb gewinnt oder auf den vorderen Plätzen landet und mir dann erzählen möchte wie ich meinen Job zu tun hab oder bewertet könnte ich durchdrehen (damit spreche ich niemanden hier persönlich an. Diese Situation hatte es allerdings schon gegeben).
    Durch so etwas wird auch unserer Beruf in der Masse schlecht gemacht bzw. runtergemacht.

    Daher ist es so wie es ist und sehr warscheinlich auch gut durchdacht!

    …..und sollte auch so bleiben!

    Liebe Grüße,

    Arnd

  7. Philipp

    Ich denke, hier ist einiges durcheinander gewürfelt wurden.
    Zum einen haben wir so einen reinen Cocktailwettbewerb wie den von Amarula. Da zählt (bei der Bewertung) letztendlich wirklich nur der Drink.
    Zum anderen gibt es Wettbewerbe, bei denen vor einer Jury gemixt wird und dies auch in die Bewertung mit einfließt.
    Zweiteres sollte wirklich nur den Berufs-Bartender vorbehalten sein.
    Auch ist in der gesamten Diskussion der Verdacht aufgekommen, es gehe hier nur um den Amarula-Wettbewerb. Dieser hat vermutlich lediglich den Anstoß gegeben, sollte aber nicht Grundlage der ganzen Kommentare sein.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand der als Laie einen Wettbewerb gewinnt, hinterher glaubt er könnte allen sagen wo es lang geht.
    Wie Arnd es so schön gesagt hat: Das Bartender-Dasein ist viel mehr als nur die Drinks. Und das wird niemand besser können als die Profis, die tagtäglich damit zu tun haben.

  8. Fraa Rauscher

    Also jetzt, nachdem Ich alles gelesen habe, muß Ich auch mal mein Senf dazugeben.
    @Partyboy 1.Wenn Ich richtig verstanden habe, bist du verantwortlich für cocktailwelten.blogspot. Kompliment!
    2.Wenn du unseren Berufsstand so toll findest, hättest du auf deine Mutter hören sollen und was gescheitest lernen sollen.
    3.Ich bin eigentlich gelernter Speditionskaufmann und bin wärend meiner Ausbildung quer in Gastronomie gelangt, und bin jetzt seit 15 Jahren tätig und mußte auch durch jede Schule.
    4.Ich habe letztes Jahr bei einigen Wettbewerben mitgemacht und nicht einen gewonnen, glaube aber das Ich trotzdem recht bekannt geworden bin, letztendlich dadurch das Ich meine BERUFUNG auch ohne Siege ganz gut verkauft habe.
    5.Ich bin übrigens auch ein total begeisterter Autonarr, und finde es auch verdammt schade das Ich nur weil Ich keine Rennfahrerausbildung habe, nicht bei der DTM mitfahren darf.

    Also verstehe mich nicht falsch, aber wenn dir soviel daran liegt, kündige dein Job und gehe in die Gastro. Ich freu mich darauf gegen DICH beim nächsten Wettbewerb zu verlieren….

    Jamas Fraa Rauscher

  9. Togaras

    Ich kann die Wut vom Christian verstehen, als ich seinen Text zu erst lass, fühlte ich mich ganz seiner Meinung. Und ich kann auch die Kommentare der anderen verstehen und irgendwie denke ich, dass die Anforderung „nur professionelle Bartender“ in Ordnung geht. Doch wo fängt der professionelle Bartender an und wo hört der Hobbymixer auf? Ich sehe es so: In jedem Beruf gibts Quereinsteiger, in manchen ist es leichter, in anderen schwieriger und in manchen fast unmöglich. Ich glaube beim Bartending, ist es aber doch noch am einfachsten, wenn man zumindest das Zeug dafür hat und den Willen es durchzuziehen.

    Was die Teilnahme bei solchen Wettbewerben angeht. Korrigiert mich, aber ich glaube niemand wird ausführlich den beruflichen Lebenslauf eines Teilnehmers durchgehen und auf Tauglichkeit prüfen. Man muss doch nicht unbedingt 5 Jahre Berufserfahrung in einer international bekannten Bar mitbringen müssen, richtig? Also was spricht gegen eine Nebenberufliche Anstellung als freier Mitarbeiter in einer kleinen, aber angenehmen lokalen Bar in der Heimatstadt. Niemand brauch den Job und die Sicherheit aufgeben, der einem den Lebensunterhalt bringt. Aber doch hat man den Namen einer Bar im Lebenslauf und kann am Wettbewerb teilnehmen. Solang man nicht unter die ersten 10 kommt, wird sich vermutlich für einen selbst nicht viel ändern, aber wenn man doch in den erlauchten Kreis der Gewinner kommt, könnte es durchaus das Sprungbrett werden, dass man doch die Berufung wechselt.

    Mit anderen Worten: Ich denke das es Hobbymixer gibt, die durch aus diese Chance verdient haben, sich aber dafür ordentlich ins Zeug legen müssten und natürlich den Mut aufbringen müssten, diese Hürde von alleine zu überwältigen. Jammern, darüber, dass man nicht teilnehmen kann, bringt nix. Wer teilnehmen will und sich beweisen will, der wird einen Weg finden! Und jemand, der wie Christian, so ein gutes Weblog betreibt, wie die Cocktailwelten, dem trau ich durchaus zu, sich da durchzubeißen. 😉

  10. Cem

    Am einfachsten und ehrlichsten ist es doch wie beim Tanzen oder Boxen, nach „Profi“ und „Amateur“ zu unterscheiden. Interessant für Profis wird es sein, talentierte gute Amateure zu sehen und kennenzulernen. Möglicherweise diese dann ins Profilager zu holen. Amateure wiederum spielen in dre gleichen Liga unter ihresgleichen und haben einen besseren Ansporn sich dem Wettbewerb zu stellen.

  11. Fraa Rauscher

    Dann haben wir uns jetzt ALLE wieder lieb?:-)

  12. Mike Triobar

    natuerlich haben wir uns wieder lieb….
    Jamas Fraa

  13. Helmut

    Auch von meiner Seite einen Dank an alle Kommentierenden. Ich denke das Bild ist jetzt dadurch viel klarer geworden. 

    Michael hat auch im C&D-Forum in einem guten Beitrag zur Mäßigung in der Debatte aufgerufen:

    http://www.cocktailforum.de

    Eine ausführliche Erklärung von Robin auf dem Blog Cocktailwelten empfehle ich ebenfalls zur Lektüre:

    http://cocktailwelt.blogspot.com

    Christian hat mich außerdem per Mail kontaktiert und noch einen Beitrag geschrieben, um seine Motive klarzustellen.  

    Dass ich sofort auf Christians Beitrag reagiert habe, zeigt, dass wir bei Mixology an seiner Meinung interessiert sind. Für mich war die ganze Debatte sehr aufschlußreich und ich werde mir auch noch zusätzliche Meinungen einholen hierzu.

     

     

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