Liquetition - Erster Likörwettbewerb

Erster Likoerwettbewerb "Liquetition" in Hamburg

Liköre 27.5.2011 1 Kommentar

Der umtriebige Hamburger Barbetreiber Jörg Meyer verblüfft die Branche mit einem neuen Wettbewerbskonzept. Am Montag, den 30.5. steigt in Hamburg der Likörwettbewerb Liquetition.

Der Neider mag sich an ihm reiben, ihm sein Blog mit anonymen oder trolligen Kommentaren vollschmieren. Mann muss auch nicht mit seinen meinungsstarken und oft impulsiv vorgetragenen Ansichten über die Branche übereinstimmen. Aber eines muss man ihm lassen – Jörg Meyer erreicht mit seinen Aktionen immer die höchstmögliche Aufmerksamkeit. Seit geraumer Zeit schon ist jrgmyr.com Anlaufpunkt für Leser aus der Branche, die Nachrichten und Unterhaltung aus der Branche suchen. Seit Anfang des Jahres hat sich Jörg Meyer offenbar dazu entschlossen, in Sachen Medium die nächste Stufen zu zünden.

Der sonst immer auf seine Marken-Unabhängigkeit pochende Barbetreiber startete gemeinsam mit der Firma Bacardi ein Blogprojekt, das sich dem legendären kubanischen Bartender-Club „Club de Cantineros“ widmet und dazu auf historische Cocktailbücher und umfangreiches Material aus dem Bacardi-Archiv zurückgreifen kann. Kaum war diese erste, große Markenkooperation verkündet, verbannte Jörg Meyer unter großem Getöse den italienischen Aperitif Aperol aus seiner Bar.

Ob wohl zukünftig noch mehr Produkte der Bannstrahl des Löwen trifft? Ein Likör wird es wohl schwerlich sein, denn Jörg Meyer startete gleich die nächste Aktion. Auf der Suche nach einem guten Sommer-Cocktail mit Likör rief er die erste „Liquetition“ aus. Aus einem Blogeintrag erwuchs eine Internetseite, es folgten bald darauf diverse Social Media Accounts und schließlich stand da ein veritables Veranstaltungskonzept mit Beteiligten aus der ganzen Branche. Diese reibt sich nun erstaunt die Augen.

Eine likörhaltige Graswurzelbewegung

Denn was da am Montag stattfindet, ist nicht der übliche „von oben nach unten“ ausgerichtete Wettbewerb eine Marke, sondern eine übergeifende Veranstaltung, an der mehrere Firmen gleichberechtigt teilnehmen. Die Liköre, die sich auf der Liquetition engagieren, stammen von: Schwarze und Schlichte (Mozart Likör, Boudier, Bärenjäger, Luxardo, Kosaken Kaffee und Angle D’Or), Team Spirit / Diversa (Cointreau, Escorial, Tuñel), Borco (St. Germain, Napoleon Mandarin, Chartreuse), Brown-Forman(Chambord), Galander Bar / BSB ( Fine Mustard Liqueur) und Kreuzritter (Zin Giba und Gold Engel).

Mit dem Organisations-Team und den Jury-Mitgliedern (zu denen auch der Autor dieser Zeilen zählt) hat das Ganze fast schon etwas von einer Graswurzelbewegung. Über 20 Teams, bestehend aus Bartendern und Connaisseuren, werden am kommenden Montag in Hamburg um den mit der Siegesprämie gefüllten Likör-Pott antreten. Was sind die Teilnahmebedingungen für Bartender-Teams und beteiligte Firmen? Hier der Original-Text:

Ein offener Wettkampf, rund um den besten Likör Drink. Antreten können maximal 15 Teams. Das Mixen selbst wird nicht bewertet, ausschließlich der Drink. Teams bedeutet, es müssen keine Einzelkämpfer sein. So als Denkanstoss sage ich hier mal beispielsweise: Team Bartender Labor, Team Cocktailpodcast, Team Barzirkel/Netzwerk xyz oder Team Cocktailforum. Wie gesagt, nur Anregungen. Die Teams müssen bei tatsächlicher Teilnahme eine Startgebühr von 50 € zahlen. Das macht bei einer Teilnahme von 15 Teams eine Maximale Einnahme an Startgeldern von 750 €. Steck ich mir schön in die Tasche …

Natürlich NICHT! Teilen wir durch drei und zahlen dem Gewinner zwei Drittel und dem zweit platzierten ein Drittel aus. Beispiel: 15 Teilnehmer a 50 € macht 750 € – Gewinner  Team bekommt 500,- € – zweiter 250 €, der Rest nen feuchten Händedruck.

Und jetzt kommen die Sponsoren ins Boot. Bislang gibt es noch keine, aber ich hoffe Sie werden Schlange stehen. Die Sponsoren müssen neben einen Obolus für die Location etc. eine Preissumme annoncieren. Diese Preissumme geht  in den „Pott“ und wird darüber hinaus zur direkten Bestechung der Teilnehmer benutzt. Beispiel: Die Firma Dreiecks-Knape entscheidet sich, neben den Sponsor Kosten eine Preissumme von 250,- € zu annoncieren. Das heißt, der Gewinner Pott wird neben den Startgeldern um die Summe von 250,- € erhöht. Zeitgleicht verpflichtet sich der Sponsor, sollte ein Teilnehmer mit deren Produkt (muss Hauptanteil im Drink sein) den ersten Platz zu erzielen, die gleiche Summe nochmals an das Gewinner Team zu zahlen. Alles verstanden? Macht nichts – Einzelheiten gibt es in Kürze hier auf der Wettbewerbsseite – Liquetition.de

Aufgrund des großen Andrangs wurde die Teilnehmerzahl mittlerweile erhöht. Der Aufforderung des Veranstalters folgend, haben bereits mehrere Teilnehmer und Liköre im Vorfeld der großen Zuckeralkohol-Sause Hinweise ins Internet gepflanzt, um ihre Chancen bei der Liquetition zu erhöhen. Das Team „Cateristic“ aus Hamburg etwa beichtet seine große Liebe zur poppigen 80er-Serie Miami Vice und der Berliner Dominik Galander läßt die gefürchtete Waffe des Kreuzberger Schwaben los, um seinen Senflikör zu positionieren.
Man darf gespannt sein, wer am Montag das Rennen macht. Derzeit liegen die möglichen Gewinnerprämien bei € 1750 für den ersten Platz und € 850 für den zweiten Platz. Aber es dürfte vor allem der Spaß am Ungewöhnlichen sein, der die teilnehmenden Teams antreibt. Damit es nicht zu ernst zugeht, hat jedes von ihnen schon mal einen zuckerhaltigen Spruch mitbringen müssen. Kalauer vom Kaliber eines „Mit Likör ist nichts zu schwör“ sollen dabei getoppt werden, erfuhr man aus Insider-Kreisen.


Liquetition – The Liqueur Competition 2011

Datum: 30.5.2011

Beginn: 15 Uhr

Veranstaltungsort: Café Schöne Aussichten, Gorch-Fock-Wall 4, 20355 Hamburg

www.schoeneaussichten.com

 

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