Hendrick’s Teatime Competition. Der Sieg geht in den Breisgau.

Wettbewerbe 26.11.2011 2 comments

Ziel des Wettbewerbs war es, dem Thema Teatime neuen Wind einzuhauchen. Dazu trafen sich die elf Finalisten in der Bibliothek des Soho House Berlin und stellten ihre Kreationen der hochgradig besetzen Jury vor. Auf ganzer Linie konnte hierbei Jan Jehli (Colombi Hotel, Freiburg) überzeugen, der sich genau wie seine Podiumskollegen über ein Preisgeld freuen durfte. Die Plätze zwei und drei gingen an Michele Fiordoliva (Negroni, München) und Sascha Thieben (Bristol Hotel, Frankfurt). MIXOLOGY ONLINE sprach mit den Gewinnern.

Hendrick‘s Gin aus dem schottischen Whisky-Haus William Grant & Sons hat 11 Teilnehmer nach Berlin eingeladen, um ihre Interpretation der Teamtime-Kultur zu präsentieren. Aber wieso genau elf? Entgegen der weitverbreiteten Meinung, dass Hendrick‘s seit 1886 produziert wird, das steht zwar auf der Flasche, bezieht sich aber auf die Ursprünge der Glenfiddich Destillerie, gibt es den Gurken-Rosen-Gin erst seit elf Jahren.

Zur Teilnahme am Finale wurden im Vorfeld Bartender und Blogger eingeladen, ihren Hendricks Teatime Cocktail einzusenden. Aus einer Vielzahl von Rezepten, die ausgemixt und von der Jury im Vorfeld bewertet wurden, kristallisierten sich die Finalisten heraus. Sie mussten bei typisch britischen Scones und Cucumber Sandwiches in Berlin versuchen die Jury von sich und ihrem Drink zu überzeugen. Für den Gewinner winkte ein Preisgeld von 1000 Euro. Das Auswahlgremium, bestehend aus Arnd Henning Heissen (Curtain Club, Berlin), Bernhard Schäfer, Helmut Adam (Herausgeber von Mixology), Markus Orschiedt (Chefredakteur, Mixology) und Stefan Gabányi, nahm seine Aufgabe sehr ernst und viele unterschiedliche Auslegungen der britischen Teekultur unter die Lupe.

Aber wieso gab es so viele unterschiedliche Interpretationen?

Eine Ursache hierfür ist, dass beim Kreieren der Rezepte den Teilnehmern die Hände nicht eng gebunden waren und der Kreativität nahezu freien Lauf gelassen wurde. Klar, Hendrick‘s Gin sollte Bestandteil sein, aber ansonsten? Ob ein Martini, ein Gimlet, ein Longdrink, ein Punch oder ein andersgeartetes Getränk war vollkommen egal, nur zum Thema Teatime sollte es gut passen. Relevante Kriterien zur Bewertung der Kreationen waren dann der Name, das Aussehen, der Geschmack, die Interpretation des Themas sowie die „Unusualness“, worauf der Gin mit Gurke und Rose sehr viel wert legt.

Das Teilnehmerfeld bot eine Mischung aus bereits etablierten und in der Szene bekannten Namen sowie einigen Newcomern und bestand aus: Markus Weidenfeller (Bardevils, Wiesbaden), Enrico Wilhelm (Doc Cheng’s, Hamburg), Jan Christoph Kohlhoff (Hotelfachschule, Lübeck), Tom Jakschas (Rubinrot, Köln), Michele Fiordoliva (Negroni, München), Jan Jehli (Colombi Hotel, Freiburg), Sascha Romanow (Roomers, Frankfurt), Christian Schroff (Orientierbar, Hofheim), Ewald Stromer (Capella Bar, Düsseldorf) und Jennifer Stöver (Indochine, Hamburg).

Noch keinen Tag offiziell hinterm Brett in einer Bar und schon Gewinner

So war es dann auch ein junger Kreativer, der mit seinem „Botanical Teatime Punch“ auf ganzer Linie überzeugte. Jan Jehli aus Freiburg, gerade mal 22 Jahre alt, schockte die Konkurrenz und holte bei seiner ersten offiziellen Competition seinen ersten Sieg. Jehli kann man als Phänomen bezeichnen, noch nicht einmal Bartender und schon hat er seinen ersten Cocktailwettbewerb gewonnen. „Zurzeit mach ich im zweiten Lehrjahr meine Ausbildung zum Restaurantfachmann und will damit eine Grundlage schaffen, um ein guter Bartender zu werden, da ich schon früh meine Baraffinität entdeckt habe“, so Jehli. Man kann also festhalten, dass der junge Mann noch keinen einzigen Arbeitstag hinter dem Tresen hatte. „In unserem Restaurant haben wir zwar eine Bar, dort hab ich aber noch nicht gearbeitet.“

Sein Drink ist nach eigenen Angaben an ein klassisches Punch Rezept angelehnt. Für ihn bedeutet die Teatime eine Zeremonie und deshalb wird sein Punch auch direkt am Gast zubereitet. „Ich habe mich für Kamillentee als Filler entschieden, da dieser auch in Hendricks Gin vorkommt.“ An dieser Aussage zeigt schon seine Fachexpertise. Den zweiten und dritten Platz mit jeweils 750,00 beziehungsweise 500,00 Euro Preisgeld sicherten sich Michele Fiordoliva (Negroni, München) und Sascha Thieben (Bristol Hotel, Frankfurt) in diesem hart umkämpften Finale.

Aber als strahlender Sieger ging das neue Gesicht aus dem Breisgau hervor. MIXOLOGY ONLINE wünscht Jehli alles Gute auf seinem Weg und ist immer wieder froh, wenn sich neue Gesichter aufmachen, um den alten Hasen der Szene die Butter vom Brot zu nehmen.

 

 

 

Die Rezepturen der Siegerdrinks

Botanical Tea Time Punch“ // Jan Jehli (Colombi Hotel, Freiburg)

4,5-5 cl Hendrick`s Gin

0,25 cl Boudier Crème de Mure

9 cl heißen Kamillentee

5 cl Zitronen-Honig-Wasser

3 Kardamomkapseln

3-5 Blätter Nanaminze

1 Macis

1 getr. Rosenblütenknospe

2 Zitronenzesten

Einige Blätter getrocknete Nanaminze

Zubereitung: Alle Zutaten bis auf den Gin und Crème de Mure in einer Teekanne, am besten aus Glas, warm werden lassen. In eine schöne Teetasse einen Barlöffel Boudier Crème de Mure geben und 2-3 Dandelion & Burdock-Zuckerwürfel zur Tasse legen. 45ml-50ml Hendrick`s Gin in die Kanne geben und in die Tasse seihen.

Garnitur: Dandelion & Burdock-Zuckerwürfel

 

Zubereitung Zitronen-Honig-Wasser: 1 Teil Honig mit 1 Teil heißem Wasser lösen und 3 Teile Zitronensaft dazugeben. An einem warmen Ort aufbewahren.

Zubereitung: Dandelion&Burdock-Zuckerwürfel: Zuckerwürfel mit 7-8 Tropfen Dandelion & Burdock Bitters tränken und trocknen lassen.

 

 

(Offenlegung: MIXOLOGY, Magazin für Barkultur, und MIXOLOGY ONLINE sind Medienpartner von Hendrick‘s Gin bei der Hendrick‘s Tea Time Cocktail Competition.)

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