DBU-Cocktailmeisterschaft 2012 in Leipzig. Wir waren dabei!

Wettbewerbe 25.7.2012 40 comments

Im 28. Jahr wurde am vergangenen Montag die Meisterschaft der Deutschen Barkeeper Union ausgetragen. Erstmalig saß mit unserem Autor Steffen Hubert ein MIXOLOGY-Mitglied in der Tasting Jury des Wettbewerbs. Seine Replik soll natürlich niemandem vorenthalten werden.

Letztes Jahr berichteten wir schon ausführlich über die interne Meisterschaft der DBU (Deutsche Barkeeper Union). Wir waren nicht vor Ort in Frankfurt, jedoch kamen der MIXOLOGY-Redaktion einige positive Entwicklungen zu Ohren, die wir gerne weiter gaben. Erfreulicherweise wurde an den fortschrittlichen Momenten 2012 festgehalten. Wieder wurde eine Event-Location für die Austragung der Competition gewählt und der Verband ließ seine Teilnehmer größenteils von externen Cocktail- und Spirituosenkennern bewerten. Unter Anderen wurde auch ich in die Tasting-Jury berufen. Ein Rückblick auf zwei turbulente Tage.

Tell me the way, to the next …

Da ich ungern halbe Sachen mache, reiste ich schon am Vorabend an, um ein rundes Bild zu erhalten. Der Begrüßungsabend im Leipziger Auerbachs Keller war ausgebucht. Die dortige Küche legte, inklusive des flinken und aufmerksamen Service, eine glanzvolle Leistung hin an diesem Abend. Dies entschädigte Nicht-DBU-Mitglieder wie mich, für die ziemlich zähe Veranstaltung voller Reden, internen Witzchen sowie der Verleihung diverser Nadeln und sonstigen Dekorationen. Einige zeigten sich im persönlichen Gespräch offenkundig erfreut über die Teilnahme meiner Person als Vertreter des MIXOLOGY MAGAZINS an der Veranstaltung. Schön. Andere waren weniger erfreut. Auch in Ordnung.

Nach Beendigung des offiziellen Teils, ging es in einer kleinen Gruppe durch die Stadt. Erste Anlaufstelle, das Leipziger Steigenberger Hotel. Eine freundlich geführte und ordentlich ausgestattete Bar empfängt ihre Gäste direkt im Foyer. Dem kurzen, angenehmen Aufenthalt dort, folgte ein Besuch in der so genannten Whisk(e)ybar in der Strohsack-Passage der sächsischen Hauptstadt ( Anm. d. Red. 25.7.2012 19:45. An dieser Stelle wird sich manch Leipziger gefreut haben. Trotzdem musste dieser Fehler noch nachträglich korrigiert werden) . Primär in der Begleitung jüngerer DBU-Mitglieder. Nur einer der älteren Kollegen folgte dem agilen, durstigen Tross.

Whisk(e)ybar? Super! Für mich also einen Glenlivet Nadurra. Kenn ich, mag ich, schätze ich sehr. Manchmal kann man Überraschungen nicht gebrauchen. Für unbedarfte Trinker mit seinen 54,2 % vielleicht etwas zu streng, aber ich habe ja auch bekanntlich einen starken Gaumen. Leider locken Whisk(e)y-Runden oftmals die selbsternannten Kenner hervor. Und schon donnerte es aus uniformierter Brust von der Seite: „Jeder muss Wasser in seinen Whisk(e)y machen, nur Wasser öffnet Whisk(e)y“. „Alles klar, für mich aber kein Wasser bitte“, entgegnete ich. „Doch“ schallt es vom Senioren der Runde, „Auch Du machst Wasser rein“. Weiter: „Hast Du schon mal ein Whiskytasting mitgemacht? Du hast keine Ahnung! Mach jetzt Wasser rein, das öffnet!“

Gastroqualitäten

Ich weigerte mich weiter. Er stand auf, bewaffnet mit einer wassergefüllten Pipette und kam auf mich zu. Ich legte meine Hand über mein Glas und wiederholte mein absolutes Desinteresse an mehr Wasser in meinem Lebenswässerchen: „Ich mag diesen Whisky so wie er ist.“ „Ich lade Dich ein, falls es nicht passt“, gab der Andere auf dem Weg noch großspurig zum Besten. Ich wurde langsam verlegen, ob der mir suspekten Situation und schaute mich hilfesuchend um. Er nutzte die Chance, zog meine Hand weg und ballerte mir geschätzte 2 cl Wasser auf meine 4 cl Nadurra. Na danke.

Selbstzufrieden setzte er sich zurück an seinen Platz, erklärte dem Whisk(e)y-Wirt ein paar Mal lautstark wie wenig Ahnung ich doch habe und orderte die Rechnung. Auf dieser sollte mein Whisky explizit nicht stehen, ich wisse dies doch alles gar nicht zu schätzen. Faszinierend, wie man selbst nach Jahrzehnten im Gastgewerbe völlig unfähig in einem gastronomischen Umfeld sein kann. Der restliche Abend führte über das Bricks, welches ich nun wirklich nicht näher beleuchten möchte, zu ein paar Bier und abgerundeten Gesprächen vor dem Hotel.

40 comments

  1. SKOERPER

    what a bericht!

    steffen, ich würde gerne nextes jahr den job haben…

  2. Max Mustermann

    Absolut nachvollziehbar!

    Nachdem ich die NRW-Meisterschaft in Köln zur Barzone besichtigt habe, bestätigte sich meine Abneigung gegenüber dieses Vereins…
    Als Beispiel – „Der damilig ernannte Cocktail-Meister aus Düsseldorf“ hat offentsichtlich in jeder Hinsicht versagt!
    Sei es in Performance, Technik, Präsentation oder Geschmack.
    Das Kuriose daran ist, dass zum Verwundern des gesamten Publikums, der Schützling des 1. Vorsitzenden NRW unverdient den ersten Platz nach Hause getragen hat…

    Aber nun ja – die DBU halt!

    Schöne Grüße

  3. Mathias

    Leipzig ist nur nicht die Hauptstadt von Sachsen. Kannst ja bei nem guten Tropfen mal nachschlagen für den nächsten Bericht… 😉

  4. Steffen Hubert

    Just in diesem Augenblick geändert. Trotzdem danke für den Hinweis. 🙂

  5. Steffen Hubert

    Lieber Max Mustermann,
    unter Deinem anonymen Deckmantel ballerst Du hier ganz schön mit Klischees und Phrasen um Dich. Aber gut.

    Und jetzt ist es auch etwas an mir, Dir Kontra zu geben.

    Denn ich war, wie es der Zufall will, auch in der Tasting-Jury in NRW an der Barzone dabei. Mit großartigen anderen Spirituosen- und Cocktailkennern. Die meisten davon: Nicht-DBU.

    Was vorne lief, habe ich natürlich keine Ahnung. Qualitativ waren die ersten beiden Plätze in den Augen der Tasting-Jury dort aber sehr nahe zusammen und ein gutes Stück vor den Folgenden. Da waren sich, soweit ich mich erinnern kann, alle einig. Für mich war die Entscheidung also absolut nachvollziehbar und korrekt.

    Darüber hinaus: Ich zumindest weiß nicht mal wer der 1. Vorsitzende der DBU in NRW ist. Auch könnte ich keinen Schützling zuordnen. Ich denke, so ist es auch für einige andere, die dort in der Tasting-Jury saßen. Du könntest natürlich jetzt Manipulation in der Auszählung vorwerfen. Ich denke mal, dass die DBU aber auch an dieser Stelle Sicherheiten eingebaut hat, dass sowas nicht vorkommt.

    Und um dem nächstmöglichen Vorwurf gleich aus dem Weg zu gehen und auch noch etwas mehr Licht ins Hinterzimmer der Tasting-Jury zu bringen: Ja, ich wusste in Leipzig wer der Gewinner in NRW wurde und kannte auch seinen Drink. Das habe ich aber schon vor Beginn der Veranstaltung an die Jury-Leitung gemeldet. Dementsprechend wurde dieser Drink in Leipzig nicht einmal von mir benotet.

    So viel von mir zur Causa NRW.
    Liebe Grüße,
    Steffen

  6. Marcus S. Siebert

    Max Mustermann, „tolles“ Pseudonym“. . .

    Schon alleine, dass man sich nicht traut seinen Namen preis zu geben verwundert doch sehr.

    Solche haltlosen Anschuldigungen sind schon heftig und finde ich persönlich deplatziert!

    Beste Grüße
    Marcus S. Siebert

  7. horizont

    @ Max Mustermannn

    hallo, ich war selber auch schon im Orga-Team von DBU Meistersschaften und kann mir nicht vorstellen, daß dort manipuliert wird.

