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Der Mulata Cocktail hat mehr Aufmerksamkeit verdient

Wer an gereiften Rum denkt, denkt häufig auch an Schokolade. Der Mulata Cocktail verbindet beides. Der Cousin des Daiquiri steht dabei stets im Schatten seines großen Verwandten, ist richtig balanciert aber ein Wahnsinns-Drink.

Die Popularität des klassischen Daiquiris hat er nie erreicht. Der Mulata stand immer in dessen Schatten, dabei weiß er durchaus zu faszinieren. Gerade mit gereiftem Rum als Basis, erhält man in diesem Cocktail eine schöne Kombination aus Holz-, Röst- und Schokoladenaromen.

Der Mulata kommt aus Kuba

Ursprünglich stammt der Drink, wie viele andere Rum-Klassiker, aus Kuba. Die Originalversion des Mulata wurde damals mit Bacardi Elixir zubereitet, ein Likör aus mit Pflaumen infusioniertem Rum. Seit den 1970er-Jahren wurde dann Crème de Cacao als Ersatz genutzt. Die Produktion von Bacardi Elixir hatte geendet, als Bacardi Kuba nach der Revolution verlassen musste.

Die Erfindung des Drinks wird zwei Bartendern zugeschrieben. Entweder war es der Kubaner Constante Ribalaigua Vert, der berühmte Cantinero aus der El Floridita Bar, der den Cocktail erfand. Der auch als Cocktail-King von Kuba bekannte Bartender erlernte die Kunst des Mixens durch seinen Vater, trank wenig Alkohol und erfand doch ständig neue Cocktail-Kreationen. Oder es war José Maria Vazquez, so zumindest steht es im kubanischen Cocktailbuch „The Sixth Sense“.

Ohne guten Kakaolikör kein guter Mulata

Doch zurück zum Mulata Cocktail selbst. Damit der Drink glückt, sollten ein paar Sachen beachtet werden. Der Limettensaft sollte selbstverständlich frisch sein, beim Rum sollte es sich, wie oben bereits erwähnt, um einen fassgereiften handeln. Meistens wird Rum im spanischen Stil verwendet.

Auch der Kakaolikör sollte von hoher Qualität sein. Sehr empfehlenswert ist der Crème de Cacao à la Vanille von Tempus Fugit Spirits, welcher in der Schweiz hergestellt wird. Dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Etwas Zucker zur Balance wird auch noch benötigt, hier kann entweder ein normaler Bar-Sirup verwendet werden, oder auch etwas variiert werden. Honig funktioniert im Mulata sehr gut, ebenso auch ein dunkler, würziger Vollrohrzucker.

Auch wenn der Mulata nie die Popularität des Daiquiris erreicht hat, sollte er probiert werden. Richtig ausbalanciert ist der kleine Verwandte ein Wahnsinns-Drink!

Mulata

Zutaten

6 cl Havana Club Selección de Maestros
1,5 cl Crème de Cacao à la Vanille
1,5 cl frisch gepresster Limettensaft
0,75 cl Zuckersirup (2:1)

Credits

Foto: Sarah Swantje Fischer

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