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Fettercairn | Whisky News | Mixology — Magazin für Barkultur

Whisk(e)y News April 2019

Die Redaktion stellt jeden Monat ausgewählte Whisk(e)y-Neuerscheinungen vor – schottisch, japanisch, irisch, amerikanisch oder auch exotisch. Im April haben wir für euch einen Highlander, einen besonderen Japaner und eine feine Eiche.

Fettercairn Highland Single Malt Scotch Whisky

Lord of the Kühl-Rings

Vetter Kain? Federkern? Die in den Highlands gelegene Destillerie Fettercairn (ein Teil der Whyte & Mackay Gruppe) gehört hierzulande zu den eher unbekannten Größen. Allerdings hat die bereits 1834 lizenzierte Brennerei neben der langen (wenn auch wie so oft in Schottland wechselvollen) Geschichte auch einen beachtlichen Stock an alten Single Malts aufzuweisen. Diesen bringt Borco mit dem 28 Years Old (UVP: 699 Euro) nun nach Österreich und Deutschland. Der Whisky im Zeichen des Einhorns – kein aktueller Marketing-Einfall, sondern bereits Wappentier des Gründers Sir Alexander Ramsay – ist Teil eines vier Abfüllungen umfassenden Portfolios. Den Einstieg macht ein betont fruchtiger 12 Years aus der Schwester-Destillerie von The Dalmore und Jura. Dieser Fettercairn bringt saftige Nektarine und Tropenfrüchte sowie etwas kandierten Ingwer und Karamell mit. Erhältlich ist der mit 40 % Vol. gefüllte 12 Years zu ca. 50 Euro. Die Flaschenform der beiden Borco Neuzugänge zitiert übrigens eine technische Besonderheit in der Scotch Welt, die auf die 1950er Jahre zurückgeht: Ein Kühlring lässt beständig Quellwasser aus den Grampians über die Brennblase laufen. Daran erinnern die Rillen und der Ring am Flaschenhals.

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Akashi Red Wine Cask 6 Jahre | Whisky News | Mixology — Magazin für Barkultur
Weiß oder rot zum Kobe-Beef? Der Akashi Red

Akashi Red Wine Cask 6 yo

WEISS ODER ROT ZUM KOBE-BEEF?

Immer noch gilt die »White Oak Distillery« in der Präfektur Hyōgo als einer von Japans Whisky Geheimtipps. Dabei hat die heute in der Nähe des Rindfleisch-Pilgerorts Kobe beheimatete Brennerei einigen Anspruch, die älteste Whis- ky-Brennerei des Landes zu sein. Allerdings wurde die 1919 erteilte Lizenz lange nur im Inland genutzt. Mit dem Neubau 1984 und dem Akashi Label beginnt die Internationalisierung, die in Deutschland vom Bremer Spirituosen Contor (BSC) getragen wird. Und BSC hat sich auch einen großen Anteil der neuen Abfüllung gesichert: 48 von 400 Flaschen des »Akashi Single Malt Red Wine Cask« bzw, des ebenfalls sechs Jahre gelagerten »White Wine Cask« sind verfügbar.
Als Basis wurden ehemalige Cognac-Fässer verwendet, das Finish erfolgte für zehn Monate in Ex-Chardonnay-Fässern (»White«) und in einem nicht näher bezeichneten französischen Ex-Rotwein-Fass (»Red«). Gefüllt wurden beide Single Malts ungefärbt und nicht kältefiltriert mit 50% Vol. Das Tannin und der rote Früchtemix bringen einen Touch Apfelschale beim »roten« Akashi mit. Die blumige Art der »weißen« Limited Edition wiederum erinnert an Bergamotte, aber auch Kaktusfeige. Beide Varianten sind zu jeweils 177 Euro (0,5-Liter-Flasche) über das BSC zu beziehen.

Woodford Reserve Master’s Collection Select American Oak

BESONDERS »GEEICHT«

Mit der Woodford Reserve Master’s Collection widmet sich Master Distiller Chris Morris regelmäßig besonderen, limitierten Interpretationen der American-Whiskey Tradition. Für die frisch abgefüllte 15. Edition setzt man das Augenmerk nun ganz besonders auf die ohnehin prominente Eiche. Aus der Trias der üblicherweise für die WoodfordReifung verwendeten Eichen Arten – Nördliche Eiche, Appalachische Eiche und Ozark-Eiche – entschied man sich, für die Master’s Collection ausschließlich die Ozark Varietät zu belegen. Diese wiederum zeichnet sich durch eine unheimlich komplexe Aromatik aus, die sie auf den in ihr gelagerten Bourbon überträgt: Kakao, Maronen, Vanille, Marzipan, Walnuss und Pfirsich sind nur einige der Kernnoten, mit denen die 45,2 % Vol. starke Sonderabfüllung an den Start geht. Der Preis soll sich im ähnlichen Gefüge bewegen wie die bisherigen Master’s Sorten.

Woodford Reserve | Whisky News | Mixology — Magazin für Barkultur
Mit der Woodford Reserve Master’s Collection widmet sich Master Distiller Chris Morris einer besonderen Interpretation

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