    @Marcus Siebert

    welcher Marcus Siebert bist Du? Der Schauspieler, der Naturfotograf, der Geschäftsführer der …GmbH oder einer der anderen? Bitte beim nächsten Posting Foto, Adresse und Telefonnummer mit angeben. Und nicht hinter einem Allerweltsnamen verstecken.

    @Steffen
    könnt Ihr bitte dieses Bashing von Nickname-Benutzern nicht unterlassen. Man hat schon keine Lust mehr hier zu posten. Oder schreibt, das ihr das generell nicht mehr akzeptiert. Dann weiß ich zumindest, daß ich hier nichts zu suchen habe.

    Es ist doch vollkommen unwichtig was ich hier für einen Nickname benutze. Ob Horizont, Johnnie Amaretto, Godfather oder Markus Siebert. Bei Markus Siebert kann man annehmen das es der richtige Name ist. Aber gewiß ist das doch auch nicht.

    Bitte setzen wir uns doch mit Inhalten auseinander und nicht mit etwas, was im Internet weltweit akzeptiert ist und seine berechtigten Gründe hat.

    Ich weiß das war jetzt offtopic und bitte Marcus nehm mir das nicht übel, aber denk bitte darüber nach.

    Mit freundlichen Grüßen
    Horizont

  8. Steffen Hubert

    Liebe/r Horizont,
    erstens: Ich gehe im Folgenden davon aus, dass Du ein „nicht“ zuviel in Deinem ersten Satz an mich hast 😉

    Daher: Habe ich mich jemals über Deine Nutzung eines Pseudonyms beschwert? Und wir haben uns nun wahrlich schon öfters hier geschrieben.

    Ich persönlich habe bei Dir kein Problem mit Nicks und auch nicht bei Anderen.

    Bei Mustermann störte mich eher das Phrasendreschen und die Haltlosigkeit der doch massiven Manipulations-Anschuldiung. Kein Inhalt. Kein Name. Sehr magerer Kommentar. Irgendwo musste ich trotzdem ansetzen. Immerhin wurde auch mir – wenn auch unbewusst – mit diesem Post ein harter Vorwurf vor die Füße geknallt (:

    Dass ich dann meine Antwort darauf mit einer „Anonymitäts-Floskel“ eingeleitet habe, war vielleicht nicht der beste Weg ins Spiel, aber inhaltlich geh ich dann doch ausführlich auf die aus der Hüfte geschossenen Vorwürfe ein. Trotz der Anonymität. Das werde ich auch weiterhin, da es mir, wie Dir, um die Inhalte geht.

    Sei mir also weiter herzlich in jeder Debatte willkommen. Du und jeder Nickname-User, der Meinungen mit Argumenten vertreten kann und möchte.

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
    Steffen

  9. horizont

    Lieber Steffen,

    gerade weil ich es von dir nicht kenne, habe ich auch darauf reagiert. Ich kritisiere auch nur den ersten Satz. Wie Du vielleicht bemerkt hast, finden sich nach der Kritik an Nicknames durch wichtige Leute oder „Autoritäten“ (weiß jetzt grad nicht wie ich es nennen soll) immer User die darauf einsteigen. Das nervt (mich).

    Bitte gestattet uns auch einen „Nom de plume“. Denn niemand würde z. B. Stephen King diesbezüglich kritisieren , weil er nicht mit Richard Bachman kommentiert.

    Sinnvoller halte ich es Max Mustermann detailliert nach seinen Erfahrungen zu fragen, die zu diesem Kommentar geführt haben. Das „kostet auch nicht mehr Worte und fördert vielleicht eine interessante Diskussion und Erkenntnisse.

    Für meine sprachliches Unvermögen möchte ich mich herzlich entschuldigen und verspreche keine Litotes mehr in meinen ersten Sätzen zu benutzen. Ich wünsche Dir auch ein schönes Wochenende und freue mich auf die nächsten Artikel.

    Grüße Horizont

  10. horizont

    Für mich ist die einzig sinnvolle Diskussion die unter Klar Namen , bzw. „Künstlernamen“ bei denen jeder weiss, wer dahinter steht. (Ähnlich wie bei Stephen King) Für die Bartenderwelt: King Cocktail etc.

    Ich finde es sehr bedauerlich, das Mixology die Registrartion für Kommentare abgeschafft hat. So kann sich hier jeder anmelden wie er will. Weiss ich, ob der Horizont immer der gleiche ist?

    Grundsätzlich bringen mir anonymen Diskussionen rein gar nichts. Augenhöhe, das ist was zählt. Das Netz ist nur Mittel zum Zweck. Am besten spricht man an einer Bar. Wenn schon im Netz, dann nur auf Augenhöhe. Anonymes Gehabe scheint mit etwas anachronistisch. Daher kommentiere ich hier nur noch sehr selten. Schade. Welch Verlust an Diskussionskultur!

    Gruß

    Jörg Meyer

  11. Helmut Adam

    @Jörg

    Im Vergleich zu früher hat sich hier eigentlich nichts geändert. Auch auf der alten Plattform hinterlegten viele Nutzer nur einen Nickname und eine entsprechend nichtssagende E-Mail-Adresse.

    Der Verlust an Diskussionskultur ist demnach nicht auf die Software oder den geänderten Login-Modus zurückzuführen, sondern auf ein geändertes Nutzerverhalten. Das sieht man nicht nur hier, sondern auch auf vielen Blogs.

    Grüße, HA

  12. Heinfried Tacke

    Lieber Steffen,

    Zur Richtigstellung bzgl. deines Willkommen oder Nicht Willkommen fühlens: Als ich dich am Ausgang nach dem Essen offen mit vollem Namen ansprach, hast du mich ermahnt, ich solle das nicht tun. Es solle gar nicht jeder wissen, dass du da wärest. Was denn nun? Undercover Agent oder offizieller Gast? Jedenfalls habe ich dich nicht offensiv Gäste begrüßen oder gar auf Sie zugehen sehen.

    Und dann die ausgewalzte Geschichte mit dem Cask Strength Whisky: Meine Güte: Ganze drei Absätze und dann natürlich die Schlussfolgerung pars pro toto, vom einzelnen auf das Ganze geschlossen. Sprich: Die selbsternannten Whiskykenner und uniformtragenden Alten. Ich hätte die Pipette im speziellen Fall des Nadurra auch abgelehnt. Aber ich hätte es fachkundig getan und dann wäre der Fall erledigt gewesen. Zumindestens ist unter erfahrenen Whiskytrinkern die Pipette durchaus gang und gäbe. So viel Ehre sollte man dem Ansinnen deines Widerparts schon auch zugestehen. Alles andere war doch sowieso Schall und Rausch zu fortgeschrittener Stunde.

    Na, ja: Urteilskraft, ick hör dir trappsen.

  13. Marcus S. Siebert

    @ Max Mustermann: wenn man mich schreibt, wie ich es angegeben habe, dann findet man mich sehr schnell. Aber lieber „Max“, ganz ehrlich, auf diese Art und Weise fehlt mir jegliche Motivation der Diskussion! Anonym, sorry, no way. . . Gruß Marcus

  14. Marcus S. Siebert

    @ Jörg: Ja, das ist mein richtiger Name . . .

    Gruß Marcus

  15. Steffen Hubert

    Lieber Heinfried,
    bitte? Natürlich war ich offiziell in Leipzig. Und zwar auf Einladung der DBU in der Person von Ulf Neuhaus, der MIXOLOGY bat, jemand in die Tasting-Jury zu entsenden. Dem Wunsch kam ich für Ulf Neuhaus gerne nach. Ich wusste aber nicht, dass ich dafür meinen Humor zu Hause lassen muss oder dies Dir vorher hätte melden müssen. Habe ich das Kleingedruckte übersehen?

    Und in dem Saal saßen keine Ahnung wie viele Leute. Deiner Meinung nach hätte ich jedem dem Hof machen sollen? Im besten Falle sogar unter Deiner Beobachtung? Ich habe an dem Abend sehr viele nette Leute kennen gelernt. Und andere, die eben nicht so erfreut waren, mich dort zu sehen. Wo ist das Problem? Ich habe den Eindruck, Du fühlst Dir auf den Schlips getreten. Warum auch immer. Es ist wahrscheinlich besser, wenn ich das nächste Mal zuvorderst zu Dir komme, um mich an- und abzumelden.

    Und wie großzügig, dass Du meine Wahl absegnest, für einen Nadurra kein Wasser zu nehmen. Da bin ich aber erleichtert. Und dann auch noch der Vorwurf der Induktion. Die Induktion kam aber leider von Dir. Zumindest steht davon nichts in meinen Text und ich hatte auch nicht vor, von dieser speziellen Situation auf den ganzen Verband zu schließen.

