DIE MIXOLOGY BAR AWARDS 2016 AUS SIEBEN PERSPEKTIVEN

Bars 13.10.2015

Verdiente Preisträger, Champagner, Konfetti und immer viel Aufregung hinter den Kulissen. Die MIXOLOGY BAR AWARDS 2016 sind vorbei, wenn auch nicht ganz. Denn wir möchten aus sieben individuellen Blickwinkeln noch einmal auf die Oscars der GSA-Barwelt zurückschauen.

Die Berlin Bar Week ist jedes Jahr aufs Neue ein riesiges Fest mit wenig Schlaf, viel Freude, Freunden und oft auch dem einen oder anderen Glas zu viel. Um die Erinnerung an den Auftakt der Woche und die Preisträger der MIXOLOGY BAR AWARDS 2016 noch einmal Revue passieren zu lassen, betrachten wir die Verleihung aus der Perspektive von sieben daran beteiligten Personen. Alles von ganz nah und mittendrin bis außenstehend. Alles ganz nüchtern und individuell.

1) Volker, Preisträger

Ohne Frage: die schönste Perspektive bei den diesjährigen MIXOLOGY BAR AWARDS dürfte Volker Seibert gehabt haben. Ein Doppelpanorama in schwarzem, handgearbeitetem Zwiesel-Kristallglas mit den gravierten Lettern „Mixologe des Jahres“ und „Bar des Jahres Deutschland“.

Darauf angesprochen, strahlt der Kölner mit breitem Grinsen. „Ich bin immer noch total aufgedreht und alles prasselt jetzt auf einen rein.“ Die Presse, unzählige Glückwünsche beim Schlendern über den Bar Convent und in den letzten Tagen noch mehr Gratulationen im sozialen Newsfeed bei Facebook. Durchatmen ist nun erstmal die Devise. Denn, so der Doppelpreisträger des Abends, er habe noch nicht mal eine genaue Idee, wohin mit den zwei Trophäen und Urkunden. „Wir hatten ja auch absolut nicht damit gerechnet und ich denke, es dauert noch Tage bis ich es überhaupt realisiere“.

Einzig als sehr abergläubischer Gast der Awards hätte man es vielleicht vorab als Omen deuten können, dass Volker Seibert und sein Team zum Verleihungsabend am Tisch mit der Nummer 1 saßen.

2) Ben, Nominierter

Als Barchef der Eberts Cocktail Bar in Wien gehörte Ben Koch Schuchardt zu den engeren Nominierten der MIXOLOGY BAR AWARDS 2016, zur sogenannten Short List, also der gewählten Top Fünf der österreichischen Bars. „Diese Nominierung und die damit verbundene Wertschätzung an unserer Passion erfreut uns als Team natürlich sehr“, erklärt Ben.

Und auch, dass am Ende dann nicht er selbst, sondern seine ehemaligen Kollegen von der Wiener The Sign Lounge über den gläsernen Shaker jubeln durften, schmälert die Freunde nicht. Vielmehr freut man sich zusammen, taucht nach der Preisverleihung gemeinsam in die alkoholschwangere Tiefe der Berliner Nacht und steht auch am nächsten Tag den Kater gemeinsam durch. „Es war schön“, sagt Ben, „dass wir bei den Awards dabei sein durften und einen unvergesslichen Abend hatten.“ Wer die große Party nicht mit den Kollegen aus dem GSA-Ländle feiert und sich grämt „nur“ unter den besten Fünf der deutschsprachigen Barwelt gewählt worden zu sein, verpasst wirklich etwas.

3) Markus, Mitglied der Jury

Für die Jury, zu der auch Schweizer Markus Blattner gehört, beginnt der Abend der MIXOLOGY BAR AWARDS bereits gute 90 Minuten vor dem offiziellen Einlass zur Veranstaltung. Genügend Zeit für ein erstes Glas Champagner, ein Juryfoto und natürlich ein obligatorisches, kleines Briefing. Im Anschluss dann der große Rummel, Dinner und die Übergabe der Awards als Repräsentant.

„Über die Preisträger“, fasst Markus Blattner den Abend für sich zusammen, „kann man immer streiten. Ich denke, sie sind verdient, auch wenn man es eben nie allen recht machen kann.“ Dass er als Mitglied der Jury dabei nicht selbst zu den Nominierten gehören kann, stört ihn allerdings nicht. Es sei „das einzig Richtige“, um die Transparenz zu wahren, wie er sagt.

