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Inventur | Mixology — Magazin für Barkultur

Inventur am 21. April 2019 – Gancia Wermut bei Borco, Streit mit Gordon Ramsay & eine Competition in Basel

Wilde Debatten Gordon Ramsays neues Restaurant

Der britische Starkoch Gordon Ramsay wird im kommenden Sommer sein neues Restaurant „Lucky Cat“ im Londoner Viertel Mayfair an Stelle des Restaurants Maze eröffnen. Als authentisch asiatisches Restaurant mit einer vibrierenden late night-Lounge, das von der Trinkszene Tokios in den 1930er-Jahren und dem Fernen Osten inspiriert sein will, wird das Lucky Cut beschrieben. „I can’t wait to open the doors at Lucky Cat and bring a new flavour of Asian food and culture to Mayfair …“, wird Ramsay vorwiegend in englischen wie lokalen Medien zitiert.
Der Überraschungseffekt des „new flavour“ dürfte ihm ganz bestimmt gelungen sein. Die Kritikerin Angela Hui beschreibt diesen „new flavour of Asian food“ à la Ramsay nach einer Lokal-Premiere als Alptraum: „It was nothing if not a real life Ramsay kitchen nightmare“. Das sieht der stets meinungsfreudige und selbstbewusste Gordon Ramsay natürlich anders und hat daraufhin unter anderem auf Instagram ziemlich heftig reagiert. Mittlerweile ist um Ramsays Glückskätzchen eine rege Diskussion unter Beteiligung vieler anderer Köche entfacht.

Basel BarTender lädt wieder ein

„16 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus Basels Barlandschaft haben jeweils aus maximal 5 Zutaten einen Cocktail kreiert, geschüttelt oder gerührt, gezuckert oder gesalzen, ganz sanft oder mit ordentlichem Biss: Für jeden Geschmack sollte etwas dabei sein. Unsere Jury aus geladenen Profis aus der Bar- und Gastroszene degustiert, debattiert und determiniert den schmackhaftesten und originellsten Drink“, Lässt uns Jorian Pawlowski von „Basel BarTender“ wissen. Um die Competition herum gibt es eine kleine Warenmesse, bei der von Spirituosen bis zum Strohhalm alle rund um die Bar ausgestellt und angeboten wird. Am 5. Mai findet das Spektakel statt und zwar in der KitchenBrew Eventhalle, Binningerstrasse 101, 4123 Allschwil. Veranstalter sind die Basel BarTender.

Borco bringt Gancia nach Deutschland

Sie bedienen verschiedene Geschmäcker und Verwendungsmöglichkeiten: Die Wermuts aus dem italienischen Traditionshaus Gancia, deren hiesige Distribution ab sofort in Händen des hanseatischen Familienunternehmens Borco-Marken-Import liegt. Die traditionsreichen Neuzugänge Bianco, Rosso, Extra Dry und „Rosso di Torino“ stärken das Borco-Portfolio mit handwerklich gefertigten Spirituosen. „Die Gancia-Wermuts gelten als Sinnbild italienischer Apéritif-Kultur und sind das Ergebnis einer über 150-jährigen Tradition. Wir freuen uns, dass Gancia fortan unser Portfolio bereichert und wir das Handwerk von Gancia erstmalig in Deutschland erlebbar machen können“, betont Dr. Tina Ingwersen-Matthiesen, geschäftsführende Gesellschafterin und Teil der Borco-Inhaberfamilie Matthiesen.

Zum Start in Deutschland liegt der Fokus zunächst auf dem Marken- und Distributionsaufbau in der Bar- und Gastronomie-Szene. Die Wermuts Gancia Bianco, Rosso und Extra Dry sind in 1-Liter-Flaschen zu einem Preis von 8,99 Euro erhältlich. Den Gancia Vermouth Rosso di Torino hingegen gibt es in einer 0,75-Liter Flasche zu 15,90 Euro.

Vom Plastik in der Schweiz

Wir haben bereits mehrmals darüber berichtet, und das Thema „Nachhaltigkeit in der Gastronomie“ ist uns natürlich wichtig. Bekannterweise will die Europäische Union (EU) Einweggeschirr zukünftig verbieten. Ab 2021 soll dieses im europäischen Raum keine Verwendung mehr finden. Grund: Um den enormen in die Weltmeere gelangenden Plastikmüll zu verringern. Und auch das Nicht-EU-Land Schweiz und einige dort ansässige Unternehmen machen sich über die Verwendung von Einwegplastik wie „Röhrlis” oder Kaffeebecher bereits Gedanken. Da kommt das Hamburger Start-up Tutaka gerade recht, liest man bei Salz & Pfeffer. Tutaka, das vorwiegend als Marktplatz für nachhaltige Gastro- und Hotelausstattung agiert, streckt seine Fühler in Richtung der Eidgenossen aus, um dort ein Netzwerk aufzubauen.

Credits

Foto: Shutterstock

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