    Ich habe vielmehr meine prägenden Erlebnisse aus zwei Tagen Leipzig hier festgehalten. Nicht mehr, nicht weniger. Dafür habe ich sehr viel positive Rückmeldungen aus der DBU bekommen, worüber ich mich sehr freue. Einige interessante Gespräche wurden ebenfalls angestoßen. Noch besser!

    Daher mal ernsthaft: Was erwartest Du auf Deinen Post? Soll ich mich jetzt vor Dir rechtfertigen, warum ich schreibe?

    Gerne debattier ich Einzelheiten in aller Öffentlichkeit hier weiter. So lange es auf vernünftiger Basis geschieht. Auch mit Dir. Aber bitte nicht noch mal auf dem Niveau, welches Du in Deinem letzten Post hier zu Tage gefördert hast.

    Liebe Grüße,
    Steffen

  16. Joerg Meyer

    @Marcus

    ich weiss nicht ob du mich hier
    missverstanden hast – das hatte ich auch so verstanden. Meine Kririk gilt bzw betrifft fragwürdigen Kommentatoren a la Mustermann – die ein Admin haette erst gar nicht freischalten sollen – oder anoymen Kommentatoren a la horizont.

    Gruß

    Joerg

  17. Heinfried Tacke

    Steffen,

    ich habe eine Idee von guten Journalismus. Dazu gehört auch Gonzo – eine Hochform individualisierter Reportagen. Du bedienst dich zwar nicht der frechen Sprache, die oft damit einhergeht, aber doch des Stilmittels, kleine Beobachtungen am Rande aus subjektiver Perspektive in den Text einfließen zu lassen. Sie sollen, so das Ziel, ihm einen einerseits lesenswerten, anderseits gewichtigen Gehalt geben.

    Ich konnte mich an besagten beiden Punkten nicht des Eindruckes erwehren, dass sie nicht valide sind. Dass sie wenig austragen. Dass sie eher auf der Violine von bereits gefällten Vorverurteilungen herumgeigten und – das hat mich empört – dass sie deinen eigenen Anteil an der missglückten Kommunikation ausblenden.

    Ich bleibe dabei: Gute Urteilskraft und damit guter Journalismaus braucht sich dieser Mittel nicht zu bedienen.

    Aber bitte: Belehre mich eines Besseren. Vielleicht übersehe ich da etwas. Was war daran wichtig? Was zeigt es an generellen, bedenkenswerten Punkten? Du fühltest dich zum Teil nicht wohlgelitten als Vertreter vom Magazin Mixology – richtig? Und du warst in einer Whiskybar, wo du von einem einzelnen DBU Mitglied, so schließe ich aus dem Bericht, genau benennen tust es ja nicht, quasi genötigt wurdest, Wasser in einen fassstarken Whisky zu tun, wolltest aber nicht, und fühltest dich als unwissender Depp dargestellt, dass du dich dem verweigert hast. Das sind wirklich große Nachrichten, nicht wahr!?

    Mit dem Rest deiner Reportage konnte ich etwas anfangen. Die Drinks in diesem Jahr reichten auch für meinen Geschmack, so ich sie probieren konnte als nicht Jurymitglied, nicht an das Niveau von Leipzig heran. Für meinen Geschmack hätte man auf die beiden anderen Punkte verzichten können.

    Wer wohlgelitten sein will, muss auch selber Brücken bauen.

    Wer vermeintlich fachlich dumm übertölpelt wird, sollte Fachmanns genug sein, für sein Tun Respekt zu erheischen.

    Eigentlich ganz simpel.

    Nächtlicher Gruß!

    Der Heinfried

  18. Steffen Hubert

    Heinfried.
    Auf die Gefahr, dass ich mich wiederhole. Noch mal teilweise von vorne…

    „Ich konnte mich an besagten beiden Punkten nicht des Eindruckes erwehren, dass sie nicht valide sind.“

    Zum ersten Abend dachte ich schon deutlich gemacht zu haben, dass ich nun wohl kaum aufzählen werde, wen ich kenen lernte und auf wen ich zuging. Obwohl. Eins kann ich Dir noch mitgeben. Ich ging zu Ulf vor. Extra um ihm zu sagen, dass ich gut ankam und ihm für die Einladung zu danken. Dabei habe ich seine bezaubernde Begleitung kennen gelernt. Dann bat ich ihn noch mir die Vorsitzende der SBU vorzustellen, da im Vorfeld ein netter junger Bartender aus Genf in den höchsten Tönen von ihr gesprochen hatte. Was Ulf dann auch gemacht hat. Jetzt kenn ich Sie. Krass, oder? Und so spannend. Eventuell hätte ich daraus noch ne Pressemitteilung machen können und diese unserem Herausgeber zum abdrucken anbieten sollen.

    Genügt dir nicht? Eigentlich ist es schon Quatsch, dass ich diesen Part mit Ulf hier ausbreite, denn ich wüsste immer noch nicht, dass ich Dir Rechenschafft über mein Vorgehen oder meine Präsenz an einer Veranstaltung schuldig bin. Aber da es der feine Herr verlangt, bin ich mal nicht so… Lass es trotdzem bitte, an dieser Stelle weiter zu bohren. Der Begrüßungsabend wird kein rhetorisch gekonnter Angriffs-Zaubertrick, egal wie oft Du – als Schreiber der DBU Hauspost Drinks – ihn noch aus dem Hut holst.

    Dann willst Du über meinen „eigenen Anteil an der missglückten Kommunikation“ im Rahmen der Whisk(e)y-Anekdote sprechen? Also bitte. Ich habe mich mehrmals ganz höflich der Pipette verwehrt. Und ich fühlte mich keines Augenblickes als „unwissender Depp“ dargestellt, da ich ganz genau wusste, was ich will: Kein Wasser in meinem Nadurra. Und dann wird mir sogar noch die Hand über meinem Glas weggezogen! Allein schon, dass ich überhaupt eine Hand über mein Glas legen musste, ist fatal. Die Diskussion ist lachhaft, wie weit ich hierbei „missglückt kommunizierte“. Und wenn Du interpretierst, dass ich grundsätzlich was gegen Pipetten-Nutzung habe, liegst Du wieder falsch… aber interpretier ruhig weiter.

    Was ich mit dem Text sagen möchte? Ich möchte damit von meinen Erlebnissen aus Leipzig erzählen. Und wenn Dir das nicht gefällt, kann ich damit sehr gut leben.

    Über Stilmittel, guten Journalismus etc werde ich erst gar nicht anfangen zu diskutieren. Google bitte selbst Journalismus + Forum. Da kannste dann solche Fragen aufwerfen. Oder geh zum Playboy (http://www.jrgmyr.com/2012/07/playboy-magazin-zur-deutschen-cocktail.html) und lasse diese an Deinen journalistischen und fachlichen Weisheiten teilhaben…
    Es grüßt,
    Steffen

  19. Sabine Zumkeller

    Lieber Steffen und liebe Mitdiskutierenden,

    weder bin ich jounalistisch tätig, noch kann ich wirklich gutes Hochdeutsch da ich aus Schwaben komme. Deshalb entschuldigt bitte von vorne herein eventuelle Stilblüten.
    Ich kann diese Dieskussion hier leider inzwischen überhaupt nicht mehr verstehen. Denn es geht hier nicht mehr ums Wesentliche.

    @Steffen: Herzlichen Dank dass Du mir ganz offen und ohne Vorurteile die Hand zur Begrüßung gegeben hast. Ich habe mich sehr gefreut Dich kennenzulernen, fand es schön zu sehen dass Du Dich eigentlich ganz wohl gefühlt hast als Gast der DBU. Wir hatten nach der DCM kurz schriftlichen Kontakt, den ich weder als unfreundlich, noch überheblich, noch sonst irgendwie negativ bewerten könnte. Im Gegenteil.

    zu Deiner Whiskey Anekdote: solche Anekdoten – und noch viel Bessere- könnte ich Dir zuhauf erzählen. Ich amüsiere mich immer wieder wenn so etwas passiert, denn aus der Ferne betrachtet hat das Ganze schon Cabaret Charakter. Ich glaube das größte Problem ist einfach dass es nun jemand mal laut ausgesprochen hat.

    Ich persönlich bin seit nahezu 20 Jahren Mitglied in der DBU (in Baden Württemberg) und bin tatsächlich auch stolz darauf.
    Warum?
    Weil ich viel gelernt habe in dieser Zeit.
    Weil ich für den Verband viel getan habe und auch viel zurück bekommen habe.
    Weil ich viel liebe Menschen in diesem Verband kennen und lieben gelernt habe.
    Weil ich gesehen habe was in dieser Zeit in diesem Verband positives passiert ist.
    Weil ich weiss dass dieser Verband auf einem guten Weg ist.
    Weil wir in BaWü ein starkes Team sind, und damit meine ich nicht nur in Sachen Cocktails.
    Weil wir kämpfen für den Ausbildungsberuf Barkeeper
    und noch einige mehr weils

    Keiner ist perfekt, auch nicht die DBU, jedoch deren Kritiker sicher auch nicht. Jedoch ist es nunmal so dass Gemecker von aussen ( und damit meine ich nicht Dich Steffen) sehr einfach ist. Es besser zu machen ist schon viel schwieriger.

