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Inventur 23. Juni 2019

Inventur am 23. Juni 2019 – Trappistenbier goes online & Jägermeister beteiligt sich Woov

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n 2021 soll das EU-Verbot von Einwegplastik in Kraft treten. Ein bedeutender und richtiger Schritt im Kampf gegen die Verschmutzung der Weltmeere. Politik beginnt im Kleinen, umso mehr liegt es an jedem einzelnen von uns, einen Beitrag zu leisten.

Ein Getränkehändler aus Vaihingen bei Stuttgart hat sich während zwölf Wochen die Mühe gemacht, dieses Beitragsverständnis zu überprüfen. Mit einem Bild von insgesamt 52 Säcken mit rund 10.400 Einwegplastikflaschen und Einwegdosen sowie einer Aufforderung zu mehr Umweltbewusstsein macht er seinem Ärger via Facebook gehörig Luft. Machen Sie sich Ihr eigenes Bild davon und haben Sie viel Freude mit unseren weiteren Branchen-Neuigkeiten aus der vergangenen Woche

Schlumberger erweitert sein Foursquare Rum-Portfolio

Seit dem Jahre 2015 hat die Schlumberger Vertriebsgesellschaft mit Sitz in Meckenheim Rum-Qualitäten der Foursquare Distillery in ihrem Sortiment. 1996 wurde die Destillerie auf der karibischen Insel Barbados eröffnet und befindet sich im Besitz der Familie Seale, die bereits seit 1926 im Rumgeschäft tätig ist. Ab sofort distribuiert die Schlumberger Vertriebsgesellschaft folgende vier Rum-Qualitäten des familiengeführten Rumherstellers auf Barbados: Die drei neuen Rums Foursquare Empery, Foursquare Cask Strength Vintage 2007 und Doorly’s 14 Years Old sowie den Doorly’s 3 Years Old White Rum mit 47% Vol., der den Doorly’s 3 Years Old White Rum (40% Vol.) mit ersetzt.

Westvleteren-Trappistenbier wird Online-Handel gestiftet

Das Westvleteren Trappistenbier belgischer Mönche ist ziemlich begehrt, wie die Trappistenmönche der St. Sixtus Abtei in Westvleteren bitterlich erfahren mussten. Hergestellt wird das Bier in den Varianten »Blond«, »8« und »12« ausschließlich von und unter Aufsicht der Mönche in der Abtei in Westvleteren. Verkauft wird das Bier grundsätzlich nur an Privatpersonen in der Menge von maximal zwei Kisten zu einem Preis von rund 45 Euro pro Kiste und einem Flaschenpreis von zirka 1,80 Euro. Dass ihr Bier in einem niederländischen Supermarkt zu einem Flaschenpreis von neun Euro gehandelt und in Dubai eine einzelne Flasche für 300 US-Dollar verkauft worden war, bestürzte die Mönche des Zisterzienserordens, die ihre Bierproduktion als Abteiunterhalt nicht gewinnbringend anlegen dürfen. „Das hat uns die Augen geöffnet“, wird Bruder Godfried in einem BBC-Beitrag dazu zitiert. Nun verkauft die Abtei ihr Bier über ein Online-Reservierungssystem, das den Handel in rechte Bahnen rücken, den Wiederverkauf an Dritte verhindern und den Interessen der Westvleteren-Enthusiasten entsprechen soll.

