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Heimspiel: „Master“ Philipp, Amerika ruft!

Max Warner legte den neunten Stoppover in einer Cocktail-Metropole ein. Schließlich sollte auch Wien einen „Chivas Master“ in die USA zum New Yorker Finale im Juli entsenden. Die Aufgabe lautete nicht nur, eine vierstufige Zeitreise im Cocktailglas abzuliefern, sondern auch den Whisky-Charakter im Drink durchschimmern zu lassen.
Neben dem weit angereisten Tom Hausknecht aus dem Kufsteiner Stollen 1930 und Markus Raidl (Henri Lou im Hansen-Kempinski, Wien), stellten sich in der Albertina-Passage zwei Bartender mit Heimvorteil der Challenge: Dejan Trifunovic und Marcus Philipp. Per Los hatte Trifunovic als Erster vier Drinks in zwanzig Minuten zu servieren, die vier Chivas-Hochphasen entsprechen: The Classic Age (1880-1920), The Post-War Boom (1945-1960), The Disco Years (1975-1990) und The Age of Revivalism (ab 2000). Für Pernod-Ricard saß neben Warner auch Österreichs Premium-Verantwortlicher Gerd Weihsmann in der Jury, Kolumnist Angelo Peer ergänzte das Trio.
Inspiration: Schul-Kakao
Mit einem Twist auf den Old Fashioned, basierend auf dem 18-jährigen Chivas, Kaffeebohnen und Rosinen sowie seiner Gimlet-Interpretation legte Trifunovic vor. Die Inspiration für die doch eher selten in Cocktails verwendete Kakaomilch im mit Erdbeerpüree und roter Bete kolorierten Red Riding Chivas, steuerte sein kleiner Sohn bei.
Den klassischen Brandy Crusta unterzog Markus Raidl dann einer schottischen Kur, die unter anderem Tahiti-Vanille verschrieb. Den aufwendigsten Drink stellte er gemeinsam mit seinem Tiki-Hausgott „Dr. Funk“ vor, der Grenadine und Myers Rum als Ergänzung zum Chivas 18 yrs. vorschlug. Auch der einfache, auf Antica Formula basierende Strathisla High Tea verhinderte nicht, dass auch Raidl das Zeitlimit nicht einhalten konnte.
Drink aus dem Automaten
Das gelang als einzigem Tom Hausknecht, der sich mit Küchen-inspirierten Drinks präsentierte. Neben dem Stollen Penizillin und dem seinem Chef Martin gewidmeten ChiMar sorgte vor allem sein Espuma aus Chili, Speck und Safranbalsamico zur Chorizo für Aufsehen. Als Würze des Drinks gedacht, knabberte die Jury das Spoonfood etwas vor der Zeit; die Emulsion, die er aus Scotch, Cranberry- und Kirschsaft und einer Nespresso-Kapsel zubereitete, wurde hingegen ein echtes Showpiece.


Baum der Cocktail-History
Die Präsentation der vier Drinks, als Früchte am Art déco-Baum serviert, sorgte dafür, dass am Ende Hausherr Marcus Philipp die Nase vorn hatte. Neben einem doppelt gekühlten Twist auf den Mint Julep, den er Once upon a time nannte, und einem modernisierten Negroni sorgte vor allem der Dschingis Khan mit seiner Balance aus Passionfruit-Sirup und Champagner dafür, dass er das früher verhasste Lied der Disco-Ära nun doch mögen dürfte.
Am Ende gab es Philipps Drinks dann für alle; denn auch zum Dinner mit den Teilnehmern kamen Chivas-Kreationen wie der Arabic Parsley auf den Tisch, der von der Supperclub-Crew der Albertina-Passage gedeckt wurde.

Credits

Foto: Pernod Ricard Austria

Comments (1)

  • Marcus Philipp

    danke für diesen Bericht!!!
    lg „Master“ Philipp 😉

    reply

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