    Die nächste DCM steht in Stuttgart an nächstes Jahr. Wir freuen uns schon jetzt Euch alle dort begrüßen zu dürfen, freuen uns über tolle Vorschläge Eurerseits und auch über Eure Kritik.

    Worauf wir uns schon am meisten freuen ist: Auf eine schöne Veranstaltung mit vielen Barkeepern und tollen Gästen völlig unabhängig von Hautfarbe, Religion, Alter, Geschelcht, Herkunft und Verbandsmitgliedschaft 😉

    Eure Sabine
    Eventmanagerin Intergastra
    Deutsche Barkeeper Union Baden Württemberg

  20. horizont

    @ Marcus Siebert

    __Marcus wahrscheinlich hast Du mich mit deinem Kommentar gemeint und nicht Max Mustermann. Vielleicht hätte ich Dich nicht als Beispiel nehmen sollen, aber es könnte durchaus noch jemand anderen geben, dessen zweiter Vorname mit S. beginnt. Letztlich geht es nur um die Frage, ob ein „real klingender Name“ auch wirklich echt ist und damit die erste Hürde überspringt um mit Herrn Meyer diskutieren zu können. (Herr Meyer ich schrieb absichtlich „können“ statt „dürfen“ um nicht den Eindruck der Provokation zu erwecken). Wenn ich mich z. B. Hori Van Zand genannt hätte, wären meine Chancen bei Herrn Meyer vielleicht gestiegen. Diesen Vor- und Nachnamen gibt es wirklich.

    @ Jörg Meyer

    Zitat: „Für mich ist die einzig sinnvolle Diskussion die unter Klar Namen , bzw. “Künstlernamen” bei denen jeder weiss, wer dahinter steht. (Ähnlich wie bei Stephen King) Für die Bartenderwelt: King Cocktail etc.“

    __Das heißt bevor Stephen King berühmt wurde hätten Sie gar nicht (im Netz) mit ihm diskutiert. Zumindest wenn Sie an der „Echtheit“ seines Namens gezweifelt hätten. Auch mit King Cocktail hätten Sie sich nicht auseinandergesetzt, egal wie kompetent er argumentiert. Um Mißverständnisse zu vermeiden, ich vergleiche mich nicht mit Dale DeGroff. Ehrlich, das empfinde ich eher als Verlust der Diskussionskultur. Sich zu verweigern. Ob Sie generell Interesse (Zeit und Lust) haben, ist ja davon unabhängig.

    __Ich bin hier schon auf meine mangelnden Ausdrucksmöglichkeiten hingewiesen worden. 😉 (konnte mich aber gerade noch herausreden.) Aber ich versuche mehr oder minder konstruktiv etwas beizutragen. Aber es scheint, daß ich wohl erst unter meinem Nickname berühmt werden muß , damit Sie mich ernstnehmen. (Ist nicht mein primäres Ziel Herr Meyer). Ich glaube zwar Ihren Beweggrund zu verstehen, jedoch gewichten Sie meiner Meinung nach sehr egozentrisch. Aber wie David Foster Wallace schon sagte: „Wir haben die Freiheit Herrscher unseres schädelgroßen Königreichs zu sein, allein im Mittelpunkt der Schöpfung.“

    Zitat:
    „Ich finde es sehr bedauerlich, das Mixology die Registrartion für Kommentare abgeschafft hat. So kann sich hier jeder anmelden wie er will. Weiss ich, ob der Horizont immer der gleiche ist?“

    __Das ist wahr. Tatsächlich habe ich das Monopol für diesen Nickname nicht gepachtet. Das er so oft verwendet wird zeugt entweder von meinem Durchschitts-Geschmack oder ist Zeugnis meiner philosophischen Weisheit. In diesem Fall, da diese Website zu meinen Lieblingen gehört, würde ich sofort Protest erheben, außer der Kommentar wäre brilliant, dann schreibe ich ihn mir gerne zu. Ist das wirklich ein aktuelles Problem Herr Meyer? Kennen Sie eine relevante Anzahl von Fällen, wo dies zu einem Problem oder ärgerlichen Mißverständnis geführt hat? Es gibt allerdings auch mehrere Jörg Meyer. Also ich hoffe ich kommuniziere mit Herrn Meyer von der Le Lion Bar.

    Zitat:
    „Grundsätzlich bringen mir anonymen Diskussionen rein gar nichts. Augenhöhe, das ist was zählt.“

    __Herr Meyer, Augenhöhe hat etwas mit Respekt vor dem Menschen zu tun – von beiden Seiten – auch vor einem Fremden. Um meine Ansicht zu verdeutlichen: Ich rede auch mit einem ungepflegten Obdachlosen auf der Straße über ein Thema, solange ich das Gespräch interessant und das Verhalten akzeptabel finde. Persönlich oder über das Netz es sollten immer das Gesagte respektive das Geschriebene entscheidend sein. Mit der Forderung nach Echtnamen nehmen Sie Menschen, die durch das Netz mögliche Teilnahme, am weltweiten Austausch mit anderen Menschen ohne Angst vor Repressalien. China und die Ereignisse in Nordafrika. Ich verstehe auch nach wie vor nicht, daß Sie die Tatsache der umfangreichen Sammlung von Daten durch sog. Datenkraken kommerzielle, innerbetriebliche und behördliche, vollkommen ignorieren. Siehe Facebook. Stellen Sie sich doch mal vor, Ihre Forderung würde gesetzlich, organisatorisch und technisch weltweit durchgesetzt. Ich bin sicher, daß daran schon gearbeitet wird. Glauben Sie wirklich das wäre zu unser aller Vorteil? Sie wischen einfach die Bedenken von Millionen Menschen zur Seite.

    __Schade das Ihnen gute, nachdenkenswerte Argumente nichts bringen wenn Sie von einem sofort erkennbaren Nickname-Benutzer stammen, der offen und ehrlich anonym bleiben will. Ich rede jetzt nicht von meinen Argumenten. Meine Fähigkeiten sind da bescheiden, dennoch finde ich auch hier, neben Ironie (mag ich), Eitelkeiten und nicht immer anonymen „Gehabe“, auch genug Lesenswertes.

    Zitat:
    „Das Netz ist nur Mittel zum Zweck. Anonymes Gehabe scheint mit etwas anachronistisch.“

    __Seit 500 Jahren schreiben Menschen unter anderem Namen oder Anonym um Nachteile zu vermeiden. Diese Menschen haben viel bewirkt. Gott sei dank wurden Sie von vielen anderen ernst genommen. Weil die Inhalte entscheidend waren. „Das Netz ist nur ein Mittel zum Zweck“. Da gebe ich Ihnen recht. Und es ist ein gutes Mittel.

    __Doch der Zweck ist nicht für alle gleich. Wenn ich heute intensiv über Google nach z.B. Immobilien suche, werden daraufhin immobilienrelevante Werbungen eingeblendet. Facebook „attackiert“ Emailaccounts und sendet Neumitgliedern darauf Vorschläge die nur auf externen Emailverkehr (und gedankenlosen Häkchen) beruhen können. Aber dazu gibt es ja genug Websites. Schlagwort der transparente Mensch. Für Leser die sich für dieses Thema interessieren oder anfangen sich dafür zu interessieren (Herr Meyer wie wärs?) empfehle ich u.a.
    http://netzpolitik.org/
    http://digitalegesellschaft.de/

    __Herr Meyer wenn Anonymität jemals wichtig war, dann ist es im Zeitalter der technisch machbaren Daten-Sammel-Gier. Ich bin gegenteiliger Meinung. Es ist nicht anachronistisch. Es ist Avantgarde.

    Zitat: „Am besten spricht man an einer Bar. Wenn schon im Netz, dann nur auf Augenhöhe.

    __Zur Augenhöhe habe ich meine Meinung geschrieben. Herr Meyer es gibt auch ein Leben außerhalb der Gastronomischen Welt. In Ihrem Fall ist es für mich absolut verständlich, wenn Sie als Geschäftsmann, der sowieso in der Öffentlichkeit steht und stehen will, mit Echtnamen im Netz kommentieren oder Ihren Blog schreiben. Wenn es um Gastronomische Themen geht ist es ja unter Marketing-Aspekten logisch .

