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Inventur

Inventur am 5. November 2023 – William Grant & Sons mit neuem CEO

Erwischen wir Sie vielleicht schon auf dem Sprung und mit gepackten Koffern? Es würde uns nicht wundern, schließlich tickern bereits die ersten Posts und Stories durch Social Media, in denen sich Barleute und sonstige Branchen-Angehörige sichtbar auf den Weg nach Griechenland machen. Grund dafür ist nicht das hiesige Herbstwetter, sondern die Tatsache, dass übermorgen die Athens Bar Show beginnt. Inzwischen kann man recht eindeutig sagen: Aus all jenen nationalen Barshows und Messen hat sich, neben dem Bar Convent Berlin, das Event in Athen zum zweiten großen europäischen Szene-Magnet gemausert. Zahlreiche Besucher:innen auch aus Asien und Amerika machen die Athens Bar Show mittlerweile zu einem zentralen Treffpunkt der globalen Community. Und natürlich: Das Wetter ist dort aktuell angenehmer als hier. Falls Sie also gerade in der S-Bahn zum Flughafen sitzen, schauen Sie doch mit uns auf die wichtigsten und unterhaltsamsten News der Woche.

William Grant & Sons ernennt neuen CEO

Der schottische Spirituosenriese William Grant & Sons (WG&S) hat diese Woche einen neuen CEO ernannt. Wie u.a. The Spirits Business meldete, wird der Däne Søren Hagh künftig die weltweiten Geschäfte des Unternehmens leiten, das sich bis heute im Familienbesitz befindet. Durch seine langjährige Tätigkeit in verschiedenen Management-Positionen beim Braugiganten Heineken dürfte Hagh über viel Kenntnis im Bereich alkoholischer Getränke verfügen.

Der bisherige CEO von WG&S, Glenn Gordon, wird weiterhin dem Verwaltungsrat der Firma angehören, so die Meldung weiter. William Grant & Sons ist weltweit eines der ältesten und größten Spirituosenunternehmen in Familienhand. Mit Marken wie Glenfiddich, Monkey Shoulder und Balvenie fest im Scotch-Business verankert, gehören jedoch ebenfalls Hendrick’s Gin und der Spiced Rum Sailor Jerry zur Produkt-Range. Für die junge Marke „Discarded“ erhielt WG&S überdies vor wenigen Wochen einen Mixology Bar Award.

Brandy Old Fashioned – bald der offizielle Drink von Wisconsin?

Erinnern Sie sich vielleicht noch an das inzwischen gut elf Jahre alte Video eines gewissen Jeff Morgenthaler über den Brandy Old Fashioned und dessen besondere Bedeutung (und Zubereitung) im US-Bundesstaat Wisconsin? Damals haben wir gelernt: Die Menschen in diesem sehr kalten Staat pflegen eine spezielle, liebevolle Beziehung zu einer Mischung aus kalifornischem Weinbrand und zerdrückten Früchten.

Diese Liebe wird vielleicht bald eine ganz offizielle: VinePair berichtete diese Woche, dass zwei Angehörige des Parlaments von Wisconsin eine amtliche Beschlussvorlage eingebracht haben, die vorsieht, den Brandy Old Fashioned sozusagen zum Nationalgetränk des Bundesstaats zu erheben. Wir haben nichts dagegen. Wisconsin wäre dann übrigens der erste US-Staat mit einem offiziellen Getränk. Mehr Details gibt es hier.

Vom Nicht-Finden der Restaurant-Toilette

Eine wunderbare These mit zugehöriger Story gab es diese Woche von Danny Lavery bei Food&Wine: Je teurer oder vornehmer das Restaurant, umso besser sind die Toiletten versteckt. Fast so, als halte man es an Orten, in denen der Hochküche gefrönt wird, für unschön, dass auch der Genuss teurer Dinge zwangsläufig zu Stoffwechsel führt.

Diese Beobachtung führt Lavery durch mehrere gastronomische Gattungen. Vom typischen US-Diner, in dem gewaltige Neonschilder den Weg zu den Restrooms weisen, bis hin zum Fine-Dining-Tempel, dessen Betreiber ihre Gäste lieber in Küche und Backoffice irrlichtern lassen, anstatt zumindest irgendwo ein kleines Hinweisschild zur Toilette zu platzieren. Aber wir wollen nicht zu viel vorwegnehmen. Lesen Sie diesen herrlich amüsanten Artikeleinfach selbst!

Finlandia Vodka gehört jetzt Coca-Cola

Bereits im Juni war bekanntgeworden, dass der amerikanische Brown-Forman-Konzern sich im Zuge seiner langfristigen strategischen Ausrichtung von der Marke Finlandia Vodka trennen wird – durch einen Verkauf an Coca-Cola, genauer gesagt an deren griechische Abfüllungs-Tochter Coca-Cola HBC. Als Kaufsumme wurden 220 Millionen Dollar genannt.

Mitte dieser Woche schließlich meldete Brown-Formans Zentrale aus Louisville/Kentucky den finalen Abschluss des Verkaufs, was zahlreiche Wirtschaftsmedien aufgriffen. Damit gehört die Marke Finlandia nun komplett zu Coca-Cola HBC, das zuvor schon 17 Jahre lang Distributionspartner von Finlandia gewesen war. Hergestellt wird Finlandia übrigens nach wie vor durch die skandinavische Anora-Unternehmensgruppe.

Credits

Foto: everettovrk - stock.adobe.com

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