Prickelnd ins Neue Jahr. Thomas Henry Elderflower Tonic Competition.

Wettbewerbe 7.1.2012 3 comments

Eigentlich als Sonder Edition geplant, erfreute sich die limitierte Auflage des Thomas Henry Elderflower Tonics derartiger Beliebtheit, dass es zum Jahresbeginn doch in die jederzeit erhältliche Range des Unternehmens überging. Der nötige Anschub für das innovative Tonic soll nun durch einen Wettbewerb kommen. Die Gewinne sind lukrativ und die Anforderungen soeben bekannt gegeben worden.

Es ist noch Raum für Innovation. Das junge Berliner Unternehmen Thomas Henry bewies dies erst zum letzten Bar Convent Berlin, als sie mit einem geschmacklich neuartigem Tonic Water aufwarteten. Ganz dem Trend der letzten Jahre hörig, spielt darin die Holunderblüte die Hauptrolle. Das eigentlich nur als Sonder Edition geplante, blumige Tonic Water geht mit dem Jahreswechsel in  die nächste Runde. Denn seit dem 1.1.2012 ist es für die Gastronomie auch regulär im Handel erhältlich. Sebastian Brack, Geschäftsführer des Unternehmens, begründet dies so: „Es ging schon darum eine Lücke im Portfolio zu schließen. Die Rezeption am Bar Convent Berlin war großartig und dann hören wir natürlich auf die Experten. Denn in den Bars werden unsere Produkte verkauft.“

Um den Marktgang ordentlich zu begleiten, wurde nun ein Wettbewerb ausgerufen, der sich um das Elderflower Tonic dreht. Gesucht wird ein kreativer Longdrink mit Elderflower Tonic. Das Ganze darf maximal aus vier Zutaten bestehen, zu denen drops und dashes gerechnet werden, aber die Garnitur nicht. In der Gesamtmenge, die 0,2 l nicht unter und 0,3 l nicht überschreiten darf, müssen mindestens 100 ml Thomas Henry Elderflower Tonic sein. Infusionen und andere hausgemachte Zutaten sind für diesen Wettbewerb nicht erlaubt. Alle Ingredienzien müssen Deutschlandweit erhältlich sein. Doch damit noch lange nicht genug Herausforderung. Denn zum Drink muss von den Anwärtern noch ein 60-120 Sekunden langes Video serviert werden.

Der amerikanische Traum

Das Video soll die Zubereitung des Drinks kreativ darbieten. Bewertet werden im Anschluss nicht nur die Rezepte und die Umsetzung derselben, sondern auch das Video. Das Video fließt unterm Strich zu 40% gegenüber dem Drink mit 60% in die Entscheidung ein. Einsendeschluss ist der 1. März 2012. Kurz darauf werden die Kreationen in den Berliner Redaktionsräumen von MIXOLOGY ausgemixt und von einer Fachjury bewertet. Die endgültige Entscheidung über die Gewinner obliegt dann Helmut Adam, Herausgeber des MIXOLOGY MAGAZIN, Jörg Meyer, Inhaber der Hamburger Bar Le Lion, Bastian Heuser von der Agentur Barworkz, Sebastian Brack von Thomas Henry sowie Florian Meimberg. Letzterer ist Autor und Werbefilm Regisseur.

Und was gibt es zu gewinnen? Der Sieger darf sich eine Begleitperson seiner Wahl auswählen und fliegt mit 500 Euro Taschengeld nach New York, um dort 4 Nächte zu residieren. Dort liegen dann noch zwei Tickets für das Event „Manhatten Cocktail Classics“ parat, sowie zwei weitere Tickets zu einem dortigen, frei wählbaren Tasgesseminar. Der zweite Sieger darf sich über eine bezahlte Anreise, eine Hotelunterkunft für zwei Personen und die Tickets zum Bar Convent Berlin 2012 freuen. Und der dritte Sieger ist ab der Verkündung stolzer Besitzer einer von cocktailian.de extra für diesen Wettbewerb gesponserten Jim-Meehan Bar-Roll-ups. Noch Fragen? Nein? Dann bitte Vorhang hoch und Action. Auch die MIXOLOGY ONLINE Redaktion freut sich auf die Teilnehmer, die, um teilzunehmen, ihre Videos natürlich auf der Facebook Seite von Thomas Henry posten müssen.

Weitere Informationen: thomas-henry.de

 

(Offenlegung: MIXOLOGY, Magazin für Barkultur, und MIXOLOGY ONLINE sind Medienpartner von Thomas Henry bei der Elderflower Tonic Competition.)

3 comments

  1. Timon Kaufmann

    Hallo liebes Mixology-/TH-Team!

    Seit geraumer Zeit ist zu erkennen, dass der Anspruch der Wettbewerbe an die teilnehmenden Bartender stetig wächst.
    Vor 6-8 Jahren hat es teilweise noch gereicht, eine trinkbare Breitbandrezeptur einzureichen. Solange genügend Maracujasaft und Erdbeersirup enthalten waren und man das Rezept beim Showdown halbwegs fehlerfrei ins Glas gezitter hat, lag man gut im Rennen.