    __Darf ich bitte auf meine nächste Frage ausnahmsweise eine Antwort erwarten. Bitte ganz ehrlich: Wenn Sie sehr schwer erkranken würden oder plötzlich vor einer existenzbedrohenden finanziellen Situation stehen würden, oder Sie hätten mit Ihren Kindern ein schwerwiegendes Problem oder ein männerspezifisches Problem im sexuellen Bereich – so in der Art. Wenn es ein hilfreiches Forum zu Ihrem Problem geben würde. Wie würden Sie sich registrieren/posten? Mit Echtnamen oder Nickname?

    __Ich könnte mir durchaus vorstellen, daß wir die wenigen „Diskussionen“ ( war ja hauptsächlich immer Kritik am Nickname) aus Mixology gar nicht an Ihrer Bar führen hätten können. Wahrscheinlich wäre schon nach dem ersten Gespräch die Klingel vom Le Lion für mich nicht mehr funktionstüchtig.

    Zitat:
    „Daher kommentiere ich hier nur noch sehr selten.Schade. Welch Verlust an Diskussionskultur! “

    __Herr Meyer ich bin irritiert.

    __Meinen Sie der Verlust an Diskussionskultur entsteht, weil Sie „nur noch selten kommentieren“. Die Anonymität kann nicht gemeint sein, denn die gab es von Beginn des WWW an. Als „Verlust von Diskussionkultur“ kann ich Ihre Abwesenheit nicht empfinden. Die Kultur ist hier gleichgeblieben, wenn auch die Diskussionen insgesamt vom Umfang (der Beiträge) her bescheiden sind – leider.

    __Sehr wohl empfände ich persönlich es als großen Gewinn an Möglichkeiten, wenn Profis wie Sie, die über den Tellerrand einer einzelnen Bar sehen können, praxisorientierte Erfahrungen oder weiterführende Kommentare zu interessanten Mixology-Artikeln wie Low Spirits (Steffen Hubert) oder Seelenschluss-Verkauf (Philip Duff) posten würden. Von mir aus auch anonym.

    __Wie Marco Beier in „Last Word“ (Mixology Kolumne) schreibt wäre es schön, “ wenn wir zu Blogs mit lebendigen Kommentaren zurückkehren“. Dies wird sicher nicht passieren, wenn man die Menschen zwingt mit Echt-Namen zu kommentieren. Eine wirkliche Kontrolle ist hier sowieso nicht praktikabel. Auch bei einer Registrierung ist nicht gewährleistet, daß es die richtigen Daten sind. Hier steht der Aufwand in keinem Verhältnis zum Nutzen. Ich kann mich auch nur an einen Kommentator hier erinnern, der löschenswert gewesen wäre. Im nachhinein allerdings empfinde ich es als sehr gut, daß die Redaktion nichts gelöscht hat.

    __Nebenbei hat mich in „Last Word“ gefreut über Entwicklungen bzw. Positionen lesen zu können, für die ich in früheren Diskussionen von Profis hier schon „angegriffen“ wurde. Vielleicht ändert sich bei diesem Thema ja auch mal was.

    @ Helmut

    __ist das Niveau der Kommentare bei den Nickmame Kommentatoren wirklich im Verhältnis soviel schlechter? In einem Ausmaß, daß man Echt-Namen durchsetzen würde, wenn man könnte? Kannst Du erläutern was Du mit „geändertem Nutzerverhalten“ meinst. Hat das was mit Nicknames zu tun oder mit anderen „Werten“? Vielleicht wäre dieses Thema ja auch mal einen Artikel in Mixology wert.

    __Bei wirklich repektlosen Kommentatoren, also ab persönlicher Beleidigung, Verleumdung etc , könnte entweder der Administrator eingreifen, oder man schreibt einfach, daß man sowas hier nicht lesen will bzw. argumentiert den Witzbold ins Aus.

    __Danke, daß ich hier dieses Thema nochmal offtopic „breittreten“ darf, ohne Gefahr gelöscht zu werden. Aber es besteht offensichtlich Bedarf an Gegenpositionen. Zumal wenn ein Herr Meyer, als „Opinion Leader“ – das meine ich nicht ironisch – immer wieder Echt-Namen fordert. Unnötige Wiederholungen bitte ich zu verzeihen, sie waren Absicht. (Nein, Steffen es ist nicht ein „keine“ zu wenig). Lieber würde ich auch Bar-Relevante Sachverhalte diskutieren bzw. lesen und lernen.

    Grüße
    Horizont

  21. Helmut Adam

    Puh! Was ist denn hier plötzlich los?

    @Horizont

    Ich persönlich habe nichts gegen Nicknames. Und auch anonymes Kommentieren per se verdamme ich nicht.

    Mit „geändertem Nutzerverhalten“ meine ich, dass es die Kommentarkultur von vor ein paar Jahren nicht mehr gibt. In der Hochzeit von Barblogs und Co. gab es da eine lebendige Netzszene – man kannte viele Namen und sah sie an vielen Orten im Netz. Und dort unterhielt man sich auch via Kommentare. Meist sehr fachlich und engagiert.

    Das ist jetzt großteils in die sozialen Medien abgewandert, hat dort aber nicht die gleiche Wertigkeit entwickelt. Richtig knallen in Kommentarform tut es dann in Blogs oder auf Portalen wie unserem nur noch bei extrem provokanten Themen. Wobei ich diesen Beitrag überhaupt nicht als einen solchen empfand. Und wenn heute ein Thema eine Kommentarflut auslöst, scheint manchmal der Troll-Anteil im Vergleich zu früher sehr hoch zu sein. Ich glaube das ist, was Herr Meyer meint.

    @Sabine

    Bitte nicht schon wieder einen DBU Pro- und Contra-Beitrag draus stricken hier. Das hatten wir jetzt schon gefühlte hundert Mal. Im alten Forum. Im Blog ab 2007. Und auch später noch das ein oder andere Mal. Daher bitte nicht wieder dieser Rechtfertigungszwang, der zum Teil aus Deinen Zeilen klingt. Alles gut. Jedem das seine.

    „Worauf wir uns schon am meisten freuen ist: Auf eine schöne Veranstaltung mit vielen Barkeepern und tollen Gästen völlig unabhängig von Hautfarbe, Religion, Alter, Geschelcht, Herkunft und Verbandsmitgliedschaft“

    Das klingt doch super! 🙂

    Was Heinfried Tacke hier will, verstehe ich allerdings nicht. Aber ich bin überzeugt, dass er seinen Pressekodex dabei hat, wenn er hier kommentiert. 🙂 Können wir uns alle noch die eine oder andere Scheibe von abschneiden.

    Grüße, HA

  22. Joerg Meyer

    tl;dr

  23. horizont

    Herr Meyer der Text steht ja noch länger.

    Grüße
    Horizont

  24. Joerg Meyer

    Sicherlich, wir beiden werden da nur nicht zusammenkommen … #Zeitverschwendung

  25. horizont

    @Helmut

    Zitat:

    „Ich persönlich habe nichts gegen Nicknames. Und auch anonymes Kommentieren per se verdamme ich nicht.“

    __Das ist mir bewußt.

    Zitat:

    „Das ist jetzt großteils in die sozialen Medien abgewandert, hat dort aber nicht die gleiche Wertigkeit entwickelt.“

    __Eben der Unterschied zwischen Mc Donalds und Schwarzwaldstube. Zwischen Bierhalle und Bar. Diese Kultur kann aber auch wiederbelebt werden, z. B. durch Mixology. Vielleicht war es auch nur eingebildet. Aber mit der Ankündigung jetzt auch bei Facebook präsent zu sein, hatte ich das Gefühl, war auch hier weniger los. Leider haben wir ja das Schafherden-Syndrom. So gesehen bräuchte es mehr Leute die wie Herr Meyer agieren und Facebook der Rücken kehren.

    Zitat:

    „Richtig knallen in Kommentarform tut es dann in Blogs oder auf Portalen wie unserem nur noch bei extrem provokanten Themen. “

    __Na ja über manche Themen konnte man ja schlecht sinnvoll diskutieren. Eine Diskussion ist ja ein Streitgespräch. Deshalb muß der Autor entweder eine provokante These aufstellen, über ein kontroverses oder „alle bewegendes“ Thema anschneiden. Das ist sicher nicht leicht in dieser Szene. Außerdem ist eine Reaktion des Autors auf Kommentare auch immer belebend. Aber das kostet dann wahrscheinlich schon wieder zuviel.

    __Manche eurer Themen wie Bio oder „Das soziale Gewissen der Global Player“ laufen leider unverdientermaßen ins Leere, da ein Großteil der Bargemeinde anscheinend mit Scheuklappen rumläuft und nicht an gesellschaftsrelevanten Themen interessiert ist (provokant genug?). Sicher ist aber ein Grund, daß man nur begrenzt Zeit hat und viele leider Ihre Zeit (noch) bei Facebook verschwenden (meine Meinung).