4) Phil, Moderator

Philip Duff ist seit Jahren der charmant-verschmitzte Gastgeber und Moderator des Award-Abends. Mit einer guten Portion Humor und und im schicken Smoking führt der gebürtige Ire und Wahl-New Yorker durch eine Veranstaltung, von der er auch in diesem Jahr wahrscheinlich selbst recht wenig gesehen hat. Und der Grund dafür ist schnell gefunden: Seit Jahren schon werden die Moderationskarten von Phil immer größer und überstiegen in ihrem Format dieses Mal sogar DIN A4.

Aber Spaß bei Seite. Denn er hat uns noch nicht gefragt, ob wir ihm für die kommende Auflage ein Flipboard aufbauen und weiß durchaus um die Bedeutung der Veranstaltung. Deutschland habe eine bedeutende Barkultur, Österreich und die Schweiz ebenso, erklärt er uns nach der Preisverleihung. Die Awards, auch in ihrer Form als formelles Dinner, sind dafür „ein angemessener Rahmen, der dieser Bedeutung mehr als gerecht wird.“ Den Rahmen punktuell zu crashen, mit Konfetti, knallenden Korken und spritzendem Schampus zu sprengen ist dann ja ohnehin wieder die Aufgabe von Phils Moderationspartnerin und Sankt Pauli-Barfee Betty Kupsa.

5) Constantin, Fotograf

Nicht vielen Gäste der Verleihung dürfte unser Fotograf Constantin Falk vorstellig geworden sein. Denn der Berliner Lockenkopf porträtiert alljährlich eigentlich nur die Gewinner der MIXOLOGY BAR AWARDS. Im Schein seiner Lampen und vor weißer Wand strahlen die Preisträger dann immer noch ein bisschen mehr. Für seine Arbeit ist das super, wie er uns verrät, denn „Emotionen sind für Fotos einfach besser, wenn sie echt sind.“ Und darum geht es schließlich.

„Das Unglaublichste aber“, erinnert sich ein schmunzelnder Constantin, „ist im vergangenen Jahr passiert.“ Damals fiel Marian Krause, gerade zum Newcomer des Jahres gekürt, sein Award herunter und zerbrach in hunderte Splitter. „Das hat dem ganzen zwar keinen wirklichen Abbruch getan, aber die Gesichter hättet ihr sehen müssen! Und das schlimmste daran“, fährt Constantin fort, „war, dass ich nicht mal ein Foto davon habe, weil ich noch nicht so weit war!“ Trotzdem freut er sich natürlich auch, dass in diesem Jahr alles ohne Scherben über die Bühne ging. Und Marin Krause hat ja inzwischen auch seinen neuen Award.

6) Daniel, Unterstützer

Daniel Schröder ist in seiner ersten Rolle Brand Ambassador des russischen Luxus-Vodkas Beluga und repräsentiert das sibirische Wässerchen in den GSA-Ländern. Für die MIXOLOGY BAR AWARDS in diesem Jahr kam noch eine Aufgabe hinzu. Denn als Sponsor für die „Neue Bar des Jahres“ übergab er den begehrten Award an das Frankfurter Seven Swans & The Tiny Cup, begleitet von ein paar wertschätzenden Worten.

Ganz grundsätzlich ist man im Hause Beluga bereits bestens mit dem Engagement bei hochkarätigen Events wie dem Royal Ascot-Rennen, der Nobelpreisverleihung sowie der Kunstbiennale Venedig vertraut und verweist auf ein starke Verbindung mit der Welt der erfolgreichen Intellektuellen und des ästhetischen Lifestyle. Umso schöner also, dass unsere MIXOLOGY BAR AWARDS nun scheinbar dazugehören.

7) Lucia, Hostess

Die netten und fleißigen Damen am Einlass, der Garderobe und vor allem auch hinter den Kulissen der MIXOLOGY BAR AWARDS bekommen von der Veranstaltung selbst eigentlich recht wenig mit, interessieren sich wohlmöglich ohnehin nur mäßig dafür. Stattdessen lächeln sie professionell und sind freundlich, wie schon bei dutzenden Veranstaltungen oder Messen zu vor. Und dennoch, schwärmt Lucia, „ist mir aufgefallen, dass hier wahnsinnig viele gut angezogene und hübsche Menschen teilnehmen.“

Die junge Berlinerin ist zum ersten Mal bei den Awards im Einsatz und freut sich durchaus auch über die strahlenden Gesichter der Gewinner. „Ich kann mir gut vorstellen“, sagt Lucia, „dass die Veranstaltung das Highlight überhaupt ist, wenn man tief in der Szene steckt. Selbst für mich als Außenstehende wirkt das alles echt wichtig und emotional.“

In diesem Sinn freuen wir uns schon auf die Emotionen, das gemeinsame Feiern und Bettys Konfetti-Kanonen im nächsten Jahr.

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