    Heute sieht das schon anders aus. Ein ausgewogener, guter und wenn möglich sogar inovativer Drink ist schon lange kein Erfolgsgarant mehr.
    Unlängst werden berufliches Fachwissen, Produktkenntnisse und Arbeitstechnik, teilweise sogar psychologische Aspekte in die Bewertung Integriert.
    Diese Anforderungen setzen bei ambitionierter Teilnahme vorraus, dass man sich mit dem Produkt und den geforderten Ansprüchen auseinandersetzt.
    Ein „Weils besser schmeckt!“ auf die Frage, warum man den Drink mit 2 verschiedenen Sorten Eis shaked, stellt die Jury meist nur geringfügig zufrieden.

    Soll heißen: Neben der Zeit, die man benötigt um einen guten Drink zu kreieren, muss man weitere Zeit für Recherchen investieren um alle nötigen Informationen zu bekommen und evtl sogar ein schlüssiges Konzept oder eine außergewöhnliche Präsentation zu erarbeiten. Ganz zu schweigen von der Zeit die man zur Verbesserung der Arbeitstechnik aufbringt.
    Für das in der Gastronomie arbeitende Volk heißt das meist wenig Schlaf und/oder Freizeit.

    Dennoch macht man das gerne, da es das eigene Fachwissen und die Fähigkeiten ausbaut.

    Mittlerweile ist es schon fast ein Standart, zu jedem Wettbewerb ein Foto des Drinks mit einsenden zu müssen. Somit ein zusätzlicher Zeitaufwand.
    Eine Kamera muss organisiert, eine Location und Szenerie gewählt und unter umständen das Bild nachbearbeitet werden.
    Weiter Stunden arbeit ohne jegliche Garantie auf Erfolg.

    Nur hier überschreiten wir meiner Meinung nach schon langsam die Grenze des für mich wertvollen.
    Kenntnisse im Bereich Fotographie und Bildbearbeitung helfen mir hinter der Bar nur geringfügig weiter.

    Mit diesem hier ausgeschriebenen Wettbewerb sind wir soweit, dass das Einsenden eines Videos Teilnahmebedingung (bzw Bestandteil) ist. Wer schon einmal ein mehr oder weniger qualitativ hochwertiges Video produziert hat, weiß wie aufwändig so etwas sein kann.
    Diese Zeit würde ich lieber dazu nutzen, mich mit Fachkollegen zu treffen, auszutauschen und den Drink persönlich zu mixen.

    Welchen Sinn macht es für einen Bartender so viel Zeit in etwas zu investieren, was ihn fachlich höchstens geringfügig weiter bringt und ihm nichteinmal einen Erfolg oder Entlohnung garantieren kann?
    Sollte es nicht genügen, den Drink und die Präsentation zu beschreiben, wie es in einem Verkaufsgespräch am Gast der Fall ist?
    Wenn ich jeden meiner Gäste mit einer Videopräsentation von meiner Arbeit überzeugen müsste hätte ich ein dickes Problem.

    Sollten sich die Wettbewerbe weiterhin so entwickeln werde ich bald Urlaub beantragen müssen, damit ich meine Magisterarbeit zum Thema „Gin und Elderflowertonic – Einfluss der Rotationsgeschwindigkeit des Rührwerkzeuges auf den Grad der Verwässerung“ rechtzeitig abschließen kann.
    Ich werde meine Freizeit (bzw. das was nach diesem Beitrag noch davon übrig ist) lieber anderweitiig nutzen.

    Dennoch wünsche ich viel Erfolg für diesen Wettbewerb und denen die daran teilnehmen gutes Gelingen! Immerhin ist das was es zu gewinnen gibt nicht von schlechten Eltern!:)

    Cheers,

    Timon

  2. Bastian Heuser

    Hi Timon,

    deine Analyse der Wettbewerbsentwicklung ist hier durchaus korrekt dargestellt, wenn auch meiner Meinung nach nicht ganz vollständig.
    Denn nicht nur die Ansprüche an den Bartender sind in den letzten Jahren gewachsen. Als Veranstalter eines Cocktailwettbewerbes gilt es heute deutlich mehr zu beachten als noch vor fünf Jahren, um von Bartendern überhaupt noch wahrgenommen zu werden. Wettbewerbe ohne Übernahme der Reisekosten/Reisekostenzuschuss? Nee, lass mal. Preisgelder: haben sich in den letzten 5 Jahren vervielfacht, weil man nur so ein bestimmtes Maß an Bewerbungen garantieren kann. Juryauswahl: extrem wichtig (verständlicherweise), aber auch die kommt nicht mehr, wenn man ihnen nur ein Hotelzimmer und die Reisekosten erstattet. Ich könnte noch ein paar Dinge nennen, aber ich glaube du verstehst worauf ich hinaus will.

    Wir sehen hier also ganz klar eine Professionalisierung der Szene, die meiner Meinung nach sehr äquivalent geschieht. Und ich finde diese Entwicklung höchst positiv. Bartender geben sich nicht mehr mit halb Garem zufrieden, müssen sich aber auch an ihren Ansprüchen messen lassen.