    Zitat:

    „Und wenn heute ein Thema eine Kommentarflut auslöst, scheint manchmal der Troll-Anteil im Vergleich zu früher sehr hoch zu sein. Ich glaube das ist, was Herr Meyer meint.“

    __Aua!!!! Helmut. Das war wirklich provokant. Jetzt habe ich gerade das Gefühl, daß meine Intelligenz beleidigt wird. Ich denke ich verstehe sehr wohl was Herr Meyer meint. Er drückt sich ja meistens sehr klar aus. Er hat ja gerade gepostet, daß mein Kommentar zu lange ist, um ihn zu lesen. Vielleicht schafft er es ihn in den nächsten Tagen absatzweise zu lesen.

    So ganz sicher oder klar scheint es auf jeden Fall was die Qualität der Nickname-Kommentare betrifft nicht zu sein. Zumindest kann ich nichts eindeutiges aus deinem Kommentar herauslesen.

    Grüße
    Horizont

  26. Heinfried Tacke

    Sorry,

    aber das ist unwürdig, was hier läuft. Ich habe in meinem ersten Kommentar auf zwei Punkte in Steffen HubertsBericht hingewiesen, die ich als deplatziert wahrgenommen habe und das habe ich versucht, zu begründen. In meinem zweiten Kommentar habe ich dann die Kriterien meiner Kritik aus journalistischer Perspektive dargelegt. Was daraus an Unterstellungen gestrickt wird und wie man zudem mit allen rhetorischen Tricks den Widersprechenden ins schlechte Licht zu rücken versucht (feiner Herr, Pressekodex, Playboy, etc.) das ist unglaublich.

    Gibt es hier eigentlich kein Schiedsgericht für Fouls? Das wäre doch mal eine Maßnahme, um Diskussionen im letztlich den Respekt vor dem Anderen wahrenden Rahmen zu halten.

    Ich bin draußen. Und zwar generell. So geht das nicht.

  27. horizont

    @ Jörg Meyer

    Zitat:
    „Sicherlich, wir beiden werden da nur nicht zusammenkommen … #Zeitverschwendung“

    die Hoffnung stirbt eben zuletzt.

    Ich hab mir sowas schon gedacht, aber ein bißchen was charmanteres bzw. mehr Eloquenz als „Zeitverschwendung“ habe ich von Ihnen schon erwartet. Auf der anderen Seite paßt es dann doch, so brauchen Sie nicht auf meine Argumente eingehen.

    Grüße
    Horizont

  28. Nils Wrage

    Ich bin bestürzt von den Entwicklungen dieses Threats…Das war doch mal ein Ort für ernsthafte Auseinandersetzungen. Ich habe das Gefühl, dass sich hier nur noch Vorwurf an Vorwurf reiht. Lassen wir mal die Kirche im Dorf: Ich kann mich mittlerweile des Eindrucks nicht erwehren, dass allmählich die Trüffelschweine in jedem Satz nach diffamierenden Implizierungen suchen. Und genau da widerspricht vor allem „Horizont“ sich selbst: Einerseits diskursive Neutralität fordern und gleichzeitig durchgehend die beleidigte Opferrolle suchen geht irgendwie nicht klar. Eine Diskussion ist nicht per se ein „Streitgespräch“ – sie ist in allererster Linie ein sachliches Ereignis, das nicht nur durch das Austauschen entgegengesetzter Positionen sondern gleichwohl durch Einsicht und Neutralität ihrer Teilnehmer geprägt sein sollte. Wer bei dem Begriff „Diskussion“ offenbar zuerst an den erbärmlichen Dailytalk der späten 90er denkt, hat hier meiner Auffassung nach nichts verloren… Ich war weder in Leipzig noch bei einem anderen der erwähnten Events zugegen, und es ist mir – ehrlich gesagt – auch egal, wer da welchen Platz belegt oder Cask-Strength-Whisky mit wie viel Wasser getrunken hat. Aber es ist mir nicht egal, dass dieser Platz von anonymen Usern mussbracuht wird, um offenbar lang gehegte persönliche Aintpathien gegen ein Forum und dessen Mitarbeiter aufzubauschen, die gefälligst privat stattfinden sollten. Und da gebe ich Jörg Meyer Recht mit seinem Hinweis auf den Mangel an Diskussionskultur. Doch es geht mir nicht so sehr um die Augenhöhe – vielleicht hilft es sogar der kritischen Neutralität auf die Sprünge, wenn man nicht weiß, dass da jemand schreibt, der einem schon zig mal begegnet ist – sondern vielmehr um die Sachbezogenheit. Und dies ist nicht der erste Kommentarthreat, in dem abgewichen wird zugunsten genereller Angriffe oder eben das Öffnen des alten DBU-vs-Mixology-Fasses.

    Macht euch mal locker. Hier findet seit einigen Tagen einiges statt, aber bestimmt kein Austausch von Ideen. Und das empfinde ich als sehr schade…

    Grüße aus Kiel…Nils

  29. Sabine Zumkeller

    @Helmut: Rechtfertigung liegt nicht in meiner Natur 😉 wollte nur auf die Frage von Jörg eingehen warum man in die DBU eintreten sollte. Sorry hierfür.
    Gruß Sabine

  30. Joerg Meyer

    Hallo Frau Zumkeller,

    wenn ich es richtig sehe, habe ich die Frage aber nicht in dieser Diskussion gestellt, sonder in einem anderen Blog –

    http://www.drinkblog.de

    Gruß

    Jörg Meyer

  31. Sabine Zumkeller

    Hallo Herr Meyer,

    ups, stimmt, dann ist ja jetzt die Verwirrung hier in dieser Diskussion perfekt 😉
    Bin halt doch einfach kein Blogger
    SSOORRYYY
    War keine böse Absicht.
    Viele Grüße Sabine

  32. horizont

    Hallo Nils,

    __Hoppla, da haut einer aber einer ganz schön auf den rhetorischen Gummitisch. Da ist vom „Trüffelschwein“ über „beleidigte Opferrolle suchen“ „erbärmlich“ alles drin was anscheinend Spaß macht, nicht wahr? Ich bin nicht beleidigt. Jetzt kann ich auch genau verstehen, was Du unter Diskussion verstehst. Ich denke diese Form der Diskussion ist für mich zu schwer. Deshalb bleibe ich bei meiner Form. Leider hat dein Beitrag für mich die gleiche Qualität, wie Herr Meyers ständige Herabsetzung von Nickname-Besuchern. Und was Du mir glauben kannst, um mich Beleidigen zu können, ist Herr Meyer zu unwichtig für mein Leben. Wenn überhaupt bestehe ich der Form halber auf die Netiquette. Außerdem gibt es für mich u. a. das übergeordnete Ziel eines Schlagwort „freien Internets“, im Sinne von Anonymität – soweit möglich und sinnvoll.

    __Wenn Du meinen Kommentar nicht verstanden hast, tut es mir leid, daß ich mich so unklar ausgedrückt habe. Ich bin nicht beleidigt! Ich ersuchte Herrn Meyer (und eigentlich auch Herrn Markus S. Siebert) nur endlich einmal seine permanenten, inhaltslosen Angriffe auf Nickname-User – so auch auf mich – zu unterlassen, bzw. endlich wenigstens einmal belastbar zu begründen. Dazu bin ich auf seinen Kommentar eingegangen und habe – so hoffe ich – in akzeptabler Form meine Argumente für Nicknames formuliert und um seine Argumente gebeten.

    Zitat:
    „Lassen ………. die Trüffelschweine in jedem Satz nach diffamierenden Implizierungen suchen. Und genau da widerspricht vor allem “Horizont” sich selbst: Einerseits diskursive Neutralität fordern und gleichzeitig durchgehend die beleidigte Opferrolle suchen geht irgendwie nicht klar.“

    __Lieber Nils hier einer von Herrn Meyers konstruktiven Beiträgen: „Wenn mir der Einwandt gestattet wird, frag ich mich eher warum ein Horizont hier so begrenzt ist und anonym an einer Debatte teilnimmt…“
    aus https://mixology.eu/aktuelles/debatte/gedankenschlurfen-wenn-der-verkaufer-konig-wird/

    __Ich war nicht beleidigt!

    __Ich glaube nicht das ich da irgendwie „diffamierend implizieren“ muß. Da stellt sich Herr Meyer schon selbst bloß. Und so geht das in jedem Thread an dem ein Nickname-User teilnimmt und an dem Herr Meyer uns seiner gewahr werden läßt. Für mich ist das eine Art Mobbing und sensiblere Menschen lassen sich durch sowas verschrecken und posten erst gar nicht. Meine Überzeugung ist, daß es so nicht gehen kann. Wenn Mixology Nickname-User erlaubt, dann begrüße ich wenn Herr Meyer inhaltlich argumentiert, aber nicht andere Foristen herabsetzt. Das ist schlechter Stil, den Herr Meyer sehr gerne zu kritisieren pflegt, nur nicht bei sich selbst.