Jägermeister beteiligt sich an Woov

Die Produkt- und Plakat-Präsenz bei Festivals und Veranstaltungen ist Jägermeister nicht genug. Der Kräuterlikör-Hersteller aus Wolfenbüttel hat sich nun auch an der Festival-App Woov mit Sitz in Amsterdam beteiligt, um Veranstaltungsbesucher auch digital abzuholen. Mit »Artnight« und der Anteilsübernahme bei Gin Sul vor knapp einem Jahr ist es die dritte Startup-Beteiligung des niedersächsischen Spirituosenunternehmens. Der Einstieg in die holländische App, die Nutzer nicht nur Festivals und Programme, sondern auch anwesende Freunde wiederfinden lässt, soll in das Konzept des Beteiligungsvehikels passen, Leuten die beste Nacht ihres Lebens zu bescheren, begründet Jägermeisters Beteiligungsgesellschaft M-Venture diesen Schritt in einem Bericht von Gründerszene. „Wir sehen immer wieder: Einer der größten Schmerzpunkte unserer Kunden ist, wenn sie auf Veranstaltungen ihre Freunde aus den Augen verlieren“, wird M-Venture Chef Christoph Goeken darin zitiert.

Beefeater reduziert Alkoholgehalt auch in Deutschland

Der Geschmack des in Kennington im südlichen London produzierten Beefeater London Dry Gin wird sich nicht verändern. Wacholder, Zitrus- und Fruchtaromen mit Koriander-note und Angelika zeichnen den seit 1820 in der James Burrough Distillery hergestellten Gin aus. Deutschland und Estland sind bislang die letzten beiden Länder, die den Alkoholgehalt des „Rindfleischfressers“ noch nicht von 47 auf 40 Volumenprozent gesenkt haben. Das soll sich schon sehr bald ändern. „Im Rahmen der globalen Harmonisierung werden wir nun ab dem 1. Juli 2019 auch hierzulande unser Beefeater Dry Produkt-Sortiment umstellen und die Produkte 0,7- sowie 1-Liter zukünftig entsprechend mit 40 Prozent Alkoholgehalt anbieten“, heißt es in einer Aussendung vom deutschen Ableger des verantwortlichen Konzerns Pernod Ricard.

Damit verabschiedet sich Beefeater auch auf dem deutschen Markt aus der Riege jener London Dry Gins wie Tanqueray, Hayman’s, Broker’s oder Finsbury Platinum, die bis heute in der klassischen, kraftvollen London-Dry-Stärke abfüllen. Die vormals hochprozentigeren Restbestände würden während der Übergangsphase entsprechend abverkauft, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Wir fragen uns indessen: Wie soll sich am Geschmack nichts ändern, wenn doch der Alkoholgehalt um knapp ein Sechstel verringert wird?

Lennart Geist siegt bei den Drinks Open 2019

Als zentrales Anliegen der Drinks Open 2019 galt, hervorragende und vor allem alltagstaugliche Cocktails zu kreieren. Lennart Geist aus der Karlsruher Bar The Door ist diesem Bestreben am erfolgreichsten gewachsen gewesen. Mit seinem Cocktail „Indian Summer“ auf Basis von Amaro Montenegro gewinnt er als einer von insgesamt 40 Bewerbern und zwölf Finalisten den diesjährigen Wettbewerb für die Länder Deutschland, Österreich und Schweiz. Erfreulich ist, dass die Plätze Zwei und Drei Bartenderinnen einnehmen. Peggy Knuth aus der Berliner Hotelbar Fragrances des Ritz-Carlton erreicht mit „Italian Iced Tea“, ebenso auf Amaro Montenegro-Basis, den zweiten Platz, und Kathrin Mösche ergänzt die Siegertreppe mit dem Cocktail „Orientalischer Sommer“ auf Basis von Maker’s Mark. Wir gratulieren den Gewinnern sehr herzlich. An Sommerdrinks für die nächste Hitzeperiode in der kommenden Woche dürfte es nun nicht mehr fehlen.

Comments (1)

  • Whiskydrinker

    Das der 40% Beefeater im G&T wahrscheinlich genauso untergeht wie der „gestreckte“ Bombay Sapphire ist abzusehen. Interessante dürfte jedoch sein, was mit dem Preis passiert. Ich vermute mal stark, das dem Kunden mehr Wasser zum gleichen Preis verkauft wird.

    Egal, wieder ein Produkt, dass man dann getrost von seiner Liste streichen kann.

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