    Und ich finde, dass du der Fairness halber auch hättest erwähnen sollen, dass diese Entwicklung immer mehr Bartendern eine professionelle Karriere in der Branche ermöglicht, die sich sogar finanziell auszahlen kann. Nicht jedem, aber denen, die in ihre Karriere investieren (und meiner Meinung bist du doch weiss Gott einer, der in seine Karriere investiert!).

    Mein Fazit: für beide Seiten ist die Entwicklung eine Win-Win-Situation, Benachteiligte kann ich beim besten Willen nicht erkennen.

    Was diesen Wettbewerb angeht, so ist er, wie auch im normalen Bar-Alltag eher als Teamleistung zu sehen und nicht als Alleingang. Fast jeder hat mittlerweile einen Freund oder Bekannten, der sich ein bisschen mit Fotografie oder Film auskennt…du kümmerst dich um den Drink, er/sie um den Film und ihr beide fliegt nach New York, es gibt ja schliesslich zwei Tickets! 😉

    Ich wünsche allen Teilnehmern jedenfalls viel Erfolg und ich würd mich über deine Teilnahme Timon auch sehr freuen!

    Basti

    P.S.: Da ich durch diesen ganzen Disclaimer-Kram nie so richtig durchblicke, sei zur Offenlegung jedenfalls noch gesagt, dass ich Thomas Henry (und viele andere Getränkevertriebe/Wettbewerbsveranstalter) zu meinen Kunden zähle.

  3. Timon Kaufmann

    Hallo Basti!

    Erstmal vielen Dank für deine Stellungnahme!:-)

    Wir sehen die Dinge aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln. Daher muss ich zugeben, dass meine Argumentation in diesem Fall teilweise etwas einseitig Ausgefallen ist, zudem mir der Einblick aus der Sicht des Veranstalters fehlt. Aber dafür bist du ja da!;)

    Keine Frage, was die Industrie und deren Vertreter in Form von Wettbewerben, Messen und Weiterbildungen für die Szene in den letzten Jahren geleistet hat ist enorm.
    Das die Bartender, mich eingeschlossen, davon sehr viel profitiert haben steht ebenfalls nicht zur Debatte.
    Und das die Veranstalter das alles nicht nur machen, um wieder Platz in ihrer Portokasse zu schaffen ist denke ich auch klar.
    Wenn ich mich recht entsinne haben wir im Rahmen eines anderen Wettbewerbs (bei dem Anreise und Unterkunft selbst übernommen werden musste;-)) schon einmal über dieses Thema bei einem Drink im Spirits sinniert?!:)

    Darum ging es mir aber auch nicht. Wer bereit ist etwas zu zahlen, kann selbstverständlich auch etwas dafür verlangen! Und das, was den Bartendern bei den Wettbewerben geboten wird ist wirklich beachtlich, mal ganz abgesehen von Ru(h)m (je nach Contest) und Ehre, was sich wiederum, wie du schon sagtest, beruflich niederschlägt.

    Was mich an der Sache iritiert ist die Richtung in die sich die Anforderungen entwickeln.
    Das produzieren von aufwendig gestalteten Videos/Fotos gehört meiner Ansicht nach nunmal nicht zu der Profession eines Bartenders.

    Was ich damit sagen möchte ist mit Nichten, dass darin eine Benachteiligung des Bartenders besteht. Ob und wenn ja mit welcher Ernsthaftigkeit er teilnimmt ist schließlich ihm selbst überlassen.
    Vielmehr versuche ich den Nutzen (Win-Win) für den Bartender zu sehen, sollte er nicht unter die Top 3 kommen? Besonders dann, wenn er so viel fachfremde Zeit und Mühe investieren muss um überhaupt teilnehmen zu können.
    Hier könnte man doch sagen, man trifft aus allen Einsendungen eine Vorauswahl mit den Finalisten.
    Diese, meinetwegen 10 Finalisten reichen dann ein Video ein, anstatt anzureisen. Oder man wickelt das ganze über Skype ab und stellt ein paar Fragen.
    Somit besteht zumindest schon mal eine höhere Erfolgschance. Und als kleines Goody bekommen die 4.-10. Platzierten die neue Ausgabe des Cocktailian oder ein Mixology-Abo…;) Dann hat man wieder was zum lesen und lernen.

    Vielleicht denke ich da auch einfach zu idealistisch. Ich bin einfach sehr bedacht darauf, mich durch solche Wettbewerbe weiter zu bilden und zu entwickeln, ungeachtet von Ausgang und Preisgeld. Gerade weil ich mit diesen Wettbewerben auch in meine Karriere investieren möchte.

    Was das Teamwork angeht…erklärst du der Caro dann, dass ich mal eben mit Dave auf ein, zwei Bierchen für ne Woche nach New York flieg, anstatt sie zum shoppen und barhoppen mitzunehmen? Wird sicher lustig!:) Wir sind leider noch nicht verheiratet, da muss man(n) noch aufpassen!;)

    Ich hoffe ich konnte meine Intention hiermit erklären.

    Dann werd ich mich mal wieder den Problemchen der Offline-Welt widmen und wünsche noch einen angenehmen Tag.

    Greetz, Timon

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