    Zitat:
    „Eine Diskussion ist nicht per se ein “Streitgespräch” – sie ist in allererster Linie ein sachliches Ereignis, das nicht nur durch das Austauschen entgegengesetzter Positionen sondern gleichwohl durch Einsicht und Neutralität ihrer Teilnehmer geprägt sein sollte.“

    __Lieber Nils, jetzt widersprichst Du der Logik und der Lebenserfahrung. Wenn man „entgegengesetzte Positionen austauscht“ kann man nicht neutral sein. Bei der Einsicht gebe ich dir recht. Da sollten die besseren Argumente entscheiden.

    __Meine Argumente habe ich sachlich vorgetragen und Herr Meyer hat unter Berücksichtigung von „Einsicht und Neutralität“ wie Du es möchtest mit „Zeitverschwendung“ geantwortet. Das war kein Streitgespräch wie ich es verstehe um auf einen Konsens zu kommen. Ich war nicht beleidigt!

    .
    Zitat:
    „Wer bei dem Begriff “Diskussion” offenbar zuerst an den erbärmlichen Dailytalk der späten 90er denkt, hat hier meiner Auffassung nach nichts verloren… “

    __Du störst Dich offensichtlich an meiner Definition einer Diskussion als „Streitgespräch“ – inhaltlich können Vera, Brit und Ricky übereinstimmend keine Paralle erkennen – und unterstellst mir eine Affinität zu „erbärmlichen DailyTalks“. Ich bin nicht beleidigt! Deshalb hier ein paar Synonyme aus dem Duden. War keine Zeitverschwendung. Bitte setze ein Wort ein das dir gefällt:

    aus dem Duden: Auseinandersetzung, Aussprache, Debatte, Erörterung, Gedankenaustausch, Gespräch, Kontroverse, Meinungsaustausch, Meinungsstreit, Streitgespräch, Wortgefecht, Wortstreit, Wortwechsel; (bildungssprachlich) Dialog, Diskurs, Disput; (verhüllend) Meinungsverschiedenheit

    Zitat:
    „Aber es ist mir nicht egal, dass dieser Platz von anonymen Usern mussbracuht wird, um offenbar lang gehegte persönliche Aintpathien gegen ein Forum und dessen Mitarbeiter aufzubauschen, die gefälligst privat stattfinden sollten. Und da gebe ich Jörg Meyer Recht mit seinem Hinweis auf den Mangel an Diskussionskultur. Doch es geht mir nicht so sehr um die Augenhöhe –

    __Du meintest wahrscheinlich nicht „mussbracuht“ sonder mißbraucht. Das kann aber bei erhöhtem Adrenalinspiegel schon mal passieren. Da zittern einem die Hände. (Sagte Kevin Kostner in Bodyguard). Das ist jetzt wirklich eine böse, haltlose Unterstellung. Ich hoffe Herr Meyer ist nicht beleidigt. Ich glaube nicht das Herr Meyer schon lange persönliche Antipathie gegen mich hegt. Ich glaube auch nicht das Herr Meyer Antipathien gegen das Forum oder gegen Mitarbeiter hat oder was aufbauscht. Da hast Du Dich in der Hitze des Schreibens etwas verrannt.

    __Also so ganz versteh ich deinen letzten Absatz jetzt doch nicht. Wir haben doch gar nicht diskutiert. Also war das jetzt auch (k)eine Form von Kultur? Anonym war auch gar niemand in Thread. Hier möchte ich schon um Differenzierung bitten. Die hat mir auch im ganzen Text gefehlt.

    Zitat:
    “ vielleicht hilft es sogar der kritischen Neutralität auf die Sprünge, wenn man nicht weiß, dass da jemand schreibt, der einem schon zig mal begegnet ist – sondern vielmehr um die Sachbezogenheit.

    Ist das gerade ein Argument für Nicknames? Danke

    PS. Ach der Satz von dem mir zitierten David Foster Wallace gefällt mir wirklich gut. Deshalb werde ich ihn auch zukünftig an das Ende meines Postings setzen. Dadurch kann man mich auch von anderen Horizonten unterscheiden. Es wird sich ja hoffentlich keine auf mein „erbärmliches“Niveau herunterbegeben und das auch noch reinkopieren.

    “Wir haben die Freiheit Herrscher unseres schädelgroßen Königreichs zu sein, allein im Mittelpunkt der Schöpfung.” David Foster Wallace

  33. horizont

    Sorry Nils,

    habe meine „Grüße Horizont “ vergessen. War keine Absicht. So sensibel bin ich dann schon noch.

  34. horizont

    Nachtrag:

    Zwei Tage nach der hier von der Mixology-Redaktion offtopic erlaubten und erfolgten Beinahe-Diskussion
    erscheint heute am 02.08.2012 die Wochenzeitung „Die Zeit“ mit einem dazu passenden fast 5-spaltigen Aufmacher im Wirtschaftsteil.

    Begonnen wird diese „Folge von losen Artikeln….“ mit

    „Vier Sheriffs zensieren die Welt. Wie Apple, Facebook, Amazon und Google dem Internet ihre Gesetze aufzwingen.“

    Einige Hilfs-Sheriff und Unter-Hilfs-Sheriffs die sich interessanter Weise hauptsächlich in Bar-Themen betreffenden Foren und Portalen als die Verkünder der wahren Netzethik präsentieren, haben sie zwar im ersten Teil nicht erwähnt, trotzdem sollte man diese Artikelserie, denke ich, nicht versäumen. Hier kann man sehr schön nachlesen, wie erschreckend groß die Manipulation durch diese Netz-Löwen heute schon ist.

    Laut „Die Zeit“ haben Apple, Amazon und Facebook einen Gesprächswunsch der Zeit abgelehnt. Wahrscheinlich ist es für diese Löwen des Internets Zeitverschwendung. Sie können es sich leisten. Dazu schreibt „Die Zeit“

    Zitat:
    „Die digitalen Herren …, die von der bedenkenlosen Freizügigkeit ihrer Nutzer profitieren und Daten anderer an sich reißen, bleiben selbst verschlossen.“

    Der Artikel beginnt mit

    Zitat aus der Wochenzeitung „Die Zeit“ vom 02.August 2012

    „….Den Computersystemen von Facebook waren zuvor nämlich etliche Nutzer aufgefallen, die anscheinend Pseudonyme statt ihrer richtigen Namen verwendeten. Nun entspricht es aber nicht der Geschäftsphilosophie des Hauses, dass seine Mitglieder Geheimnisse haben. Also ließ Facebook vor wenigen Wochen seine Software den Bekanntenkreis der Verdächtigen ausfindig machen und dort nachfragen: „Ist dies der wahre Name deines Freundes?“

    dann auch sehr passend:

    Zitat:
    „Die vier Konzerne definieren das Netz, überziehen es mit Weltanschauungen, Moralvorstellungen, Ideen von Gut und Böse. Sie haben eine digitale Welt erschaffen, die mehr an eine autoritäres Disneyland erinnert als an einen wilden Dschungel.“

    der Artikel endet mit:

    Zitat:
    „..global village.. – war einmal eines der größten Versprechen fürs Informationszeitalter. Jetzt führt genau das zu einem gesellschaftlichen Rückschritt: Das Dörfliche entfaltet wieder seine beklemmende Wirkung.“

    Gebetsmühlenartig wiederholte, mit keinerlei vernünftigen Argumenten unterlegte, Forderungen nach Echt – (klingenden) -Namen, wie sie hier von einigen (auch Blog schreibenden) Kommentatoren herausgebrüllt werden, mit dem Ziel uns allen ihre beschränkte oder sagen wir besser enge und kurzsichtige Auffassung von Netzethik aufzuzwingen, sollte uns nicht davon abhalten weiterhin Beiträge mit Nick-Name zu schreiben.

    @ Helmut Adam

    ich möchte noch einmal anregen, dieses Thema mal aufzugreifen. In Chats und Gesprächen wird auch immer wieder erwähnt, daß man nie mit Echt-Namen schreiben würde, da schon die Anwesenheit in einem Spirituosen/Cocktail/Bar-bezogenen Forum z.B. den eigenen bzw. einen potentiellen Arbeitgeber zu einer Vermutung des übermäßigen Alkoholgenusses verleiten könnte. Schließlich darf man nicht vergessen, daß nicht nur Bartender in Foren diskutieren (wollen), sondern auch unsere Gäste. Das ist nur ein Beispiel aus unserem Umfeld.

    Grüße
    Horizont

    “Wir haben die Freiheit Herrscher unseres schädelgroßen Königreichs zu sein, allein im Mittelpunkt der Schöpfung.” David Foster Wallace

  35. Jonas Stein

    es war ein mal… vor längerer zeit. genauergesagt vor vier oder fünf jahren. da habe ich noch blogs und vorallem die kommentare noch wirklich gern gelesen…
    es tut mir wirklich leid, aber ich kanns nicht mehr… ich halts nicht mehr aus…
    sogar wirklich gut geschriebene artikel werden von igendwelchen blogtrollen torpediert. GO AND GET A PRIVATE LIVE! hättet ihr die knappe stunde nicht in sinnvolleres investieren können wenn ihr ohnehin nichts zu sagen habt?!?
    und bitte.. kann man diesen „horizont“ nicht sperren?
    nichts gegen unterschiedliche meinungen… aber wenn man auf einer dina4 seite immer noch nichts zu sagen hat sollte man dringend einen psychiater aufsuchen. meiner meinung nach…bitte lasst die, mehr oder weniger, normalen leute doch einfach in ruhe…
    ich weiss, das war jetzt eigentlich unnötig. und vielleicht wird der kommentar auch gelöscht. hatte ja auch nichts mit dem thema zu tun und ist auch nicht grade höflich…
    aber ich musste das mal loswerden… und ich hab auch schon ein bisschen zu viel getrunken… aber mir fehlen einfach die alten zeiten, verdammt…

  36. Helmut Adam

    Hallo zusammen,

    mir fehlt leider die Zeit, hier auf alles einzugehen, was in den Kommentaren an uns von MIXOLOGY herangetragen wird. Daher ein paar Punkte, die zentralere Aussagen streifen oder beantworten:

    1) Moderation von Kommentaren

    Ja, wir moderieren die Kommentare. Pro Woche wandern ein paar Dutzend Spam-Kommentare international agierender Spammer in den Spam-Ordner. Dazu packen wir auch dämliche Link-Baiting-Kommentare deutscher Händler, die auf ihre Shops aufmerksam machen wollen. Ganz dreist war kürzlich die SEO Agentur eines Shops, dessen Betreiber uns sogar bekannt ist (bzw. sogar ein Kunde der Bar Convent GmbH ist, an der ich beteiligt bin) .

    Ich machte ihn darauf aufmerksam. Als „Entschuldigung“ mailte mich der Agentur-Typ an und wies darauf hin, dass seine Mitarbeiter nur bei thematisch passenden Themen „kommentieren“ würden. Was für ein Witzbold! Ich erzähle diese Episode nur, damit den Lesern hier klar wird, was für einen Zeitaufwand das für uns bedeutet.

    Auch obiger Kommentar von Jonas Stein war in der Moderationswarteschleife. Ein anderer, der später eingetragen wurde, war aber bereits hochgeschaltet. Das heißt, einer unserer Mitarbeiter war sich nicht sicher, ob dieser Beitrag freigeschaltet werden soll und ließ ihn drin für die Managment-Ebene.

    Ich habe ihn soeben freigeschaltet. Er ist ganz eindeutig Öl ins Feuer dieses diffusen Diskussionsstrangs. Aber sein Urheber ist uns persönlich bekannt und hat auch in der Vergangenheit schon kommentiert. Also gilt: Have your say!

    Auch der Kommentar des anonymen DBU-Kritikers, der Auslöser der Anonymitätsdebatte war, ist moderiert worden. Es gab sogar ein Telefonat bezüglich diesen Kommentars. Wir beschlossen ihn freizuschalten, da Steffen Hubert diesen Vorwurf als Jury-Mitglied klar wiederlegen konnte und dies auch gleich tat. Diese Art von Vorwürfen gibt es ständig in der Branche auch von Menschen, denen man es nicht zutraut. Ihn freizuschalten, war für uns ein Abbilden der Realität.

    2) Kommentar-Kultur

    Oben wurde geschrieben MIXOLOGY möge sich dafür einsetzen, dass sich die Kommentar-Kultur verbessert. Facebook wurde erwähnt. Und dass man aus Facebook austreten soll.

    Facebook ist eine logische Entwicklung des Internets und eine Momentaufnahme. Wären wir 2008 nicht mit unserem Medium eingestiegen, hätten wir es ein oder zwei Jahre später getan.

    Wir sind ein Medium und keine Bar. Facebook ist ein wichtiger Rückkanal für uns. Leser schreiben uns dort an, kommentieren Themen. Und wir bekommen enorm viele Zugriffe auf unsere Inhalte von dort. Wir werden zum jetzigen Zeitpunkt uns nicht aus Facebook zurückziehen. Auch wenn viele von uns, mich inbegriffen, diese Plattform nicht mögen und zunehmend kritisch sehen.

    Warten wir ab. In zwei, drei Jahren kann das Internet schon wieder ganz anders aussehen. Und Facebook ist plötzlich Geschichte. Wir greifen immer wieder Netz-Themen auf in MIXOLOGY. Oben wurde von Horizont angeregt, dass wir uns kritisch mit der Materie auseinandersetzen.

    Netz-Themen ziehen aber nur bedingt bei unserer Leserschaft. Sie kommen zu uns, um über Bars, Bartender und Cocktails zu lesen. Und wo sie den Hinweis auf die Texte finden, ist ihnen egal. Ob auf Facebook, via Google oder im Print-Magazin. Womit ich zu einem weiteren Punkt komme.

    3) Medium mit Rückkanal

    Wir sind als Medium auf allen wichtigen Kanälen vertreten, sind enorm breit aufgestellt, was die Produktion des Prints, MIXOLOGY ONLINE und andere Formate wie eMIXOLOGY oder den MIXOLOGY BAR GUIDE anbetrifft.

    Wir leisten all das mit einem kleinen Team. Wir versuchen mit unseren Lesern, in größtmöglichen Austausch zu arbeiten. Und wir schaffen das meiner Meinung nach auch wie kein anderes Medium in dieser Branche.

    Nicht alle gelingt, wenn man mit so einer Frequenz arbeitet. So mancher Text ist uns schon um die Ohren geflogen. Ich selbst muss noch bei meinem letzten „Was mit Medien“-Rant zurückrudern, weil ich nach einem Telefonat mit Stan Vadrna erkannt habe, dass einige meiner Fakten nicht stimmen. Aber wir stellen uns dem nach unseren Möglichkeiten und mit größtmöglicher Ehrlichkeit.

    Wir haben gute Anregungen und wertvolle Kritik erhalten in Kommentaren. Aber es gibt auch eine Grenze der Aufnahmefähigkeit. Einem Marc Stein oder Jean-Pierre Ebert zu antworten, ist beispielsweise reine Zeitverschwendung. Ich schreibe dies nicht, um einem der Herren am Lack zu kratzen. Am Tresen habe ich mit beiden schon angenehme Zeiten verbracht. Hier in den Kommentaren allerdings bewegen sie sich in einer anderen Realität.

    Als Hausherr muss man darauf achten, dass auch die anderen Gäste noch Drinks bekommen. Und man kann seine Bartender nicht von einzelnen renitenten Personen festquatschen lassen. Die Bartender müssen weiter Drinks und die Autoren, in unserem Fall, Texte produzieren. Dafür brauchen sie ihre Zeit und Energie.

    Dass Steffen Hubert sich mit der Kritik des Herrn Tacke überhaupt so eingehend beschäftigt hat, ist ehrenwert. Ich hätte es nicht getan. Die Kritik wurde auf einer unzulässigen persönlichen Ebene mit einer Agenda in der Tasche vorgetragen.

    In so einem Fall habe ich überhaupt kein Problem, jemanden in klassischer Rechtsverteidiger-Manier rauszugrätschen. Das hier ist unser Haus. Wir bieten die Plattform, wir bieten Öffentlichkeit. Hier gelten aber unsere Regeln. Zensur ist darin nicht vorgesehen. Aber wir behalten uns vor, zu bestimmen, wie weit dieses „Rückkanal-Ding“ geht. Es bedeutet nicht, dass wir jemanden auf unseren Zehen herumstehen lassen.

    In diesem Zusammenhang möchte ich auch erwähnen, dass wir seit Anfang des Jahres mehrere sehr lange Zuschriften mit einer Menge Kritik bekommen haben. Richtig klassische Leserbriefe per E-Mail. Sie alle wurden nach Möglichkeit ausführlich beantwortet. Ein toller Austausch, sachlich, höflich, detailliert. Bitte mehr davon. Der Austausch lebt. Er manifestiert sich nur nicht mehr in Kommentaren.

    Komme ich zum letzten Punkt:

    4) DBU

    Dazu gibt es nichts zu sagen. Bitte im neuen DBU-Blog von Jörg Kalinke kommentieren. http://www.drinkblog.de

    Ansonsten wünsche ich allen ein fantastisches Wochenende und gute Drinks an guten Tresen!

    Prosit!

    HA

  37. Nils Wrage

    Vielen Dank, Herr Adam!…Word!

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